Buchen

„Woche der Wiederbelebung“ BGB-Schulsanitäter informierten

Einfache Handgriffe können Leben retten

Archivartikel

Buchen.Schulsanitäter des Burghardt-Gymnasiums haben am Mittwochvormittag in der Buchener Fußgängerzone über Wiederbelebungsmaßnahmen informiert. Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ brachten sie Kunststoffpuppen und Defibrillatoren mit auf den Marktplatz. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Christina Kull forderten sie Passanten dazu auf, sich eine Herzdruckmassage und die Anwendung eines Defibrillators zeigen zu lassen.

Auch Bürgermeister Roland Burger nahm sich die Zeit, diese lebensrettenden Handgriffe zu üben. Dr. Harald Genzwürker, Notfallmediziner und fachlicher Leiter der landkreisweiten Initiative „Automatisierte Externe Defibrillatoren“ (AED), wies darauf hin, wie wichtig es sei, möglichst schnell geeignete Maßnahmen zu ergreifen, wenn ein Mensch wegen eines Kreislaufstillstands zusammenbricht. Er freute sich darüber, dass es dank der Initiative im Neckar-Odenwald-Kreis gelungen sei, insgesamt 218 öffentlich zugängliche Defibrillatoren zu installieren. Weitere würden jedoch noch benötigt. Außerdem wünscht der Mediziner sich eine bessere Beschilderung im öffentlichen Raum, so dass man im Notfall die medizinischen Geräte leichter und damit schneller findet.

Standorte von Defibrillatoren im Landkreis kann man unter www.neckar-odenwald-kreis.de abrufen, indem man in die Suchmaske „AED“ eingibt. Außerdem kann man mit der Smartphone-App „Defikataster“ nächstgelegene Defibrillatoren auf einfache Weise ausfindig machen. Mit einem AED behandelt man Kammerflimmern, die häufigste Ursache für einen Kreislaufstillstand bei Erwachsenen.

Durch die Abgabe von Stromstößen unterbricht der AED das Kammerflimmern. Das Gerät spricht mit dem Anwender und gibt auch für Laien klare und verständliche Anweisungen. Wird es gemeinsam mit der Herzdruckmassage so schnell wie möglich angewendet, wird die Lebenschance des Betroffenen mehr als verdoppelt. mb

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