Buchen

Europäisches Filmfestival der Generationen in Buchen Zwei Filme wurden gezeigt „Monsieur Pierre geht online“ und „Song for Marion“

„Es ist wichtig, sich auszutauschen“

Archivartikel

„Die Generationen brauchen sich gegenseitig – Begegnungen und Austausch sind wichtig“, so das Fazit der Filmvorstellungen im Rahmen des Europäischen Filmfestivals der Generationen.

Buchen. Am Europäischen Filmfestival der Generationen in der Metropolregion Rhein-Neckar beteiligte sich Buchen mit zwei Filmvorführungen. Im Mehrgenerationenhaus wurde im Anschluss an das beliebte Angebot des Offenen Singens der Film „Song for Marion“ gezeigt. Passenderweise wurde in dem Film Chorsingen als Quelle für Gemeinschaft und neue Lebensfreude entdeckt. Cornelia Weidenfeld und Elke Reinhard vom Team der Ehrenamtlichen des Mehrgenerationenhauses freuten sich über die gute Resonanz und leiteten die anschließende Diskussionsrunde. In der Tragik-Komödie wurde die Kraft der Musik deutlich, die dem eigenwilligen Arthur zu neuer Lebensfreude und einem Weg aus Trauer und Einsamkeit verholfen hat.

In Kooperation mit dem Burghardt-Gymnasium wurde in der Stadthalle der Film „Monsieur Pierre geht online“ gezeigt. Beigeordneter Benjamin Laber begrüßte die zahlreichen Schüler der 10. Klassen, es waren über 100, und einige Senioren. „Es ist wichtig, sich auszutauschen, die Generationen können viel voneinander lernen“, stellte er eingangs fest.

In dem Film trauert der einsame Wittwer Pierre um seine Frau. Als er jedoch in die digitale Welt eintaucht entdeckt er die Möglichkeiten des Internet-Datings und eine verwirrende Lügengeschichte, allerdings mit Happy-End, beginnt.

Die beiden Religionslehrer Birgit Plagge und David Laufer hatten schon vor dem Film „Aufträge“ an die fünf Klassen verteilt und regten dann beim Vortrag der Statements durch jeweilige Klassenvertreter zur Diskussion über den Film an. Das Themenfeld passt schließlich bestens zum Generationenthema, welchem sich die 10. Klasse bei dem unter sozial-karitativem Gesichtspunkten stehenden „Compassion-Praktikum“ in diesem Schuljahr widmen.

Eine Klasse beschäftigte sich mit den im Film angesprochenen Problemfeldern. Probleme wie Einsamkeit, Trauer, Lügen oder Alkohol wurden angesprochen. Es ging außerdem beispielsweise um die Charakterisierung der Hauptfiguren und die Frage ob Dating-Portale auch für ältere Menschen geeignet sind. Auch filmtechnische Beobachtungen zur Kameraführung und zur Filmmusik standen auf den verteilten Auftragszetteln.

Außerdem wurde der Austausch der Generationen beleuchtet und die Frage der Begegnungsmöglichkeiten von jüngeren und älteren Menschen erörtert. Eine Abordnung jeder Klasse stellte nach dem Film die Ergebnisse vor, so wurde der Film gut beleuchtet und die angesprochenen Themen beziehungsweise Probleme wie Trauer und Einsamkeit im Alter wurden eingehend in den Fokus genommen.

Helga Schwab-Dörzenbach von der Stadtverwaltung dankte abschließend insbesondere dem Lehrerteam rund um Heike Göhrig-Müller vom Burghardt-Gymnasium für die Kooperation bei der Organisation des Filmfestivals.

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