Buchen

Dieter Weber verabschiedet Viel Lob für das Engagement des langjährigen Ortsvorstehers von Waldhausen

Auch beim Arbeiten an vorderster Front

In einem feierlichen Rahmen wurde der langjährige Waldhausener Ortsvorsteher Dieter Weber von Bürgermeister Roland Burger sowie Webers Nachfolger Alexander Leix verabschiedet.

Waldhausen. Waldhausens Ortsvorsteher Alexander Leix war es vorbehalten, eingangs die zahlreichen Gäste zu begrüßen. Mit Dieter Weber gehe, so Leix, ein langjähriger Wegbegleiter in den verdienten Ruhestand der ein Viertel Jahrhundert lang die Geschicke Waldhausens maßgeblich mitgeprägt, der Verantwortung für seinen Heimatort übernommen hatte. Der Waldhausener Ortschaftsrat, die örtlichen Vereine, Waldhausens Einwohner und auch er ganz persönlich sagen „Danke“ und wünschten alles Gute im Ruhestand.

Bürgermeister Burger verspürte nach seinen Worten schon etwas Wehmut bei Webers Verabschiedung, verliere er damit nicht nur einen langjährigen Wegbegleiter, sondern ein originelles, stimmgewaltiges Mitglied seines Gremiums. Am 1. Oktober 1994 erhielt Weber erstmals die Ernennungsurkunde zum Ortsvorsteher, ein Akt der sich im Fünf-Jahres-Rhythmus noch vier Mal wiederholte. In dieser langen Schaffensperiode brachte Weber seinen Stadtteil Waldhausen wesentlich voran.

Bilanz kann sich sehen lassen

Die Bilanz könne sich durchaus sehen lassen, wurden doch in dieser Zeit unter anderem das Rathaus und der Kindergarten renoviert. Die Sporthalle erhielt einen Bühnenanbau und auf dem Friedhof wurden eine Urnengräberanlage geschaffen. Besonders in Erinnerung geblieben sei allen sicherlich die 700-Jahrfeier im Jahr 2006, die der Heimatverein „Waldhausen 2006“ mit Dieter Weber an der Spitze vortrefflich organisiert hatte. Die Ortsrufanlage, eine der wenigen in ganz Baden-Württemberg wurde saniert und mit dem Bürgertreff am Dorfbrunnen brachte Weber ein Projekt zum Laufen, das ihm ganz besonders am Herz läge. Ein markantes Ereignis in Webers Amtszeit war auch der Brand in der ehemaligen Schulbaracke, die aber zwischenzeitlich wieder aufgebaut sei und von Gesangverein und der örtlichen Jugend auch rege genützt werde. Und bei all diesen Maßnahmen war Weber immer an vorderster Front, wenn es galt, mit Eigeninitiative Hand an zu legen, wenn Eigenleistungen gefordert waren.

Die Bilanz nötige ihm, so Burger, allen Respekt ab, und dies umso mehr, da er sehr gut wisse, dass die Arbeit als Ortsvorsteher zwar sehr viele erfreuliche Momente habe, aber eben auch viele negative Ereignisse mit sich bringe, wie zum Beispiel die immer noch nicht abgeschlossene Abrechnung der Straße „Am Birkenflur“.

Klare Haltung

Er selber, so Burger abschließend, verliere mit Weber einen verlässlichen Freund, dessen klare Haltung und offenes Wort er immer geschätzt habe. Die offizielle Verabschiedung im Buchener Gemeinderat werde in dessen Jahresabschlusssitzung am 13. Dezember im Alten Rathaus stattfinden. Abschließend überreichte Burger Weber ein Präsent der Stadt sowie Blumen für dessen Ehefrau und die Grüße von Landrat Dr. Achim Brötel.

Ortsvorsteher Leix und seine Ratskollegen hatten sich ebenfalls Gedanken gemacht, ob eines passenden Abschiedsgeschenks und laden das Ehepaar Weber zu einem stilvollen Wochenende nach Wertheim ein.

Anschließend nahm Bürgermeister Burger weitere Ehrungen von aktiven und ausgeschiedenen Ortschaftsräten vor. Für ihren 30-jährigen Einsatz als Ortschaftsrat wurden Thomas Haber und Karlheinz Weber mit der Ehrennadel des Deutschen Städtetages in Gold ausgezeichnet. Ebenfalls geehrt wurden die scheidenden Räte Wolfgang Zehr (2004-2019) und Heike Nawotka (2014-2019).

Seit zehn Jahren im Amt und ebenfalls geehrt wurden die aktiven Ortschaftsräte Rainer Koller, Alexander Leix und Christian Schulze.

Den Schlusspunkt unter den offiziellen Teil setzte Dieter Weber – nein, nicht mit einer „Bekanntmachung“, sondern mit seinem Dank an alle, die ihn in all den Jahren begleitet hatten, allen voran der Ortschaftsrat Waldhausen, hier ganz besonders Thomas Haber und Karlheinz Weber. Sein Dank galt der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Roland Burgers an der Spitze, aber genauso allen Beschäftigten auf dem Rathaus und insbesondere auch im Bauhof, wo er immer ein offenes Ohr und eine helfende Hand gefunden habe. Besonders erwähnte Weber auch die Mitarbeiter der Stadt, die ihn hier vor Ort im Rathaus in Waldhausen immer vorbildlich unterstützt hätten.

Auch Weber ging nochmals auf die zahlreichen Maßnahmen zum Wohle „seiner“ Ortschaft und ihrer Bürger ein. Detailliert berichtete er von der „Entstehungsgeschichte“ des Bühnenanbaus der Sporthalle, die ohne die massiven Eigenleistungen ebenso wenig hätten realisiert werden können wie der neue Bürgertreff am Dorfplatz. Beides wichtige Maßnahmen für die Waldhausener Vereine, die ja mitentscheidend für das dörfliche Miteinander die in Waldhausen seien.

Mit den besten Wünschen für den neugewählten Ortschaftsrat mit Alexander Leix an der Spitze schloss Weber seine Dankesworte, ehe man gemeinsam die „Schlacht am kalten Büffet“ in Angriff nahm. woli

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