Buchen

„Geselliges Tanzen“ im DRK Langjährige Mittänzer wurden von DRK-Kreissozialleiterin Yvonne Wolfmüller und Bürgermeister Roland Burger geehrt

Ein „dauerhaftes und wichtiges Angebot“

Das „Gesellige Tanzen“ im DRK gibt es seit 30 Jahren. Das wurde am Montag gebührend gefeiert.

Buchen. „Einmal tanzten wir einen Regentanz, ehe es tatsächlich zu regnen anfing!“: Mit dieser netten Anekdote eröffnete Übungsleiterin Ingeborg Fronc am Montag die im DRK-Tagungsraum abgehaltene Feierstunde zum 30-jährigen Bestehen des Geselligen Tanzens in Buchen, in deren Verlauf auch zahlreiche Ehrungen stattfanden.

Im Namen ihrer Kollegin Christa Stang begrüßte Fronc die Tänzerinnen und Tänzer – darunter auch Mitglieder der freundschaftlich verbundenen Hettinger Tanzgruppe – und hatte humorvolle Fakten mitgebracht, die das Tanzen aus Sicht des 18. Jahrhunderts beleuchten und noch immer durchaus Bestand haben.

„Viele aufregende Tage“

Nach kräftigem „Begrüßungsapplaus“ rief sie die Marksteine der vergangenen drei Jahrzehnte in Erinnerung: Bereits 1988 gründete die 2004 verstorbene Christel Schmitt jene Gruppe, die heute als Geselliges Tanzen im DRK in aller Munde ist. „Gemeinsam verbrachten wir viele aufregende Tage und Tänze miteinander“, blickte Ingeborg Fronc zurück und beleuchtete allerhand Denkwürdiges von Tanzfesten über Ausflüge bis hin zu Auftritten etwa in der Karlsruher Schwarzwaldhalle, ehe sie das Tanzen als „Bewegung des ganzen Körpers und Anstrengen des Kopfes“ definierte und von „mentalem Aktivierungstraining für die Sinne“ sowie gerade für Senioren wichtiger Sturzprohylaxe sprach.

Gleichsam sei der typische Tänzer bis ins hohe Alter äußerst wissbegierig: „Ist ein Tanz bekannt, muss rasch ein Neuer her“, schilderte die seit 1989 als Übungsleiterin tätige Ingeborg Fronc. Dieser Lust, Neues kennen zu lernen, käme jedoch die immense Vielfalt an Tänzen entgegen: „Wir haben von Folkloretänzen über Kreis-, Paar- und Dreiertänzen bis hin zu höfischen oder sakralen Tänzen und dem Regentanz in all der Zeit so gut wie alles Denkbare getanzt“, berichtete Fronc. Beim Geselligen Tanzen müsse man sich stets auf einen neuen Tanzpartner einstellen, könne aber dafür auch viele neue Bekanntschaften schließen, aus denen echte Freunde werden können.

Freundschaften sind entstanden

„Hier entstanden viele Freundschaften“, blickte die engagierte Übungsleiterin zurück und erhoffte für die Zukunft, „dass der Tanz nicht in Vergessenheit gerät“ und das Brauchtum zu erhalten – hier baue man auch auf die Jugend, der die Türen zum Geselligen Tanzen jederzeit offen stehen. Schließlich benötigt man keinerlei Vorkenntnisse: „Wir brauchen nur den Recorder, viel Musik und gute Laune – wer nicht gern tanzt, der hat was verpasst!“, ermutigte sie etwaige Neuankömmlinge und dankte neben allen Teilnehmern und Weggefährten auch ihrer Kollegin Christa Stang sowie Kursverantwortlicher Ingeborg Wiessner für die dankenswerte Unterstützung. Der vergnügliche Sitztanz zu flotten Dixieland-Rhythmen lockerte die Muskeln und die Stimmung auf, ehe DRK-Kreissozialleiterin Yvonne Wolfmüller zum Jubiläum gratulierte.

Sie würdigte das Engagement und die beachtliche, an andere weitergegebene Motivation der Übungsleiterinnen Ingeborg Fronc und Christa Stang; der Tanz selbst führe dem Tänzer die ganze Ausdruckskraft des menschlichen Körpers vor und stehe für soziale Interaktion, Konzentration, Gedächtnistraining sowie die Erhaltung motorischer Kreativität. Mit dem in Versform geschilderten „Tanz der bunten Blätter“ rundete Wolfmüller ihre Zeilen ab und leitete über zu Roland Burger, der sich als Bürgermeister und Präsident des DRK-Kreisverbands Buchen die Ehre gab. Im Geselligen Tanzen sehe er ein „dauerhaftes und wichtiges Angebot“, das die Teilnehmer fit und vital halte und Kontakte auch im gesetzteren Lebensalter mit sich bringe. „Im DRK-Kreisverband Buchen sind wir nicht zuletzt dank des Geselligen Tanzens sehr breit aufgestellt“, lobte er und dankte allen Aktiven. Schließlich nahm er mit Yvonne Wolfmüller die Ehrungen vor.

Christa Stang übernimmt

Seit zehn Jahren tanzen Ursula Maier, Renate Paar, Praxedis Brank, Doris Guthmann, Erika Lauer-Müller und Lena Gremminger mit; 15 Jahre lang gehört Erika Farrenkopf zur Gruppe. Während Käthe Geppert seit 20 Jahren mittanzt, tun es Dorothea und Theodor Sigmund bereits seit 25 Jahren. Anschließend ehrte Wolfmüller die Übungsleiterinnen: Ingeborg Fronc, die seit 1989 aktiv ist, gelte als „echte Tanzspezialistin, die ihr Wissen gern weitergibt“ und wurde mit Urkunde und Blumenstock für 30 Jahre geehrt. Zum Jahresende wird Fronc die Gruppe abgeben – die „Neue“ jedoch ist allen bestens bekannt und heißt Christa Stang. Sie wurde am Montag für 15-jähriges Wirken ausgezeichnet.

Bevor die Kaffeetafel eröffnet wurde, teilten sich Ingeborg Fronc und DRK-Kreisgeschäftsführer Joachim Herrmann das Schlusswort; Herrmann überreichte Fronc eine kleine Spende und dankte für das erfolgreiche Angebot.

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