Buchen

Burghardt-Gymnasium Buchen Abiturienten des Jahrgangs 2020 feierlich verabschiedet / Zeugnisse und Preise für besondere Leistungen übergeben

Den Blick stets nach vorn richten

Buchen.Kleine Feierstunde statt großer Abiball: Zugegeben, die Verabschiedung des Abiturjahrgangs 2020 des Burghardt-Gymnasiums Buchen (BGB) am Samstag in der Stadthalle fand unter besonderen Gesichtspunkten statt. Dafür hinterlässt sie sicher besonders nachdrückliche Impressionen, zumal sich eine gewisse Würde durch den Abend zog.

Schulleiter Jochen Schwab umschrieb die Gedanken vieler Anwesender mit treffend gewählten Worten. „Eigentlich hätten wir uns diesen Abend ganz anders vorgestellt“, betonte er. Sein Dank galt der Stadt Buchen, der ihr Gymnasium „lieb und teuer“ sei. Ein solcher „Liebesbeweis“ sei neben den umfassenden Investitionen in das Areal sicher auch die vorbildliche Unterstützung bei den schriftlichen Abiturprüfungen.

Auch dem Verein der Freunde des BGB, dem Verein „Gesunde Ernährung und Ganztagsbetreuung“ sowie seinem Stellvertreter Achim Wawatschek, dessen ruhige Hand trotz nicht alltäglicher Umstände die reibungslose Durchführung der Abiturprüfungen ermöglicht hatte, dankte er. Ganz besonders aber würdigte Schwab die Abiturienten und ihre Familien, die unter diesen Gesichtspunkten eine bemerkenswerte Beharrlichkeit und Reife an den Tag gelegt hätten. Dafür und für die Leistungsfähigkeit des Burghardt-Gymnasiums spreche auch der solide Durchschnitt von 2,2.

Gesunder Optimismus

Für die Zukunft und die „goldenen Zwanziger“ empfahl Schwab den jungen Menschen, „den Blick stets nach vorn zu richten“ und positiv zu denken. Jedoch gebe es für den kommenden Lebensabschnitt „weder Masterplan noch Programm“ – dafür bilden ein maßvoll selbstbewusstes Auftreten und gesunder Optimismus ein gutes Fundament für erfolgreiches Tun.

Eine solche Zuversicht habe stets auch das soziale Engagement des Jahrgangs bewirkt. „Viele von euch hatten das BGB in Arbeitsgemeinschaften, Projekten oder als Mitglied der Schülermitverwaltung intensiv wie aktiv mitgestaltet“, konstatierte der Schulleiter anerkennend und gratulierte zur bestandenen Reifeprüfung. Diese verstehe sich aber keinesfalls als Endstation, sondern bestenfalls als Zwischenziel.

Das hielten auch die Grußwortredner fest. Bürgermeister-Stellvertreter Martin Hahn bezeichnete das Abitur als „ganz große und tolle Sache“, die trotz aller Irrungen und Wirrungen des Corona-Umtriebs in ein gutes Leben außerhalb der Schulmauern münden möge. „Macht was draus“, empfahl er den jungen Erwachsenen, während Frank Pahl als Vorsitzender des Vereins Freunde des BGB und Sabine Kieser seitens des Vereins „Gesunde Ernährung und Ganztagsbetreuung“ von einer „Eintrittskarte in die Berufs- und Erwachsenenwelt“ sprachen.

Tiefgehendes Fazit

Anschließend wurden die Zeugnisse und Preise verteilt. Den Scheffelpreis für erstklassige Leistungen in Deutsch gewann Anna-Maria Balles, deren Rede sich auf die Wichtigkeit von Ausdauer, Geduld, Motivation und Zeit konzentrierte: Erleichtert und stolz zugleich gehe man nun dem Ende der Schulzeit entgegen, müsse sich aber auf einen neuen Lebensrhythmus einstellen. Nachdem sie den Inhalt einiger Deutsch-Lektüren gekonnt auf den Alltag projizierte, hatte, kam sie zu einem tief gehenden Fazit: „Wir müssen Stück für Stück herausfinden, wer wir sind und können unserem Rhythmus immer neuen Takt verleihen, um unsere Charaktereigenschaften in Wohlklang zu bringen“, empfahl sie.

Den Preis für das beste Deutsch-Abitur erhielten schließlich Max Mayerhöfer, Julia Jeschke, Anna-Maria Balles, Felix Weber und Anne Westermann. Den Karl-von-Frisch-Biologiepreis nahmen Julian König, Pia Streckert und Lisa Schneider entgegen, während Max Mayerhöfer für beste Noten im Fach Latein ausgezeichnet wurde. Mit dem Chemiepreis wurde Nils Müller geehrt. Für herausragende Leistungen in Geschichte wurde Leonie Noe mit der Franz-Schnabel-Medaille ausgezeichnet. Den Mathematikpreis wie auch den Ferry-Porsche-Preis in Mathematik/Physik nahm Anne Westermann entgegen, die auch den Physikpreis erhielt. Eva Trunk durfte sich über den Preis für erstklassige Leistungen im Fach Gemeinschaftskunde freuen, während Tobias Müller den Preis der Deutschen Gesellschaft für Philosophie erhielt. Das sportliche Wirken von Luisa Fischer und Philipp Henn krönte die Alfred-Maul-Medaille, während sich Robert Balint über den Landessportpreis freute. Felix Weber wurde mit dem Wirtschaftspreis geehrt.

Preise und Belobigungen

Die hauseigenen Preise für sehr gute Endnoten gingen an Nils Müller, Nicolas Spiesberger, Luisa Fischer, Leonie Noe und Julia Müller (1,5), Hannah Dörr, Marina Münch, Till Müller und Sina Gornik (1,4), Pia Streckert, Matheo Bachmann und Lea Knaus (1,3), Ines Weimer und Julia Jeschke (1,2), Lisa Schneider und Nele Eisenschmidt (1,1) sowie Eva Trunk, Max Mayerhöfer, Anne Westermann, Felix Weber und Anna-Maria Balles (1,0).

Belobigt wurden Franziska Fenz, Tobias Müller, Sidar Ekinci und Oliver Ebet (1,6), Leonard Leiblein, Robin Pfüger, Sophia Fadler, Laurenz Huber, Raphael Fieger und Felix Bosan (1,7), Valerie Schäfer, Ina Schweitzer, Silja Anna Löffler, Bettina Calzoni und Benjamin Roos (1,8) sowie Julian König, Laura Sans, Pia Pilgram, Isabel Allin und Philipp Weiß (1,9).

Würdigung erfuhr auch das teils jahrelange ehrenamtliche Wirken von Felix Bosan, Oliver Ebert, Anna-Lena Elancev, Sophia Fadler, Natalie Kilian, Johanna Pfleiderer, Valerie Schäfer (Sozialmentoren), Felix Bosan, Oliver Ebert, Amadeus Matz, Max Ristl und Silas Stolz (Schach), Nele Eisenschmidt, Till Müller, Johanna Parth und Lisa Schneider (Streitschlichter), Till Müller (Eine-Welt-AG), Max Ristl (SMV/Schülersprecher) sowie Amadeus Matz (SMV-Finanzreferent).

Zum Thema