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Drei Fragen an die Autorin Maria Gehrig über ihr Buch

„Ein Tief hat es eigentlich nie gegeben“

Archivartikel

Frau Gehrig, Sie haben in Ihrer Rede gesagt: „Es sind die Geschichten von Frauen, die einen berühren, wenn man es zulässt.“ Beispielhaft sprachen Sie von Maria Bernauer. Warum und welche Frau hat sie noch besonders begeistert?

Maria Gehrig: Maria Bernauer hat mit gleich zwei historischen Ereignissen zu kämpfen: der Kirchenspaltung im Zuge der Reformation und der Nazi-Diktatur, durch die ihr Sohn Alfred Delp zu Tode kommt. Die Mischehe der Katholikin mit dem Protestanten Friedrich Delp bringt reichlich Konfliktpotenzial. Mut und Demut bestimmen ihr Leben. Besonders beeindruckt haben mich auch Elisabeth Silbereisen und Victoire zu Leiningen.

Bei der Produktion dieses Buches durchlebt man bestimmt Höhen und Tiefen. Was hat Sie immer wieder angetrieben, wer hat Sie immer wieder motiviert?

Gehrig: Ein Tief hat es eigentlich nie gegeben. Ich habe viel in der ruhigeren Winterzeit geschrieben. Die Pausen dazwischen waren wichtig, weil man in der Zeit, in der man sich mit einer Person so intensiv beschäftigt, total in sie und in die jeweilige Zeit eintaucht. Dann benötigt man auch wieder Zeit, um aufzutauchen. Es war allerdings nicht nur Arbeit, das Projekt hat auch viel Spaß gemacht.

Sie sprachen davon, dass bei der Vorauswahl auch einige Frauen „unter den Tisch gefallen sind“. Wann also erscheint der zweite Teil?

Gehrig (lacht): Zunächst einmal: Unter den Tisch gefallen ist niemand. Ich weiß ja gar nicht, ob ich überhaupt noch einmal ein Buch schreibe. Jetzt benötige ich erst mal ein wenig Abstand. Meine Pläne für die nähere Zukunft sind andere. mf

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