Buchen

Stadtrundfahrt des Gemeinderates Gleich zu Beginn der Busfahrt hatte Bürgermeister Roland Burger schlechte Nachrichten / Tote Bäume müssen aus dem „Hasenwald“ entfernt werden

„Der künftige Anblick wird gewöhnungsbedürftig sein“

Buchen.Nicht tiefgrün, sondern bräunlich durchwirkt präsentierte sich der „Hasenwald“ schon bei der Anfahrt mit dem Bus. Bürgermeister Roland Burger wies darauf hin, dass der Verein der Vogelfreunde Hettingen ehrenamtlich aktiv sei, weshalb man ihn aktiv im Rahmen des Leader-Projekts unterstützt habe. Neue Spielgeräte seien entstanden und auch das Gasthaus sei wieder bewirtschaftet. Doch ansonsten hatte das Stadtoberhaupt nur schlechte Nachrichten im Zusammenhang mit dem Hasenwald.

Extreme Wasserprobleme

Tote Buchen, zum Teil minderbelaubt oder schon weggebrochen, zeigte Burger den Mitgliedern des Gemeinderates und verwies auf ebenfalls tote Kiefern und Fichten. Laut Burger seien die Buchen im Schnitt 163 Jahre alt. Im Bauland habe man extreme Wasserprobleme bekommen, die den Bestand aufgrund des Wassermangels und der Wurzelschädigung ausfallen lasse. Man müsse in die Holzernte gehen und die abgängigen Bäume beseitigen. Man werde versuchen, so viele Bäume wie möglich zu erhalten, aber der künftige Anblick werde gewöhnungsbedürftig sein. „Wir werden überall dort eingreifen, wo Bruchgefahr besteht“, machte Burger klar. Das Holz splittere, was sehr gefährlich für die Besucher sei. Man werde mit Seilwinden arbeiten müssen, was einen erheblichen Aufwand bedeute. „Wenn alles weg ist, was raus muss, werden Sie diese Anlage vermutlich schon aus der Ferne sehen“, blickte der Bürgermeister in die Zukunft. Es würden wohl wenig Bäume übrig bleiben. Der Startschuss für die Arbeiten soll noch im September fallen.

Auch das Gewann „Platte“ in Eberstadt sei ein problematischer Standort. Dort habe man einen über 100-jährigen Buchenbestand, der flächig abgestorben sei. Im Bereich oberhalb der Höhle müsse man ebenfalls eingreifen. Eigentlich sollte dort ein Waldlehrpfad installiert werden, doch wurde dies jetzt erst einmal zurückgestellt.

In Eberstadt stellte Fachbereichsleiter Günter Müller das Baugebiet „Höhlenblick“ vor. Auf einer überplanten Fläche von 2,3 Hektar sollen rund 20 Bauplätze entstehen, von denen schon knapp die Hälfte reserviert ist. Probleme gebe es noch bei der Beseitigung von Niederschlagswasser, das nicht einfach in einen Kanal abgeleitet werden könne. Man versuche nun, über offene Gräben bis in den Bereich Sportplatz zu gelangen.

Hochwasserschutz

Dem Hochwasserschutz in Bödigheim und der damit verbundenen Renaturierung widmete sich der Technische Dezernent Hubert Kieser. Das Gewässer (Hiffelbach) müsse im Hochwasserfall knapp über fünf Kubikmeter Wasserdurchfluss leisten, was derzeit nicht gegeben sei. Nachbarschaftseinwendungen hätten die Maßnahme mit einem Volumen von rund 210 000 Euro lange verzögert, aber jetzt könne sie endlich umgesetzt werden. Es werde auch ein öffentlicher Parkplatz errichtet, der nicht in der Förderung enthalten, aber im Haushalt eingestellt sei. Kieser rechnet noch vor dem Winter mit der Fertigstellung der Baumaßnahme.

Viel sei in Eigenarbeit erstellt worden, hob Bürgermeister Roland Burger in Waldhausen beim Dorfmittelpunkt hervor. Der Haushaltsansatz liege bei 50 000 Euro, ausgegeben seien bisher gerade mal 12 000 Euro. Bis aber alles fertig sei, werde man natürlich noch Geld brauchen. Der Bau ermöglicht die Bewirtschaftung des Dorfmittelpunkts und die Tische und Bänke können vor Ort verstaut werden. Der Rohbau ist fertiggestellt, aktuell läuft der Innenausbau. Die Verputzarbeiten sollen in Kürze erfolgen.

Am Ortsausgang von Hollerbach, Richtung Grillplatz, blickte das Gremium auf den neuen Radweg, der vom Landratsamt gefördert wurde. 170 Meter seien neu gebaut worden, die eine gefahrlose Verbindung von Buchen über den Hollersee durch Hollerbach hoch zum Grillplatz ermöglichen. Idealerweise müsste der Radweg weiter nach Oberneudorf führen, doch habe man laut Burger derzeit noch drei Sperrgrundstücke. Der weitere Ausbau sei also davon abhängig, ob man in dieser Frage vorankomme und ob Fördermittel für den Ausbau zu erhalten sind. borg

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