Buchen

Kommunalpolitsche Stadtrundfahrt Gemeinderat informierte sich über bereits laufende oder geplante Maßnahmen

Buchen stadtgestalterisch voranbringen

Vor Ort informierten sich Mitglieder des Gemeinderats über bereits laufende oder geplante Maßnahmen in Buchen und den Stadtteilen.

Buchen. Der Parkplatz "Schulzentrum", das Volkshochschulgebäude, das RCO-Reisebüro, die Marktstraße, das neue Gebäude des Mehrgenerationentreffs, das Pfadfinderheim "Zum Kleinen Roth" sowie das Entsorgungszentrum Sansenhecken waren Ziele des Gremiums in Buchen. Weiter ging es mit dem Bus nach Bödigheim, Waldhausen, Eberstadt und zum Wartturm, wo weitere Informationen warteten.

Die Renaturierung der Morre samt Hochwasserschutz und die Gestaltung des Platzes als Teil des "Grünen Bands" durch Buchen waren Themen am Parkplatz "Schulzentrum". "Der Bereich hat viele Elemente", so Bürgermeister Roland Burger. Noch zu installieren ist der Bewegungsparcour. Gemeinsam mit Bolz- und Bouleplatz sowie dem Relaxbereich entsteht ein Gebiet, das zu Bewegung und zur Erholung gleichermaßen einlädt. 546 891 Euro seien ausgegeben worden. In Anbetracht der Förderung der Hochwasserschutzmaßnahmen und der naturnahen Gestaltung sprach Burger von einer "respektablen Finanzierung", die Buchen stadtgestalterisch voranbringe.

Günstiger als gedacht

Auf schadhafte Balken verwies der Bürgermeister im Volkshochschulgebäude Kellereistraße. Bei der Sanierung seien nun einzelne Balken ausgetauscht worden. Insgesamt sei die Maßnahme günstiger gewesen als zunächst angenommen. Der neue Giebel sei mit 39 000 Euro veranschlagt gewesen, gekostet habe er knapp 26 000 Euro.

Das Reisebüro RCO soll in Richtung Straße ausgedehnt werden, damit es näher am Kunden ist. Wie bei den Gebäuden links und rechts soll künftig eine Fensterfront samt Eingang den Abschluss zur Fußgängerzone bilden. Nach kleiner Diskussion stimmten die Mitglieder des Gemeinderates dem Vorhaben zu, wenn links und rechts die Sandsteinoptik erhalten und ein helles Grau für die Rahmung dazwischen verwendet werde.

Die geplanten Pflasterarbeiten waren Thema in der Marktstraße beim Stadtturm. Bei den Arbeiten im Bereich "Mariensäule" sei ein historischer Keller entdeckt worden, zu dem es aber keinen Zugang gebe. Man habe ihn für kommende Generationen erhalten. Im Bereich der Marktstraße werde das kaputte Pflaster ausgebaut und durch ein funktionierendes ersetzt, erklärte Roland Burger. Das kleinteilige Pflaster werde gegen ein größeres ausgetauscht, weil sich dieses besser im Verbund halte. Auch ein absenkbarer Poller werde installiert. Weiter geht es nun im Bereich "Wilhelmstraße", wo Kosten von rund 164 000 Euro entstehen. Bis Ende 2017 seien die kompletten Klinkerflächen sowie die Abwasser- und Hausanschlüsse fertiggestellt.

Gestaltung noch offen

Ziel war auch das neue Gebäude (Hollergasse) des Mehrgenerationentreffs, der vor eineinhalb Jahr in den angemieteten Räumen der ehemaligen Metzgerei Pfeiffer in der Vorstadtstraße offiziell seine Arbeit aufgenommen hat. Die Gestaltung des Hauses (samt großem Freigelände), das direkt an der "alla hopp!"-Anlage liegt, werde noch Thema sein - Förderung sei beantragt. Konkretisiert habe sich zwischenzeitlich, dass der Landkreis mit einem seiner Pflegestützpunkte - Anlaufstellen zu Fragen rund um das Thema Pflege, Alter und Versorgung mit speziell geschulten Mitarbeitern - in dem kleinen Geschäft beim Haus einziehen wolle. Der Landkreis beabsichtige, stufenweise zwei Pflegestützpunkte einzurichten. Zunächst werde die Einrichtung eines Pflegestützpunkts in Buchen angestrebt. In einem zweiten Schritt könnte in der Folge dann ein weiterer Pflegestützpunkt in Mosbach entstehen.

In Waldhausen beim Besuch des Neubaus des Jugend- und Vereinshauses erfuhr das Gremium, dass wohl in zwei Monaten mit der Fertigstellung zu rechnen ist. Die Nutzung des Hauses, das einen behindertengerechten Zugang erhalten soll, wäre demnach noch in diesem Jahr möglich, offizielle Einweihung wäre 2018.

Die Arbeiten an der Kläranlage Eberstadt seien nahezu abgeschlossen. Die Anlage könne von Buchen aus gesteuert werden und die Leistung sei verdoppelt worden. 2,2 Millionen hat das Projekt gekostet, die Förderung lag bei nahezu 50 Prozent.

Letzter Haltepunkt war der Wartturm oberhalb von Buchen. Hier ging der Technische Dezernent Hubert Kieser auf die Gestaltung des Platzes ein, in die 18 000 Euro geflossen seien. Mit dem Landschaftserhaltungsverband habe man die Bepflanzung abgestimmt. Sowohl eine Kräuter- als auch eine Blumenwiesenmischung seien ausgebracht worden und man habe Obstbäume gepflanzt. Parallel habe der Bauhof die Sitzgruppe neu gestaltet. "Die Anlage präsentiert sich nun nicht nur gut, sondern wird auch gut frequentiert", so Kieser zu dem beliebten Ausflugsziel.