Buchen

Diamantene Hochzeit in Götzingen Rita und Wilhelm Hartmann sind 60 Jahre verheiratet / Beide waren aktiv im Vereinsleben engagiert

„Die Ehe ist ein Kunstwerk der Liebe“

Archivartikel

Götzingen.Auf 60 Jahre gemeinsamen Lebens können die Eheleute Wilhelm Hartmann und Rita Hartmann, geborene Biemer, an diesem Montag in Dankbarkeit und mit Freude zurückblicken und somit das seltene Jubiläum der Diamant-Hochzeit feiern.

Die Bedeutung einer solch langjährigen Lebensgemeinschaft beschreibt sehr trefflich eine Erkenntnis von Fritz Leist (1913 bis 1974), der feststellt „Die Ehe ist ein Kunstwerk der Liebe, ein Werk des Könnens, an dem beide Partner bauen, ändern, korrigieren und neu gestalten – und das ein ganzes Leben hindurch!“.

Das Jubelpaar hat diesen langen Lebensabschnitt gemeinsam gemeistert. Wilhelm und Rita Hartmann können ihren Ehrentag freudig und zufrieden im Kreise ihrer Lieben begehen.

Wilhelm Hartmann erblickte am 21. Februar 1938 als Sohn eines Landwirtsehepaares in Götzingen das Licht der Welt. Zusammen mit drei älteren Schwestern verbrachte er Kinder- und Jugendzeit auf dem elterlichen Hof, den er später dann auch übernahm. Er besuchte die Volksschule in Götzingen und anschließend auch die Fortbildungsschule. Den damaligen Gepflogenheiten entsprechend arbeitete er danach im Sommer in der Landwirtschaft, während er über die Wintermonate im örtlichen Schotterwerk Müssig & Jaufmann oder auch bei der Firma Tomasetti im Gleisbau Arbeit fand. Im Zuge des allgemeinen wirtschaftlichen Fortschritts entwickelte sich der landwirtschaftliche Hof quasi zum Nebenerwerbsbetrieb. Nach einer Weiterbildung zum Planierraupenfahrer wechselte der Jubilar im Jahre 1965 zum Flurbereinigungsamt Karlsruhe und kam in vielen Regionen Badens bis in den Raum Freiburg zum Einsatz. Aufgrund einer Neustrukturierung kam 1969 sein Wechsel zur Gemeinde Götzingen. Dort war er bis zu seiner Rente im Einsatz.

Von früher Jugend an hat sich Wilhelm Hartmann sehr stark ins Götzinger Vereinsleben eingebracht. Seine große Liebe gehört der Blasmusik. Seit seinem elften Lebensjahr war er da aktiv und das 65 Jahre lang, bis er aus gesundheitlichen Gründen dieses Hobby aufgeben musste. Und neben dem Musizieren brachte er sich auch in der Vereinsführung ein, als Kassenwart sowie auch als Vorsitzender. Kaum weniger engagiert war er beim TSV Fortuna, wo er von der Jugend bis zur AH die komplette Fußballerlaufbahn durchlief. Als zweiter Vorsitzender war er zudem in der Vereinsführung aktiv. 50 Jahre gehörte er außerdem der Freiwilligen Feuerwehr an. Im Kirchenbauförderverein fungiert er ab der Gründung als stellvertretender Vorsitzender und hat so die ganze Phase der Renovierung der Pfarrkirche mitgetragen.

Rita Hartmann wurde am 1. Dezember 1937 in Götzingen geboren, auch ihre Eltern betrieben eine Landwirtschaft. Sie verbrachte zusammen mit einem Bruder ihre Kinder- und Jugendzeit also ebenfalls auf dem Bauernhof. Nach der Volksschule besuchte die Jubilarin die Hauswirtschaftsschule, ging danach über die Winterzeit als Haushaltshilfe nach Mannheim. Außerdem war sie zeitweise auch bei der Firma Franz Fertig in Buchen sowie der Firma Braun in Walldürn beschäftigt und entschloss sich dann noch zum Besuch der Landwirtschaftsschule.

In der Vereinswelt wirkte sie mit bei der Götzinger Gepflogenheit des Laientheaters, war Gründungsmitglied der Frauengemeinschaft und da auch im Vorstand tätig. Außerdem war sie Mitglied bei den TSV-Montagsturnerinnen.

Das Ja-Wort gaben sich die beiden am 11. Mai 1960. Im Jahre 1970 erbaute sich das Ehepaar in Götzingen ein Eigenheim. Drei Töchter und ein Sohn gingen aus der Ehe des Jubelpaares hervor. Inzwischen gehören auch neun Enkel zum Familienkreis, in dem sie verdientermaßen ihren Lebensabend verbringen. Neben ihren Hobbys Garten, Musik und Theater genossen sie über Jahre die Erlebnisse von Busfahrten und Reisen in andere Länder. In jüngster Zeit ist ihnen dies aus gesundheitichen Gründen leider nicht mehr möglich. Sie sind jedoch froh über alles dabei Erlebte und betrachten es heute als ein großes Geschenk, dass sie diesen Ehrentag gemeinsam erleben dürfen und genießen ihren Lebensabend im Rahmen des Möglichen. Neben den Angehörigen und Freunden gratuliert auch die Heimatzeitung Fränkische Nachrichten zur Diamant-Hochzeit und wünscht dem Jubelpaar weiterhin Gesundheit und Glück. jm

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