Buchen

Kindergarten „Sankt Anna“ Hainstadt Henriette Dörr nach 45 Arbeitsjahren in den Ruhestand verabschiedet

Beliebte Kollegin, Wegbegleiterin und Freundin

Hainstadt.Im Rahmen einer Feierstunde wurde die Leiterin des Kindergartens „Sankt Anna“, Henriette Dörr, nach 45 Arbeitsjahren in den Ruhestand verabschiedet. Unermüdlich leitete sie die Geschicke der Einrichtung. Die Schulanfänger eröffneten die Feier mit dem Rap „Hallo guten Tag wir fangen jetzt an“ und hießen die Gäste willkommen.

Für den Träger des Kindergartens würdigte Pfarrer Johannes Balbach die Arbeit von Henriette Dörr. In seiner Rede betonte er ihre Zuverlässigkeit und hob die gute Zusammenarbeit hervor. Gemeinsam galt es, viele Herausforderungen zu bewältigen, wie zum Beispiel die Spielplatzerweiterung, verschiedene Umbaumaßnahmen und die Vergrößerung der Einrichtung in den zurückliegenden beiden Jahren. Außerdem erwähnte Balbach, dass sie nicht nur Erzieherin, Bürokraft und Managerin war, sondern in erster Linie Mensch. Ihr christlicher Glaube habe sie in ihrer Arbeit mit Kindern, Eltern und dem Team gestärkt.

Bürgermeister Roland Burger betonte, dass der Name „Dörr“ in Hainstadt stets für den Kindergarten stand. Mehr als vier Jahrzehnte habe sie beständige und hervorragende Arbeit geleistet. „Viele heutige Eltern waren selbst schon Kindergartenkind bei ihr in der Einrichtung, einzelne davon hat sie auf ihrem Weg zur Erzieherin begleitet“, so Burger. Zum Abschied überreichte er ihr unter anderem ein Glas „Buchener Honig“ zur Versüßung des Ruhestands.

Elternbeiratsvorsitzende Diana Schwarz-Berberich dankte für „tausend Dinge“ wie Nase putzen, trösten, singen und spielen. Außerdem auch für das stets offene Ohr, wenn es um die Belange, Sorgen und Nöte der Eltern ging.

Schwarz-Berberich überreichte gemeinsam mit den Kindern selbstgestaltete Keilrahmen mit den Gruppensymbolen der Einrichtung und den Fingerabdrücken der Kinder. „Diese Abdrücke stehen stellvertretend für die vielen Spuren, die Henriette bei den Kindern hinterlassen hat“, so die Elternbeiratsvorsitzende.

Als Teamälteste erinnerte Monika Schöllig an die Anfänge des Kindergartens vor 41 Jahren mit einem Team von vier Erzieherinnen und einer Vorpraktikantin. Im Laufe der Zeit sei die Belegschaft 17 Personen mit unterschiedlichem Arbeitsumfang gewachsen. Aus vier Regelgruppen wurden sieben Gruppen mit verschiedenen Betreuungsformen und Öffnungszeiten.

„Henriette Dörr war immer für ihr Team da, nicht nur als Chefin, sondern auch als Kollegin, Wegbegleiterin und Freundin“, so Schöllig. Fünf Dienstgeber hat sie während ihrer Arbeitszeit erlebt und durchgestanden. Das Wohl der Kinder habe ihr stets am Herzen gelegen. „Die Lebensfreude der Kinder, das Strahlen und Lachen gaben ihr die Kraft, diesen Beruf so lange Zeit auszuüben.“

Im Anschluss trugen die Schulanfängerkinder das Lied „Du sagst nun Ade, dem ganzen Laden hier“, welches wegen der Corona-Beschränkungen als Gedicht umgestaltet werden musste, vor.

Ursula Link und Claudia Hoffert ließen die Arbeitsjahre von Henriette Dörr in einem Gedicht nochmals Revue passieren. Viele bunte Schokokugeln symbolisierten verschiedene Eigenschaften ihrer „Chefin“. Das Team bedankte sich mit Blumen und einer Wunschbox. Der Inhalt soll dabei helfen, Träume und Wünsche der nun folgenden Zeit zu erfüllen. Henriette Dörr betonte am Ende der Feierstunde mit einem lachenden und einem weinenden Auge, dass für sie der Kindergarten immer an erster Stelle gestanden habe.

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