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Zu Ehren des Kirchenpatrons Gläubige erinnerten in Hainstadt an den Heiligen Magnus

Gottesdienst im Freien soll wiederholt werden

Archivartikel

Hainstadt.Die auferlegten Corona-Beschränkungen führten zum Entschluss, den Festgottesdienst der Pfarrkirche Hainstadt zu Ehren des Heiligen Magnus, des Kirchenpatrons, ins Freie zu verlegen. Und wie sich feststellt, war dies eine gute Entscheidung. Mit dem Läuten der Glocken der Pfarrkirche füllten sich die Stuhlreihen am Sonntag und jeder der Besucher fand einen Platz unter den wärmenden Strahlen der Sonne.

Auftritt der Musikkapelle

Nach dem Einzug der Ministranten, Pfarrer Balbach und Diakon Gramlich spielte die Musikkapelle Hainstadt unter Leitung von Thomas Münch das vom ehemaligen Pfarrer Franz Wilhelm Braun im Jahre 1979 getextete St. Magnus-Lied, in dessen zweiter Strophe es heißt: „Dir, heil´ger Magnus zu Ehren ist dies’ Haus erbauet, deinem hilfreichen Schutz sind wir mit ihm anvertrauet“. Gerhard Kern als Kantor und Magnus Balles am Keyboard übernahmen im weiteren Verlauf den Part der Psalmen sowie die Begleitung der Gemeindegesänge.

„Für alle, die gern Bier trinken und damit auch für die Bierbrauer, scheint der heilige Magnus von besonderer Bedeutung zu sein. Der Gedenktag des Heiligen Magnus – der 6. September – beschließt in der Regel die Hopfenernte“, eröffnete Pfarrer Balbach seine Predigt und fügte den sinnhaften Spruch hinzu: „Es legt der gute alte Mang (Magnus) im Hopfenfeld die erste Stang!“

Ansprechpartner für alle

Ob der heilige Magnus wirklich Kenner und Freund des Hopfengebräus gewesen sei, sei nicht übermittelt. „Aber wie so oft im Leben müssten auch die Heiligen für etwas den Kopf hinhalten – wie die Politiker und sonstige Personen des öffentlichen Lebens auch. Wie so oft im Leben suchen die Menschen jemanden, den sie für alles Mögliche verantwortlich machen können, insbesondere dann, wenn es mal nicht so läuft wie erwartet“, meinte Balbach.

„Wir als Christen wenden uns an die Heiligen als Fürsprecher bei Gott in allen Anliegen und Nöten. Sie sollen es richten, sie sollen für gutes Wetter und Gelingen sorgen. Das Christentum ist aber kein Götter- und Menschenkult, wo irgendjemand für das Heil und das Unheil von uns allen verantwortlich ist“, so der Dekan. Die Kirche lebe vom Gebet miteinander und füreinander, denn „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ habe Jesus verheißen. Stellvertretend für die Gemeinschaft sprach der Lektor die Fürbitten, in denen aktuelle Themen formuliert und die Sorgen und Anliegen vor Gott gebracht und darum gebetet wurde, dass die Nächstenliebe zum Maß des Denkens, Redens und Handelns werde. Dabei wurde auch für die Kinder und Jugendlichen gebetet, die in den nächsten Wochen zur Ersten Heiligen Kommunion gehen beziehungsweise das Sakrament der Firmung empfangen werden.

Nach dem Dank durch Pfarrer Balbach an alle, die an diesem Sonntagvormittag mitgeholfen und zu der würdigen Feier beigetragen haben, stimmte die Musikkapelle das „Großer Gott, wir loben dich“ an. Die Freude über den schönen Gottesdienst im Freien und über das Erleben christlicher Gemeinschaft gipfelte bei vielen Gottesdienstbesuchern in dem Wunsch, diese neue Form des Gottesdienstes auch in Zukunft öfters zu praktizieren.

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