Buchen

Einführungsgottesdienst von Pfarrer Fränkle Vakanz in Bödigheim und Seckach ist damit beendet

„Festlicher und erfreulicher Anlass“

Archivartikel

Die Einführung von Pfarrer Jürgen Fränkle wurde in der Kreuzeskirche in Bödigheim gefeiert.

Bödigheim. Nachdem der evangelische Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg beschlossen hatte, die bisher selbstständigen Pfarreien von Bödigheim und Seckach zusammenzulegen, konnten nun die beiden bisher getrennten Kirchengemeinden in einem gemeinsamen Gottesdienst den Einführungsgottesdienst für den neuen Pfarrer feiern. Die Zeit der Vakanz ist beendet.

Pfarrer Jürgen Fränkle, für das geistliche Wort bisher in Sulzfeld zuständig, hat seine Stelle am 1. September angetreten. Er ist zuständig für die Kirchengemeinde Bödigheim mit Seckach und dem Jugenddorf Klinge und für die Kirchengemeinde Eberstadt mit Götzingen und Rinschheim. Eine wahrlich große und weit verstreute „Herde“ von zu betreuenden Gemeindemitgliedern.

Die Einführung feierten die beiden Kirchengemeinden gemeinsam unter Führung von Dekan Rüdiger Krauth. Schon früh versammelten sich die Gläubigen in der Kreuzeskirche, um gespannt den Einzug des Dekans, des Pfarrers und der Mitglieder der beiden Kirchengemeinderäte abzuwarten. Die Musikkapelle Eberstadt gab von der Empore das Zeichen mit einem festlichen, von Bläsern dominierten Präludium.

Dienst an den Menschen

Der Begrüßung zu diesem „festlichen und erfreulichen Anlass“ durch Dekan Krauth folgte das Lied der Gemeinde „Die güldne Sonne“, das Eingangsgebet und die Lesung von Psalm 146 über die ewige Treue des Herrn. Die Vorstellung des Einzuführenden (Jürgen Fränkle) folgte. Hier stellte der Dekan fest, dass es auch bei der Kirchenbehörde ohne Formulare nicht ginge. Er zitierte daher aus dem Berufungsschreiben zur Stellenbesetzung, um dann aber sogleich über sein erstes Gespräch mit Jürgen Fränkle zur Besetzung der Pfarrerstelle zu berichten. Diesem sei es nicht um Fragen zur Infrastruktur, zum Haushalt, der Zahl der Gemeindemitglieder, um Predigten und Amtshandlungen sowie die Arbeitsbelastung durch organisatorische und verwaltungstechnische Aufgaben gegangen, sondern um den Dienst an den Menschen. Im Vordergrund hätten die eigentlichen Aufgaben der Verkündung und der Seelsorge gestanden. Krauth forderte die „Gemeindemitglieder von Bödigheim und Eberstadt mit Seckach, Klinge, Götzingen und Rinschheim“ auf, dem neuen Pfarrer zu helfen, Zeit für seine eigentlichen Aufgaben zu haben. „Mitdenken, mithelfen und mitbeten – also mitwirken – damit die Gemeinde lebendig bleibt, die richtigen Akzente setzt, Freude und Hoffnung verbreitet und spürbar für die Menschen da ist.“ Kritik solle im Gespräch und nicht „am Stammtisch“ geäußert werden.

Ein Lied der Gemeinde „Danket dem Herrn“ (Orgelbegleitung Michael Hanel) folgte. Nach einem Lied des Chors bat Dekan Krauth den Einzuführenden und die Kirchengemeinderäte vor den Altar. Das Glaubensbekenntnis und die Lesung der Schrift folgte.

„Bist Du bereit zu Deinem Dienst“?, wurde Jürgen Fränkle gefragt. „Seit Ihr bereit zur Unterstützung?“, so wurden die Kirchengemeinderäte gefragt. Beide Seiten bejahten diese für das gemeinsame Wirken in den Gemeinden so bedeutsamen Fragen. Damit war der formelle Teil der Amtseinführung abgeschlossen. Zum Klang der Kirchenglocken segnete Dekan Krauth den neuen Pfarrer der Kirchengemeinde Bödigheim und der Kirchengemeinde Eberstadt und gratulierte ihm. Der Beifall der Anwesenden war anhaltend und kräftig.

Nach dem Lied „Großer Gott, wir loben dich“, wandte sich Jürgen Fränkle in einer Predigt an die Besucher des Gottesdienstes und beschrieb die Begegnungen der ersten Tage und seine Gespräche mit vielen freundlichen Menschen, um sich dann in einer Predigt mit dem Brief des Apostel Paulus an die Thessalonicher zu befassen. Paulus ermahnte die Gemeinde, den Schwachen zu tragen, ihn aufzurichten und ihm Mut zu machen.

Fröhliche Grundstimmung

In einem Appell wünschte Paulus von den Gemeindegliedern Zuversicht, Gelassenheit und eine fröhliche Grundstimmung. Das wünsche auch er für die Gemeinde und von der Gemeinde. Einem Lied des Chors folgte die Fürbitte, vorgetragen von Bödigheimer und Eberstadter Sprechern, ein stilles Gebet und das Vaterunser der Gemeinde. Nach dem Glockenläuten wurde das Lied „Mögen sich die Wege vor Deinen Füßen ebnen“ gesungen und dann wurden Grußworte gesprochen. Der Vertreter der Seelsorgeeinheit Adelsheim-Osterburken-Seckach, Pfarrer Martin Drahtschmidt, übergab zu den Klängen des Schlagers „Keiner geht verloren“ ein kleines Segelboot als Symbol der Arbeit der Kirchen für die Menschen und wies auf viele Parallelen zwischen der christlichen Seefahrt und dem menschlichen Leben hin.

Bürgermeister Roland Burger machte ein überzeugendes Gesprächsangebot, denn schließlich habe man viele gemeinsame Interessen. Das „Verbinden und Vernetzen“ sei im beiderseitigen Interesse und würde nicht nur die Kindergärten der Stadt berühren. Beide Sprecher erhielten starken zustimmenden Beifall.

Einen ebensolchen Beifall erhielt auch die Eberstadter Musikkapelle, die unter der exzellenten Stabführung von Bettina Schubert auf dem Kirchplatz ein langes schwungvoll-fröhliches Konzert gab.

Ein Empfang im evangelischen Gemeindehaus beschloss einen für die evangelischen Kirchengemeinden Bödigheim und Seckach ungemein wichtigen Tag. BW

Zum Thema