Buchen

Gemeinderat in Kürze Abwassergebühren werden erhöht

Finanzen noch voll auf Kurs

Archivartikel

Buchen.Einen kurzen, aber prägnanten Überblick über die aktuelle finanzielle Situation der Stadt Buchen präsentierte Benjamin Laber am Montagabend dem Gemeinderat. Der Beigeordnete und Fachbereichsleiter Wirtschaft und Finanzen betonte: „Die aktuelle Situation ist die denkbar schlechteste. Aber: Wir können 2021 investieren wie geplant, trotz des ,Corona-Knicks’ bei der Sonder-Steuerschätzung.“ Vielleicht sei sogar eine schwarze Null möglich. „Die Senkung der Kreisumlage rettet uns“, gab er zu.

Aus den Gemeinderatsfraktionen folgten Lob und Dank, dass die Stadt trotz der Widrigkeiten finanziell noch voll auf Kurs sei. Das Gremium stimmte deshalb auch der Fortschreibung der Finanzplanung für das Haushaltsjahr 2021 der Stadt sowie des Spitalfonds zu.

Bewilligt wurde auch der Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes Energie- und Dienstleistungen Buchen (EDB) 2021, der einen Verlust in Höhe von circa 157 700 Euro vorsieht.

Anpassung notwendig

Beschlossen wurde unter anderem auch die Erhöhung der Abwassergebühren. Der Beigeordnete Laber begründete dies unter anderem damit, dass die Unterhaltung des Kanalsystems zu erhöhten Kosten führe und diese eine Anpassung der Gebühren nach sich ziehe. Musste nach der alten Satzung beispielsweise ein Einfamilienhaus mit Kosten in Höhe von circa 346 Euro rechnen, sind es nun nach der Anpassung ungefähr 478 Euro.

Im Rahmen der Sitzung wurden zudem zwei Aufträge für den Umbau des Burghardt-Gymnasiums vergeben. Die Firma Bode Böden aus Freiberg übernimmt für 324 682 Euro die Bodenbelagsarbeiten. Und das Architekturbüro K + H Kilian + Partner aus Stuttgart soll für 48 971 Euro die Hälfte der Frei- und Außenanlagen planen. Den zweiten Teil in Richtung Morre will die Stadtverwaltung durch den Bauhof eigenständig gestalten.

„Unmögliches nicht leistbar“

Zum Ende der Sitzung wurde noch einmal das Thema Transversale Bödigheim (wir berichteten) angesprochen. „Wir dürfen nicht vergessen, dass es dazu noch keine Entscheidung gibt und nach jetzigem Stand nur der Landrat in seiner Haushaltsrede seine Einschätzung dargestellt hat“, meinte Bürgermeister Roland Burger. „Aber auch ich befürchte, dass es der Kreistag ähnlich sieht – und ehrlich gesagt kann ich es auch verstehen. Unmögliches kann man nicht leisten.“ Er habe lange dafür gekämpft und sei „absolut nicht begeistert über die Entwicklung“.

Aufgrund der finanziellen Situation der Kliniken, dem geplanten GTO-Neubau und der Corona-Pandemie „hat die Straße derzeit nicht die besten Chancen“. ms

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