Buchen

Ausstellung im Rathaus „Umbruch Ost – Lebenswelten im Wandel“ bis Ende November zu sehen

Bewegender Rückblick auf die Wiedervereinigung

Archivartikel

Buchen.Der Tag der deutschen Wiedervereinigung jährte sich am 3. Oktober zum 30. Mal und ist deshalb derzeit in aller Munde. Bis Ende November wird im Foyer des Buchener Rathauses die thematisch passende Ausstellung „Umbruch Ost – Lebenswelten im Wandel“ gezeigt. Diese widmet sich dem gesamtdeutschen Alltag seit 1990. Die 20 Tafeln der Ausstellung widmen sich der historisch-politischen Bildung. Auf den Ausstellungstafeln verlinken QR-Codes auf Zeitzeugeninterviews des NDR.

Erfahrungen der Ostdeutschen

Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf 30 Jahre deutsche Einheit, im Zentrum stehen dabei die Umbruchserfahrungen der Ostdeutschen. Auf den Tafeln werden in Bild und Text die Erwartungen und das Vertrauen, das die Ostdeutschen mit der Wiedervereinigung verbunden hatten, thematisiert.

Die Ausstellung ruft auch die innerdeutsche Solidarität und Hilfsbereitschaft in Erinnerung. Erzählt wird von den Neuanfängen und Aufbrüchen und vom Willen, die SED-Diktatur aufzuarbeiten. Dokumentiert wird auch die Verzweiflung, die mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging und die Verlusterfahrungen und Ängste, welche die 1990er Jahre in Ostdeutschland prägten. Weitere Themen sind die Gleichzeitigkeit von Sanierung und Rückbau der ostdeutschen Städte, die Situation der Frauen und Familien und eine Jugendkultur zwischen Techno, Punk und Rechtsradikalismus. Der Autor der Ausstellung ist der Historiker und Publizist Stefan Wolle, Herausgeber sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.

Die Bildertafeln können noch bis Ende November an Wochentagen zwischen 8 Uhr und 16 Uhr im Rathausfoyer besichtigt werden.

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