Buchen

Partnerschaftsverein „Bukuumi/Uganda“ Die Bilanz fällt trotz Corona relativ positiv aus / Einige Vorhaben mussten verschoben werden

„Den Kindern im Waisenprojekt geht es gut“

Archivartikel

Götzingen/Seckach.Das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel sind Anlass für das Vorstandsteam des „Partnerschaftsvereins Bukuumi/Uganda“ um Florian Bauer, eine Bilanz für 202 zu ziehen und besonders einen Blick auf die Situation des ebenfalls durch Corona gebeutelte „Waisenprojekt Bukuumi“ zu werfen. Voller Hoffnung und mit konkreten Zielen vor Augen startete der Partnerschaftsverein Bukuumi/Uganda in das Jahr.

Vieles wollte man verwirklichen, konnte aber aufgrund der Pandemie nur einiges umsetzen, vielversprechende Projekte mussten notgedrungen verschoben werden, so Florian Bauer. Positiv sei zu bewerten, dass trotz aller Hemmnisse die Kooperation und das Projekt „funktionierten“. Es bleibe die Hoffnung, dass sich ein solches Jahr nicht wiederholt.

Optimistisch startete, wie üblich voll auf eigene Kosten, Ende Dezember 2019 eine Besuchergruppe nach Uganda, berichtet der Vorstandsvorsitzende. Ziel sei es gewesen, das Projekt sowie Land und Leute etwas besser kennenzulernen. Der Besuch eines Nationalparks mit Beobachtung der „Big Five“ war ebenso ein Höhepunkt wie die kirchliche Silvester-Feier bei tropischen Temperaturen in exotischem Ambiente.

Im Mittelpunkt stand aber der Besuch Bukuumis und des Waisenprojekts. Man sei gespannt gewesen auf das nach zweijähriger Planungs- und Bauzeit errichtete Waschhaus, ohne Frage ein Meilenstein in der Historie dieser so wichtigen Kinderhilfe, und auf die Fortschritte des Projekts. Auch die Parish Biso, die Pfarrei des als Urlaubsvertreter in der Seelsorgeeinheit seit Jahren bekannten Father Ponsianos, wurde besucht. „Im März dann veränderte allerdings der weltweite Corona-Ausbruch das Geschehen dramatisch“, so Bauer. Zwar habe Uganda deutlich weniger Infizierte als Deutschland gehabt , aber der Lockdown sei deutlich härter als in Deutschland und die Gesellschaft Ugandas habe in allen Lebensbereichen zurückstecken müssen. „Den Kindern geht es, und das wird positiv gewertet, den Umständen entsprechend soweit gut, obwohl die Schule lange ausfiel“, so Bauers Bilanz.

Schulneustart löste Freude aus

Seit Oktober gibt es bei den Primary- und Secondary-Schulen wieder Unterricht, was bei den Kindern und den Betreuern Freude und Erleichterung auslöste. „Damit kam ein klein wenig Normalität zurück“, so Bauer. Leider haben aber die anderen Klassen noch immer keinen Unterricht. Das Betreuerteam des Projekts unterstützten auch diese Kinder allerdings weiterhin voll wie im „Normalbetrieb“. „Es bleibt nichts anderes, als weiter abzuwarten, wie sich die Lage in Uganda entwickelt.“

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie habe man sich beim „Partnerschaftsverein Bukuumi/Uganda“ entschlossen, dem Personal der Waisen-Anlage die Löhne durchgehend voll weiterzuzahlen, um den Angestellten ihren privaten Lebensunterhalt zu sichern, und damit auch den ordnungsgemäßen Unterhalt des Projekts, berichtet Bauer. Diese Entscheidung sei vor Ort mit großer Erleichterung registriert worden, und das dürfte auch zu einem guten Betriebsklima und lokaler Akzeptanz beitragen.

Positiv sei zu vermelden, dass der Betrieb der Einrichtung im Rahmen das Machbaren voll weiterlaufe. So sei die Ausstattung der Schlafräume mit neuen Betten inzwischen finanziell abgesichert und könne dank der Hilfe der Johannes-Schlütke-Stiftung (Laxten) vollzogen werden, so Bauer weiter. Dank der Unterstützung durch ein namhaftes Stuttgarter Industrieunternehmen könne auch die Erweiterung der Entbindungsstation durch den Einbau eines medizinischen Verbrennungsofens jetzt realisiert werden.

Eine positive Entwicklung gebe es auch hinsichtlich der Übernahme der Trägerschaft des Waisenprojektes von der Seelsorgeeinheit in die Vereinsbasis. Und erfreulicherweise sei auch die Installation und Gründung einer CBO (Community based Organisation) vor Ort zur juristischen Absicherung der Einrichtung allen Hindernissen zum Trotz inzwischen in trockenen Tüchern. „Letztlich können wir unter den bestehenden Umständen allen Problemen zum Trotz auf ein positives Jahr zurückblicken“, so die Vereinsführung. Auch unter den durch die zwangsweise unterbrochenen persönlichen Kontakte deutlich erschwerten Verhältnissen habe der ordnungsgemäße Unterhalt der Einrichtung und die Fürsorge für die Waisen mit Unterstützung des Betreuerteams vor Ort sichergestellt werden können.

Optimistischer Blick in die Zukunft

„Den Kindern, Betreuern und Kontaktpartnern geht es gut“, bilanziert Bauer. Vorsorge und Planung für einen weiterhin gesicherten und geordneten Betrieb des Waisenprojektes seien im „grünen Bereich“. Sehr zuversichtlich und optimistisch schauen daher alle Projekt-Partner gemeinsam in die Zukunft, verbunden mit der großen Hoffnung, dass sich die Umstände im kommenden Jahr wieder deutlich günstiger für die Aufgabenbewältigung entwickeln werden.

Der Dank des „Partnerschaftsverein Bukuumi/Uganda“ galt allen persönlich Engagierten, Sponsoren und Unterstützern, insbesondere auch im Namen der betreuten Kinder. Diese breitgefächerte Unterstützung werde zur Sicherung dieser Einrichtung auch weiter benötigt, verbunden mit der Zusicherung, dass jeder Spenden-Euro ohne Abstriche der Kinderhilfe zufließt. jm

Zum Thema