Buchen

70-Jahr-Jubiläum Geburtstag der Volkshochschule bei der ersten „langen Nacht“ gefeiert

Glückwünsche von Angela Merkel

Archivartikel

Die Volkshochschule feierte und ihre Mitarbeiter gleich mit. Diese wurden bei der Feier zum 70. für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet.

Buchen. Zufriedenheit, Genugtuung und Stolz waren die dominierenden Emotionen beim 70. Geburtstag der Volkshochschule. Sieben Jahrzehnte Bildungsarbeit, das will gefeiert werden. So ist es kein Wunder, dass auch die lokale, politische Prominenz vertreten war. Unter diesen war auch Landrat Dr. Achim Brötel, Bürgermeister Roland Burger (Vorsitzender der VHS), sein Kollege Bürgermeister Thomas Ludwig (Vorstandsmitglied), Bürgermeister Jürgen Galm (Osterburken), Volker Rohm (Hardheim) und Dr. Norbert Rippberger (Mudau) sowie Altbürgermeister Josef Frank.

Sie konnten sich so vor Ort ein Bild vom derzeitigen Wirken machen – auch von den Angeboten der erstmals veranstalteten „langen Nacht der VHS“. Der Einladung zu diesem Ereignis waren auch viele Kursleitende und Teilnehmende sowie interessierte Bürger gefolgt. Eine Besuchergruppe über die man sich besonders freute, war die der (ehemaligen) Kursteilnehmer mit Migrationshintergrund. Sie haben die Bildungseinrichtung als kommunalen Ort der Integration kennen und schätzen gelernt, wo sich Menschen unterschiedlicher Herkunft begegnen, gemeinsam diskutieren und voneinander und miteinander lernen. Für die Realisierung dieses Rahmens sowie für die Kursleitung aller weiteren Angebote standen später noch Ehrungen an (siehe weiterer Artikel auf dieser Seite).

Nach der Begrüßung von Swetlana Jahraus, stellvertretende VHS-Leiterin, folgte eine besondere Überraschung. Angela Merkel wurde eingespielt. Die Bundeskanzlerin stellte anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Volkshochschulen fest: „Wir brauchen die VHS heute noch“ und wünschten Freude beim Lehren sowie Erfolgen beim Lernen. Roland Burger stellte Betrachtungen zur VHS und deren zielstrebiger Arbeit an. Er würdigte die Akteure im Hintergrund, den Landkreis, die Gemeinden und Altbürgermeisters Josef Frank. Lob parat hatte Burger für die Vielzahl an Bildungsangeboten. Sein Blick reichte zurück in das Gründungsjahr der deutschen Volkshochschulen 1919 und auf die damals schon in Buchen vorhandenen Bildungsangebote. Darüber hinaus lobte er die Rolle der VHS bei der Völkerverständigung und Integration. Nicht vergessen wurden von Burger die zeitweise finanziell besonders problematischen Phasen, die dank der finanziellen Unterstützung des Landkreises und der Gemeinden behoben werden konnten. Sie sorgten dafür, dass die VHS „in gesicherten Verhältnissen“ lebt. Das Ziel, das Angebots-Spektrum durch das Team in der Zentrale in Buchen und durch die Außenstellen bunt zu halten, sieht Burger gewährleistet.

Dies alles war ihm Anlass zu Lob und Dank, zumal das Team in der Zentrale in Buchen ausgezeichnet funktioniere. Burger fasste seine Anerkennung zusammen: „Ich bin stolz auf das, was gewachsen ist“. Er sehe den Grundstein des Erfolgs durch das Wirken von Helmut Stieber, Erwin Satke, Dagmar Petters gelegt.

Und durch den zielstrebigen Einsatz der jetzigen Leiterin Renate Andres und des gesamten Teams ist das Fortführen der Erfolgsgeschichte weiterhin garantiert. Musikalisch begeistere das Programm des Abends. Für dieses zeichnete Vincent Fichtler verantwortlich, der für sein erfolgreiches Akkordeonspiel mehrmals ausgezeichnet wurde. Die stellvertretende VHS-Leiterin Swetlana Jahraus lud schließlich alle Besucher zum Buffet und zur Nutzung der im weiteren Verlauf des Abends gebotenen Schnupperangebote als Querschnitt durch das neue Programm ein.

Es wurden im Verlauf des Abends auch weitere Bildungsangebote präsentiert. Dazu gehörten „Die großen Entdeckungsreisen der Neuzeit“ von Thomas Muetsch, oder „Du liebst mich nicht“ mit Ute Bella. Außerdem gab es Ausstellungen – etwa von Porzellan-Malerei, Nähen und Patchwork aus den Kursen von Gabriele Stepan, Nicole Trunk und Angelika Reinhart zu bewundern, das VHS-Gitarren-Ensemble zu hören und im Foyer des Hauses 2 die Möglichkeit, ein mit der Fotobox aufgenommenes Bild als Souvenir mitzunehmen. Insbesondere im geselligen Teil wurde zur Genugtuung und Freude vieler Beteiligter auf beiden Seiten immer wieder gut gelungene Integration ersichtlich. Z

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