Buchen

Arzteinsatz in Tansania Auch in diesem Sommer war die Hainstadter Allgemein- und Naturheilärztin Dr. Claudia Assimus unterwegs

Ärzte haben die Krankenstation weiter ausgebaut

Archivartikel

Hainstadt.Die Hainstadter Allgemein- und Naturheilärztin Dr. Claudia Assimus war wieder in Tansania unterwegs, um die Menschen beim Aufbau der medizinischen Infrastruktur zu unterstützen.

Die Reise führte zunächst nach dem mit 1500 Meter hochgelegene und damit recht kühlen Karatu, 120 Kilometer nordwestlich von Arusha. Dort war man untergebracht in dem modern angelegten St. Catherine Kloster der Benedikterinnern, die dort autark leben, unter anderem mit Schweine- und Rinderzucht, Maisanbau und - maismühle, eigenen Obstplantagen mit Bananen, Papaya und Gemüse. Die fröhliche Atmosphäre bei den jungen Schwestern wird den Reisenden noch lange in Erinnerung bleiben.

Das alltägliche Leben einer Familie lernte man bei einer befreundeten Familie in Babati kennen, zwei Zimmer, ein Innenhof mit der Feuer-Kochstelle, einfachste sanitäre Anlagen, aber doch glücklich eingebunden in Nachbarschaft und Kirchengemeinde.

Dieses Mal wollte das Glück, dass man gemeinsam einen Tag Safari erleben konnte im Ngorongori Krater, unter anderen mit den Big Five: Herden von Elefanten, Spitzmaulnashörnern, afrikanischen Büffeln, Löwen und Leoparden – ganz nah.

Dann folgte der humanitäre Einsatz nahe Mwanza, der Stadt der Felsen am Victoriasee. Dort geht es um den Aufbau eines sehr lebendigen Sozial- und Begegnungszentrums „Hand in Hand“, eine staatlich anerkannte Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) der tansanischen Sozialarbeiterin Flora Lufarano.

Dieses Jahr haben die Ärzte die Krankenstation weiter ausgebaut und täglich auf Basis der Naturheilkunde behandelt, auch durch psychosozialen Rat weiterhelfen können. Grundlage ist das Konzept von Anamed ( Aktion, Natur, Medizin in den Tropen). Heilpflanzen wie Moringa, Artemisia annua A3, Chili und Lemmon Gras werden um das Zentrum angebaut und geerntet, neues Land konnte aus Spendengeldern erworben werden.

In einem kleinen Shop werden die Naturheilöle und Tees verkauft sowie selbst genähte, schöne Handtaschen. Diese kleinen Einkünfte machen die Frauen selbstbewusster.

Jeden Monat, auch während des Aufenthaltes, wird nun ein fünftägiges Anamed-Seminar angeboten, was sehr gut angenommen wird. Samstags treffen sich etwa 20 Kinder im Zentrum, um gemeinsam zu singen, zu malen, zu lernen, wobei ihnen Porridge, Heiltee und ein warmes Mittagessen, Ugali mit Bohnen, angeboten wird – diese Treffen sind ein Segen für diese Kinder , die ihr Strahlen und Lachen zurückschenken. Immer wieder gelte es, persönliche Kontakte zu vertiefen, Einladungen der gastfreundlichen Frauen aus der Nachbarschaft anzunehmen und deren Bedürfnisse zu erfragen, eindrücklich dokumentiert in über 100 Fragebogen – Grundbedürfnisse wie Nahrung, Kleidung und medizinische Versorgung, aber auch Zuschüsse für das Schulgeld, zu Ausbildungen oder Geschäftsgründungen. „Trotz allem Staub, einfachen Lebensbedingungen, unendlich scheinendem Warten in Geschäften lädt die fröhliche Atmosphäre, mitgeprägt durch einen offenen, tiefen Glauben, der jederzeit erlaubt mit Gott zu sprechen, Musik und Tanz ein zum Wiederkommen und Einsatz“, so Dr. Assimus.

Zum Thema