Buchen

Kolpingsfamilie Buchen Landwirtschaftlichen Betrieb besichtigt

Den Arbeitsalltag vorgestellt

Archivartikel

Buchen.Einen hochinteressanten Einblick in das Arbeitsleben eines bäuerlichen Familienbetriebes erhielten die Teilnehmer des offenen Montagstreffs der Kolpingsfamilie Buchen.

Herbert Kieser durfte eine große Anzahl interessierter Gäste auf seinem Hof in der Hettinger Straße begrüßen und freute sich darüber, dass der Montagstreff das Thema Landwirtschaft ausgesucht hatte. Ausgehend von einigen historischen Fakten zur Betriebsentwicklung, so ist der Betrieb 1928 von der Kellereistraße in die Hettinger Straße ausgesiedelt worden, war es Kieser wichtig, den Arbeitsalltag auf seinem Betrieb vorzustellen. Von Beginn an verknüpfte er immer wieder gekonnt die aktuellen Themen aus den Medien, wie Tierwohl, Volksbegehren Bienensterben, Aktion Grüne Kreuze, Düngeverordnung und auch die Auswirkungen des Klimawandels, mit seiner täglichen Arbeit. Dabei erfuhren die Gäste zum Beispiel, dass es auf dem Betrieb bereits seit 1974 keine Anbindehaltung mehr beim Vieh gibt, dass trächtige Kühe in separater Strohhaltung schonend auf die Geburt vorbereitet werden, oder dass Düngemittel und Pflanzenschutz dank modernster GPS-Technik gezielt ausgebracht werden.

Höhepunkt war dabei die Vorführung des Melkroboters, der arbeitswirtschaftlich zwar beim Melken große Erleichterung bringt, den Landwirt aber nicht von der täglichen Fürsorge um seinen Herdenbestand entbindet. Die Gäste spürten beim Hofrundgang, dass bei moderner Landwirtschaft kaum Platz für Romantik bleibt und es neben großer Leidenschaft und Erfahrung eine gehörige Portion an professionellem Verständnis für Tiere, Boden, digitale Technik, Digitalisierung aber auch Betriebswirtschaft und Bürokratie braucht, um einen Betrieb erfolgreich zu führen.

Beim Zusammensein in der Outdoor-Hofstelle ging es um die Zukunftsfähigkeit des Familienbetriebs, biologische Landwirtschaft, Vermarktungsmechanismen und mehr. Kieser mahnte dabei auch den Flächenverbrauch in Baden-Württemberg an, sowie das schwindende Vertrauen der Gesellschaft in die heimische Landwirtschaft.

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