Buchen

DRK-Kreisverband Buchen Beim 57. Internationalen Frohburger ADAC-Dreieckrennen für Motorräder bei der Bewältigung der sanitätsdienstlichen Absicherung an der Rennstrecke unterstützt

Bereits zum 28. Mal beim Partnerverband im Einsatz

Archivartikel

Buchen.Das 57. Internationale Frohburger ADAC-Dreieckrennen für Motorräder war das Ziel, das 14 Rotkreuzler ansteuerten. Mit zwei Krankenwagen und zwei Mannschaftstransportern ging es nach Sachsen, um den dortigen DRK-Kreisverband Geithain bei der Bewältigung der sanitätsdienstlichen Absicherung an der Rennstrecke zu unterstützen. Seit der deutschen Wiedervereinigung unterstützen sich die beiden Partnerkreisverbände gegenseitig. Die Sachsen nahmen die Helferschar aus Baden erneut gastfreundschaftlich auf und hatten auch ein informatives Besichtigungsprogramm nach Leipzig organisiert.

Alle Streckenposten und das Zentrum waren beim ersten Lauf des Zeittrainings und der ersten drei Läufe ab 8 Uhr komplett besetzt. Für die Sanitäter rund um die Strecke war erst nach dem letzten Rennen kurz vor 18 Uhr „Schichtende“. Der zweite Renntag mit den abschließenden Rennen forderte die Sanitäter infolge von Zeitverzögerungen wegen Unfällen bis in die Abendstunden.

In insgesamt 13 Klassen kämpften 452 Fahrer aus 17 Nationen vor rund 40 000 begeisterten Besuchern um Trophäen und Punkte. Natürlich „schoben“ die Rotkreuzler „keine ruhige Kugel“, denn es gab genügend Stürze und auch zwei ernsthafte Unfälle zu bewältigen. Ausgerechnet die beiden schwersten Unfälle der gesamten Renntage ereigneten sich bei den mit Badenern und Sachsen gemischten Streckenposten. Zum Auftakt des dritten Trainings mussten die Sanitäter sogar die Hilfe der Feuerwehr in Anspruch nehmen, um einen verunfallten Rennfahrer mit der Rettungsschere aus einem Zaun zu befreien, der rund 60 Meter von der Piste entfernt war. Der zweite schwere Unfall ereignete sich im letzten Rennen, als der zweit platzierte Fahrer des Laufs bei seinem Sturz rund 50 Meter durch die Luft in ein angrenzendes Feld wirbelte. Seine Maschine indessen schlitterte etwa 400 Meter weiter auf der Rennpiste entlang. Gerade an diesem Teil der Strecke wurden Geschwindigkeiten von fast 300 Stundenkilometern gemessen, so dass sich jeder kleinste Fahrfehler oder jede Veränderung der Fahrbahnbeschaffenheit dramatisch auswirken konnte. Glücklicherweise kamen keine Zuschauer zu Schaden.

In beiden Fällen war nach der Bergung, ein Transport mit einem Rettungswagen zum Medical Center und dann Weitertransport per Hubschrauber „Christoph 26“ in die Uni-Klinik Leipzig notwendig. Daneben bewältigte das Sanitätspersonal die übrigen Unfälle, die nicht so dramatisch verliefen, völlig routiniert und reibungslos.

Landrat Henry Graichen war beim Besuch des Medizinischen Zentrums über die Anwesenheit und die Hilfe der Sanitäter aus dem Kreisverband Buchen erfreut, da er mit Landrat Dr. Achim Brötel gemeinsam in bundesweiten Ausschüssen sitzt und somit eine persönliche Beziehung zur nordbadischen Region unterhält.

Durch den Unfall und die notwendigen Rettungs- und Säuberungsmaßnahmen verzögerte sich der Rennablauf um rund 90 Minuten. Erst danach konnten die DRK-Sanitäter aus dem Odenwald die vierstündige Heimreise antreten.

Zum 28. Mal waren die Ehrenamtlichen aus dem DRK-Kreisverband Buchen bei ihrem Partnerverband im Einsatz. Unter der Leitung von Joachim Sieber (Hardheim) war das Team aus dem Kreisverband Buchen mit Beate Zich (Buchen), Ayleen Adelmann, Sabrina Eschenbach, Bianca Klingert, Vera Stolzenberger (alle Hardheim), Benno Henn, Timo Häfner, Johanna Hilpert, Bernhard Streckert, Fabian Streckert, Kim Weber, Wolfgang Weber (alle Höpfingen) und Robin Arns (Sennfeld/Eberbach) im Einsatz. Sie alle waren an beiden Tagen rund um die Strecke Teil eines ehrenamtlichen Aufgebots von 93 Einsatzkräften des DRK aus Sachsen und Baden sowie weiterer 70 Helfer des Motorsportclubs Frohburg. hs

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