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Dreikönigskonzert des Musikvereins Götzingen Ein abwechslungsreiches Programm in der Festhalle geboten / Treue Musiker geehrt

Die Leistung mit viel Applaus belohnt

Archivartikel

Götzingen.Wie recht Carl Maria von Weber hat mit seiner Feststellung „Mit Hilfe der göttlichen Tonkunst lässt sich mehr ausdrücken und ausrichten als mit Worten!“, konnten die Besucher des 58. Drei-königskonzertes des Musikvereins Götzingen hautnah erfahren. Der dabei auf überzeugendem Niveau dargebotene abwechslungsreiche und von klassisch bis modern breit angelegte Melodienreigen hatte fraglos für jeden Einzelnen ansprechende Melodien parat. Mit dem Verlauf des Programms wuchs spürbar und hörbar die Begeisterung der Zuhörer, nicht minder die tolle Atmosphäre in der Festhalle. Stürmischer Applaus war der Lohn.

Mit dem Stück „Arctic Ocean“ von Johan Nijs eröffnete die Jugendgruppe des Musikvereins unter der Leitung von Vizedirigent Erhard Schmitt den Melodienstrauß vor den Grußworten von Fabian Aumüller. Er hieß die Musikfreunde willkommen, unter ihnen besonders die anwesenden Repräsentanten aus Politik und Kultur. Anschließend konnte die Jugendgruppe mit zwei weiteren Vorträgen die Zuhörer für sich gewinnen – mit der musikalischen Kreuzfahrt „Moonlight Serenade“ von Mitchell Parish und Glenn Miller (arrangiert von Ralph Ford) sowie der musikalischen Safari „Serengeti Sunrise“ von John Wasson. Und schon stand auch die erste Zugabeforderung an, der mit „Sounds of Sousa“ gerne entsprochen wurde.

Schwungvoller Einstieg

Mit der sowohl flotten als auch sinnlich geprägten Ou-vertüre „Vorhang auf!“ von Hans Kolditz gelang der Blaskapelle unter der Stabführung von Dirigent Udo Link ein schwungvoller Einstieg in das Konzert. Beschwingt ging es weiter mit der Walzer-Komposition „Über den Wellen“, klassischer Kammermusik von Juventino Rosas in einer Bearbeitung von Fr. Weingärtner. Mit der dramatischen Rhapsodie „Irish Castle“ von Markus Götz ging es auf einen historischen Trip ins ländliche Irland, wobei Trompeten, Trommeln und Schlachtgetöse in der Tonfolge ebenso zu vernehmen waren wie Siegesfreude und auch Trauer. Das Spannungsfeld zwischen den Gefühlen der Menschen und den Herausforderungen des modernen Alltags stellt die Komposition „Emotionen“ von Kurt Gäble musikalisch ausdrucksvoll dar. Dann schloss sich mit „Along the Weser“, einer Komposition von Jacob de Haan, eine Reise entlang der Weser von der Quelle bis zur Mündung an.

Eingebettet in das begeisternde Programm gab es Ehrungen durch Blasmusikverband und Verein für verdiente Aktive der Götzinger Blaskapelle. Herbert Münkel als Präsident des Blasmusikverbandes „Tauber-Odenwald-Neckar“ überbrachte die Grüße seines Verbands-Präsidiums sowie auch des Bundes Deutscher Blasmusikverbände. Er beglückwünschte den Musikverein Götzingen zu dem gelungenen und beeindruckenden Konzert. Münkel verwies auf den von den Aktiven aufzubringenden beachtlichen Einsatz von ungezählten Stunden an Freizeit bei Proben und Auftritten zur kontinuierlichen Fortführung der Blasmusiktradition. Im Auftrag des Bundes Deutscher Blasmusikverbände zeichnete er dann fünf Aktive aus, denen er gratulierte und Urkunden nebst Ehrennadeln überreichte. Die Verbands-Ehrennadel in Gold durften für 40 Jahre Musik-Engagement in Empfang nehmen Klaus Bechtold und Udo Link, dem als Dirigent besonderes Engagement abverlangt wird, sowie in Silber für 25 Jahre Marco Mayer, Maike Volk und Julia Weimer. Zu den vereinsinternen Ehrungen zeichnete Michael Aumüller als Laudator die Laufbahnen der einzelnen Ehrungskandidaten nach, die teilweise neben dem aktiven Musizieren auch noch in der Vereinsführung engagiert waren oder sind. Begleitet von starkem Beifall überreichte er die Vereinsehrennadel nebst Urkunde für 40 Jahre Aktivität im Musikverein Götzingen an Udo Link, der seit 2015 die Verantwortung des Dirigentenamtes schultert und auch neue Ideen ins Vereinsleben einbrachte, sowie an Klaus Bechtold, für 25 Jahre an Julia Weimer, Maike Volk und Marco Mayer sowie für 15 Jahre Einsatz in der Blaskapelle an Manuel Dittrich.

Schlusskapitel eingeleitet

Das Schlusskapitel startete die Blaskapelle mit dem schmissigen Marsch „Viterbo March“ des niederländischen Komponisten Jacob de Haan und ließ diesem mit „Coldplay Classics“ (ein Arrangement von Michael Brown) ein Medley aus den größten Hits der beliebten Popband folgen. Mit dem von Paul Lavander arrangierten Medley „John Williams in Concert“ präsentierte der Klangkörper anschließend einen Quer-schnitt aus beliebten Melodien des Musikgenies zu großen und erfolgreichen Filmen. Ein Abstecher in die Welt des Rock ’n’ Roll setzte den Schlusspunkt mit Melodien des Musicals „Grease!“ von Warren Casey und Jim Jacob, arrangiert von John Mos. Das beeindruckende Konzert, dem man, einziger Wermutstropfen des Abends, einen noch etwas besseren Besuch gewünscht hätte, klang verdientermaßen mit frenetischem Beifall und Stehenden Ovationen aus. Den nach dem mitreißenden Konzertverlauf wohl obligatorischen Zugabewunsch honorierte die Kapelle mit dem Marsch „Boccaccio“ von Franz von Suppé, ja sie kam nicht umhin, mit der „Finkensteiner Polka“ von Holger Mück auch noch eine zweite Zugabe zu gewähren.

Erfolgreiche Jugendarbeit

Ortvorsteher Egbert Fischer entbot in seinem Grußwort dem Veranstalter und den Besuchern beste Grüße des Bürgermeisters sowie des Gemeinde- und des Ortschaftsrates. Er beglückwünschte die Blaskapelle zu ihrem packenden Konzert auf beachtlichem Niveau und verwies auf die sicht- und hörbar erfolgreiche Jugendarbeit. Fischer unterstrich die Bedeutung des Musikvereins für die Dorfgemeinschaft und verwies besonders auf das hier praktizierte gute Miteinander von Alt und Jung. Er beglückwünschte die geehrten Aktiven, dankte allen im Verein Engagierten für ihren Einsatz und wünschte dem Musikverein weiterhin Erfolg und alles Gute.

Teresa Dittrich formulierte für das Vorstandsteam den Dank des Musikvereins an das Publikum und die Redner, nicht zuletzt auch an die beiden Dirigenten und die Musikanten. Dank galt auch den Programmbegleitern Tabea Schulz (Jugendgruppe) sowie Lena Käflein und Kai Rösch (Blaskapelle), die dem Publikum interessantes und aufklärendes Hintergrundwissen zu den Musikstücken und deren Komponisten vermittelt hatten. Jm