Buchen

Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt Umgestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofs in Buchen und Brandverhütung waren Themen

„Brandschutz ist eine komplexe Aufgabenstellung“

Buchen.Barrierefreiheit ist im Öffentlichen Personennahverkehr ein wichtiger Aspekt. Die entsprechende Umgestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofs in Buchen sowie die damit verbundene städtebauliche Aufwertung des Bahnhofsareals ist derzeit in Planung. Auch die Parkplatzsituation in der Eisenbahnstraße steht hier im Fokus. Bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt gab es eine Zwischeninformation und Vorstellung des entsprechenden Planentwurfs. Mit der Planung wird unter anderem den wachsenden Beförderungszahlen und dem vermehrten Einsatz von Gelenkbussen Rechnung getragen. Auch die Zahl der Haltebuchten soll erhöht werden und alles wird barrierefrei zu erreichen sein, so Bürgermeister Roland Burger und Technischer Dezernent Hubert Kieser.

Brandverhütungsschauen sind wichtig und die Auswirkungen sind danach oftmals in aller Munde. „Brandschutz ist eine komplexe Aufgabenstellung und für die Sicherheit von großer Bedeutung“, stellte Bürgermeister Roland Burger einleitend heraus. Im Jahr 2019 fanden im Bereich der Stadt Buchen bisher zehn Brandverhütungsschauen statt. Fachbereichsleiter Günter Müller stellte die Ergebnisse der Brandschauen in der Stadthalle, der Sport- und Spielhalle, dem Lindensaal, den Dorfgemeinschaftshäusern Hettigenbeuern und Oberneudorf sowie den Mehrzweckhallen in Bödigheim, Eberstadt, Hainstadt, Götzingen und Waldhausen vor. Verschiedene, zumeist kleinere Auflagen wie beispielsweise Fluchtwegekennzeichnungen wurden mittlerweile schon umgesetzt.

Standort und Pflege

Beleuchtet wurde das Spannungsfeld von Standort und Pflege von Alleebäumen in der Kernstadt. Alleen sind wünschenswert und verschönern zweifelsohne das Stadtbild; die Begleiterscheinungen wie viel Laub im Herbst und alles durchdringende Wurzeln werden von den Anwohnern aber oft kritisch beäugt. In der Hainsterbach steht seit 1984 eine Allee aus Blumeneschen. Die Bäume beziehungsweise Wurzeln sind mittlerweile für Verwerfungen im Gehwegbereich verantwortlich. Im vorderen Bereich wurde der Gehweg bereits saniert, dies war ohne Eingriff in den Baumbestand möglich. Es gäbe immer wieder Beschwerden seitens der Anwohner wegen der Höhe der Bäume und dem damit verbundenen Schattenwurf sowie dem Laub. Außerdem beeinträchtigten die Verwerfungen durch die Wurzeln die Verkehrssicherheit auch im weiteren Verlauf des Gehwegs. Die Bäume sind grundsätzlich vital und standsicher, eine Kontrolle durch den Stadtgärtner wird regelmäßig durchgeführt. Die Gehwegsanierung entlang der Straße „In der Hainsterbach“ wird fortgeführt. Sollte sich dabei zeigen, dass einzelne Bäume zu entfernen sind, dann werden diese gefällt. Der Charakter der bestehenden Allee solle jedoch erhalten bleiben.

Auch im Bereich der Hollerbacher Straße wurde vor 20 Jahren eine Allee mit 104 Vogelbeerbäumen gepflanzt. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass der Standort für diese Baumart nicht optimal ist. Diese Situation wurde durch die Trockenperioden der letzten beiden Jahre noch verschärft. So mussten in den letzten Jahren bereits 70 Bäume – allein 2019 30 Bäume – durch Baumhasel ersetzt werden. Weitere notwendige Ersatzbepflanzungen erfolgten ebenfalls mit Baumhaseln.

Der Ausschuss erteilte den Planungsauftrag einschließlich der Bauleitung für den Einbau einer Feststoffrückhaltung für das RÜB 1 Rosenäcker sowie zur weiteren Verbesserung der technischen Einrichtung am RÜB an das Ingenieurbüro Mohn aus Karlsruhe für etwa 75 000 Euro.

Des Weiteren beauftragte der Ausschuss das Ingenieurbüro Sack aus Adelsheim mit der stufenweisen Planung der Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen einschließlich der späteren Bauleitung zur Baugebietserschließung „Höhlenblick“ in Eberstadt für rund 100 000 Euro.

Algenwachstum

Am Hollersee wird hauptsächlich in den Sommermonaten ein enormes Wasserpflanzen- und Algenwachstum festgestellt. Deren Absterben führt zur vermehrten Schaumbildung am Seegrund und zu einer schwierigen Sauerstoffversorgung. In besonders langen Hitzeperioden musste der See deshalb sogar schon mit Pumpen belüftet werden. Es erfolgte nun eine Gewässeruntersuchung durch ein Fachunternehmen. Als erste Handlungsempfehlung wurde vorgeschlagen, in der Hauptwindrichtung (aus Richtung Hollerbach) den doch relativ hohen Bewuchs mit teilweise mehr als 15 Meter hohen Bäumen partiell zu entfernen. Dann trifft der Wind nicht erst in der Seemitte auf die Wasseroberfläche, sondern kann schon in den ufernahen Zonen seine Wirkung erzielen.

Außerdem soll im Bereich des Zulaufs im August/September 2020 der Tümpel unter Regie des Landschaftserhaltungsverbandes entschlammt werden, auch hier muss dann teilweise der Bewuchs auf der Südostseite entfernt werden.

Seit Anfang Oktober sind im Bereich des Hollersees am Hollerbach auch Aktivitäten durch den Biber festzustellen. Durch den Bau eines Biberdammes oberhalb der Fußgängerbrücke wurde die angrenzende Wiese teileweise bis zu 30 Zentimeter tief überflutet. In Zusammenarbeit und gemäß der Handlungsempfehlung des Biberbeauftragten erfolgte eine Öffnung des Biberdammes. Eine vom Biber stark angenagte Pappel stellt für die Spaziergänge eine große Gefahr dar. Der Baum wurde mit einem Drahtgeflecht gesichert, die Fällung ist aber nicht vermeidbar. stv

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