Buchen

Seniorenbegegnung in Hainstadt Mitglieder und Gäste berichteten von ihren Tipps

Austausch über die Kunst des Älterwerdens

Archivartikel

Hainstadt.Das Team der Seniorenbegegnung Hainstadt überraschte kürzlich die teilnehmenden Senioren zur Begrüßung in der Pfarrscheuer mit dem Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, vorgetragen von Brigitte Döllinger, und mit Motivationskarten über die Vielfalt im Alter.

„Alt sein ist ein herrlich Ding, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt“, und „Wer alt werden will, muss rechtzeitig damit anfangen“ forderten in den Kleingruppen zum Nachdenken auf. „Humor, Liebe und Aufmüpfigkeit sind die besten Mittel gegen das Alter“ und „Wenn du keinen alten Menschen zu Hause hast, so leihe dir einen“ wurden mit Schmunzeln aufgenommen und besprochen. Eine balinesische Legende erzählte nun den Teilnehmern eindrucksvoll, wie notwendig für eine Gesellschaft alte Menschen sind, um das Gespür für das rechte Maß nicht zu verlieren.

Persönliche Erfahrungen

Annemarie Münch, Vorsitzende des „Forums Älterwerdens“ in Wagenschwend und Balsbach, schilderte im weiteren Nachmittag ausgehend vom Buch „Die hohe Kunst des Älterwerdens“ von Anselm Grün einige Schwerpunkte, verbunden mit ihren persönlichen Erfahrungen. So übermittelte sie, dass es für sie in ihrer Biografie wichtig war, sich mit der Einsamkeit auseinanderzusetzen, sie positiv anzunehmen und zu gestalten.

„Aktiv sein und bleiben“

Die Interviews zur Kunst des Älterwerdens „Wie Du und Ich“ starteten mit Maria Tengler, die vor einigen Tagen 93 Jahre alt wurde und jetzt als Älteste in der Gemeinschaft mit einem Lied und einem Blumen-Geschenk gefeiert wurde. „Aktiv sein und bleiben“ ist ihr Mantra, das sie allen mitgeben kann. Unter Menschen gehen wie in die Seniorenbegegnung, die Beschwernisse im Alter anzunehmen, in Bewegung zu bleiben („Auch die Bügelwäsch´ mache ich noch“) und das tägliche Gebet sind ihr wichtig.

In weiteren Interviews stellten sich Margarete Müller-Saum, Heinrich Wölfelschneider und Pfarrer i.R. Werner Bier den Fragen. In ihrer Kunst des Älterwerdens wurde neben individuellen Wegen Gemeinsames erkennbar und sichtbar: Immer wieder wurden die geistige Gesundheit – etwa durch lesen und informieren – und die körperliche – durch Treppen steigen, laufen und Sportabzeichen – sowie die Übernahme von Aufgaben und Verantwortung in der Gesellschaft angesprochen.

Wolfgang Krettek stellte zum Abschluss drei Bücher zum Thema des Nachmittages vor von Gerald Hüther („Raus aus der Demenzfalle!“), Hermann Hesse („Mit der Reife wird man immer jünger“) und Kerstin Schweighöfer („100 Jahre Leben“). Mit einer Leseprobe über „Lebensmut“, die 100-Jährige als konstituierend für ihre Leben kennzeichneten, und mit dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse ging der Nachmittag zu Ende.

Nächstes Treffen am 21. November

Die nächste Seniorenbegegnung ist am 21. November die Elisabethfeier zusammen mit der Frauengemeinschaft. Beginn ist um 15.30 Uhr mit dem Vortrag von Jutta Biermayer zur „Kinderhilfe Bethlehem“, um 18.30 Uhr folgt der Gottesdienst mit Krankensalbung in der Kirche St. Magnus in Hainstadt.

Zum Thema