Buchen

Personelle Veränderung Martin Fessner arbeitet seit Jahresbeginn beim Landeskriminalamt / Nachfolger ist Werner Broßmann

Amtswechsel beim Buchener Polizeirevier

Archivartikel

Buchen.Weil die ursprünglich für das Spätjahr geplante öffentliche Veranstaltung zum Wechsel an der Führungsspitze des Polizeireviers Buchen aufgrund der Corona-Lage abgesagt werden musste, fand stattdessen am Freitag eine kleine interne Veranstaltung anlässlich des Amtswechsels statt.

Zusammen mit der stellvertretenden Leiterin der Schutzpolizeidirektion, Polizeidirektorin Eva Weispfenning, war Polizeipräsident Hans Becker nach Buchen gekommen, um einerseits Ersten Polizeihauptkommissar Werner Broßmann, der das Polizeirevier bereits seit Anfang des Jahres leitet, nochmals offiziell zu begrüßen. Vor allem aber waren die Beiden vor Ort, um andererseits den ehemaligen Leiter der Dienststelle, Kriminaldirektor Martin Fessner, gebührend zu verabschieden.

Aus Külsheim stammend

„Wir haben lange gehofft, den Amtswechsel in einer öffentlichen Veranstaltung begehen zu können, insbesondere, weil ein Revierleiter immer der erste polizeiliche Ansprechpartner vor Ort ist und sein Wirken in der Zusammenarbeit mit den lokalen Kooperationspartnern auch immer in die Öffentlichkeit wirkt. Die Corona-Lage lässt dies aber aktuell nicht zu“, eröffnete Polizeipräsident Becker das Treffen der Führungskräfte im Buchener Polizeirevier, dessen Hausherr der aus Külsheim stammende Martin Fessner genau sechs Jahre lang war.

Der 47-Jährige übernahm das Revier zu Jahresbeginn 2014, zeitlich parallel zur Umsetzung der Polizeireform. Als gelernter Kriminalist und ehemaliger Leiter der Tauberbischofsheimer Kripo war der Hobbysportler gerne zur Schutzpolizei gewechselt und suchte eine neue Herausforderung „in Uniform“.

In Buchen fand er ein neues Dienstgebäude und hervorragende Arbeitsbedingungen vor, vor allem aber traf er „auf hochmotivierte Kollegen, die mir die Einarbeitung leicht gemacht haben und zu denen ich auch heute noch einen guten Kontakt pflege“. Nachhaltig beeindruckt ist Fessner auch davon, welch gutes Ansehen die Polizei im Bereich Buchen hat und wie gut und unkompliziert die Zusammenarbeit mit den benachbarten Stellen ist.

Schwierige Einsätze

In den sechs Jahren gab es aber auch zahlreiche Einsatzlagen, die bewältigt werden mussten. Stellvertretend erinnerte der ehemalige Revierleiter an den Ausbruch eines Zirkuselefanten im Jahr 2015 in Buchen, der ein Menschenleben forderte und aufgrund dieser Dramatik internationales Medieninteresse hervorrief. Auch die Flüchtlingskrise, in der zahlreiche Schutzsuchende in den Neckar-Odenwald-Kreis kamen, stellte das Polizeirevier Buchen vor neue Aufgaben. Mit seinen Kollegen gelang es Fessner jedoch stets, dass die Menschen im Zuständigkeitsbereich des Polizeirevier Buchen nicht nur sicher leben, sondern sich auch sicher fühlen können.

Auch Polizeidirektorin Eva Weispfenning kann dies nur bestätigen: „Die Aufklärungsquote im Bereich Buchen erreicht seit Jahren einen Spitzenwert, auch im mehrjährigen Landesvergleich. Dies ist ein Verdienst des gesamten Teams, vor allem aber des Teamchefs.“ Dieser gibt sich bescheiden: „Verantwortlich für die gute Arbeit sind insbesondere die Mitarbeiter. Wir können stolz auf das Erreichte sein und unsere Ergebnisse, zum Beispiel in der Verkehrssicherheitsarbeit sowie bei der Kriminalitätsbekämpfung können sich sehen lassen.“

Mit Kriminalitätsbekämpfung, vor allem mit Cyber-Kriminalität, hat auch die neue Aufgabe des 47-Jährigen zu tun. Beim Landeskriminalamt in Stuttgart leitet er seit Anfang des Jahres das TKÜ-Kompetenzzentrum und ist damit verantwortlich für technische Aufklärungs- und Überwachungsmaßnahmen. „An die sechs Jahre in Buchen denke ich gerne zurück, aber ich hatte Lust auf eine neue berufliche Herausforderung“, lässt der Kriminaldirektor wissen.

„Unter diesen Umständen kann ich den Wechsel von Martin Fessner absolut nachvollziehen“, gibt Polizeipräsident Becker zu und ergänzt: „Mit ihm war das Polizeirevier Buchen optimal besetzt. Ich bin sehr froh, dass wir mit Werner Broßmann einen adäquaten Nachfolger für diese wichtige Position gefunden haben.“

Das Polizeirevier Buchen mit knapp 70 Mitarbeitern ist im nördlichen Neckar-Odenwald-Kreis für elf Gemeinden zuständig und beheimatet die drei Polizeiposten Adelsheim, Walldürn und Hardheim.

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