Buchen

Pilotprojekt der Stadt Buchen und des Arbeitskreises Gerontopsychiatrie In Hainstadt und Hettingen sollen Demenzbetroffene ein würdevolles Leben führen können / Auftaktveranstaltung am 12. März

Angebote und Strukturen sollen geschaffen werden

Archivartikel

Buchen.Mit dem Pilotprojekt „Demenzfreundliche Kommune, Demenzkranke Menschen mitten im Leben“ sollen in Hainstadt und Hettingen Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in das soziale Leben ihrer Kommune,

In Deutschland leben derzeit etwa 1,7 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Umgerechnet auf die Stadt Buchen bedeutet das eine Zahl von rund 400 Erkrankten.

Da die etablierten professionellen medizinischen Versorgungsstrukturen nur unzureichend in der Lage sind, eine der Gesamtproblematik angemessene Betreuung von Patienten und An gehörigen zu gewährleisten, ist es in Zukunft zwingend erforderlich, neue Wege zu beschreiten, um ein möglichst langes Verbleiben der Erkrankten in ihrem angestammten Quartier zu ermöglichen. Angesichts der demografischen Entwicklung mit einem immer höheren Anteil älterer und damit auch demenzkranker Menschen werden daher zunehmend von bundes-und landespolitischer Ebene Projekte zur besseren Integration dieser Menschen in das Leben innerhalb der Gemeinde gefördert. Der Arbeitskreis Gerontopsychiatrie Neckar-Odenwald-Kreis hat in den letzten Jahren ein umfangreiches Netzwerk zur Verbesserung der Versorgung demenzkranker Menschen und ihrer Angehörigen im Kreis aufgebaut. Gemeinsam mit der Stadt Buchen – in Absprache mit den Ortschaftsverwaltungen Hainstadt und Hettingen – soll nun unter dem Titel „Demenzfreundliche Kommune, Demenzkranke Menschen mitten im Leben“ ein Pilotprojekt in den Ortsteilen Hainstadt und Hettingen gestartet werden zum Aufbau lokaler Strukturen für ein würdevolles Leben Demenzbetroffener in ihrer jeweiligen Gemeinde. Für dieses Projekt hat die Stadt Buchen gemeinsam mit dem Arbeitskreis im Rahmen des Sonderprogramms „Quartier 2020“ Fördergelder vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg erhalten. Ziel ist die bessere Integration von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen in das soziale Leben der Kommune, losgelöst von professionellen Angeboten. Dazu gehören die Ernennung eines „Demenzbeauftragten“ und die Schaffung von Angeboten und Strukturen in den Gemeinden auf Vereins-, Kirchen- und Verwaltungsebene, um den betroffenen Menschen trotz ihrer Einschränkungen ein gutes Leben in der Gemeinde zu ermöglichen.

Auftaktveranstaltung für alle Interessierten zur Präsentation des Projektes ist am Donnerstag, 12. März, um 18.30 Uhr in der Pfarrscheune in Hainstadt. Zur Einführung in die Thematik wird dabei das Theaterstück „Herzig Dement“ aufgeführt.

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