Buchen

Gemeinderat tagte Doppelhaushalt 2020/21 beschäftigte das Gremium / Die liquiden Mittel sinken zum Jahresende 2021 auf 6 976 917 Euro

36 Millionen Euro werden investiert

Der Doppelhaushalt 2020/21 ist beschlossene Sache. Einstimmig stellte sich der Gemeinderat am Montag hinter das Zahlenwerk, das 36 Millionen Euro an Investitionen aufweist.

Buchen. Geschlossen stimmte das Gremium am Montag im Bürgersaal des Alten Rathauses der Haushaltssatzung mit Haushaltsplan, Finanzplan und Investitionsprogramm der Stadt Buchen für die Haushaltsjahre 2020/2021, der Haushaltssatzung mit Haushaltsplan der Stiftung „Spitalfonds Buchen“ für die Haushaltsjahre 2020/2021 und dem Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes Energie- und Dienstleistungen Buchen (EDB) für 2020 zu.

Im Gesamtergebnishaushalt 2020 belaufen sich die ordentlichen Erträge auf 48 108 207 Euro und die ordentlichen Aufwendungen auf 46 081 501 Euro. Somit übersteigen die Erträge die Aufwendungen und führen zu einem ordentlichen Ergebnis in Höhe von 2 026 706 Euro. Die geplanten, als ordentliche Aufwendungen zu erwirtschaftenden Abschreibungen, belaufen sich auf 4 725 538 Euro. Diesen Abschreibungen stehen Erträge aus der Auflösung von Zuweisungen und Beiträgen in Höhe von 1 836 978 Euro gegenüber. Die Hebesätze bei den Grundsteuern A und B und bei der Gewerbesteuer bleiben im Jahr 2020 unverändert.

Der Gesamtpersonalaufwand beläuft sich im Haushalt auf 10 797 445 Euro. Er liegt damit um 438 902 Euro über dem Gesamtansatz des Jahres 2019. Bei der Kreisumlage geht man derzeit von einem Hebesatz von 31 Prozentpunkten für das Jahr 2020 aus. Im Vergleich zum Vorjahresansatz entsteht somit ein Mehraufwand von 750 800 Euro. Unter dem Strich kann im Haushaltsplan 2020 erneut ein Haushaltsausgleich erreicht werden.

Im Gesamtergebnishaushalt 2021 belaufen sich die ordentlichen Erträge auf 47 715 852 Euro und die ordentlichen Aufwendungen auf 49 034 833 Euro. Somit ergibt sich als ordentliches Ergebnis im Plan ein Minus in Höhe von 1 318 981 Euro. Die geplanten, als ordentliche Aufwendungen zu erwirtschaftenden Abschreibungen, belaufen sich auf 4 684 507 Euro. Dem gegenüber stehen Erträge aus der Auflösung von Zuweisungen und Beiträgen in Höhe von 1 768 987 Euro. Die Hebesätze bei den Grundsteuern A und B und bei der Gewerbesteuer bleiben auch im Jahr 2021 unverändert.

Ergebnisrücklagen nötig

Der Gesamtpersonalaufwand beläuft sich im Haushalt auf 11 400 283 Euro. Er liegt damit um 602 838 Euro über dem Gesamtansatz des Jahres 2020. Bei der Kreisumlage geht man von einer Anhebung des Hebesatzes von 31 auf 33 Prozentpunkte ab dem Jahr 2021 aus. Im Vergleich zur Vorjahresberechnung entsteht somit ein Mehraufwand von 631 030 Euro. Die errechnete Kreisumlage liegt im Plan bei 8 945 830 Euro. Ein Haushaltsausgleich ist nur durch die Verwendung von Ergebnisrücklagen aus Vorjahren möglich.

Der Gesamtfinanzhaushalt 2020 enthält Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit in Höhe von 46 020 812 Euro, denen Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit mit 41 355 963 Euro gegenüberstehen. Der für die Kredittilgung und Finanzierung von Neuinvestitionen zur Verfügung stehende Zahlungsmittelüberschuss des Ergebnishaushalts beträgt somit 4 664 849 Euro.

Baumaßnahmen vorn

Die Auszahlungen für Investitionen belaufen sich auf 20 170 980 Euro, liegen damit 6 911 255 Euro über dem Vorjahresniveau. Die Baumaßnahmen bilden mit einem Betrag von 15 513 800 Euro die größte Position. Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten sind in Höhe von 3 000 000 Euro eingeplant. Da die anstehenden Auszahlungen jedoch nicht vollständig gedeckt werden, ist ist eine Abnahme des Finanzierungsmittelbestands von 9 710 856 Euro eingeplant, wodurch sich die liquiden Mittel zum Jahresende auf 16 218 144 Euro belaufen werden.

Der Gesamtfinanzhaushalt 2021 enthält Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit in Höhe von 45 697 399 Euro, denen Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit mit 44 350 326 Euro gegenüberstehen. Der für die Kredittilgung und Finanzierung von Neuinvestitionen zur Verfügung stehende Zahlungsmittelüberschuss des Ergebnishaushalts beträgt somit 1 347 073 Euro. Die Auszahlungen für Investitionen belaufen sich auf 16 124 300 Euro, liegen damit um 4 046 680 Euro unter dem Vorjahresniveau, aber weiter auf einem hohen Level. Die Baumaßnahmen bilden mit einem Betrag von 14 610 000 Euro die größte Position. Eingeplant ist eine Abnahme des Finanzierungsmittelbestands in Höhe von 9 241 227 Euro, wodurch sich die liquiden Mittel zum Jahresende auf 6 976 917 Euro reduzieren werden.

In den Finanzplanungsjahren 2022 bis 2024 sind Kreditaufnahmen in spürbarer Größenordnung geplant. Letztlich wird aber die Entwicklung der Liquidität im konkreten Haushaltsjahr zeigen, ob, wann und in welcher Höhe Darlehen benötigt werden.

Stiftung „Spitalfonds Buchen“

Im Gesamtergebnishaushalt 2020 liegen die ordentlichen Erträge mit 227 810 Euro deutlich unter den ordentlichen Aufwendungen in Höhe von 361 700 Euro. Hieraus ergibt sich ein ordentliches Ergebnis von minus 133 890 Euro. Auch im Gesamtergebnishaushalt 2021 liegen die ordentlichen Erträge im Ergebnishaushalt mit 263 810 Euro unter den ordentlichen Aufwendungen in Höhe von 352 220 Euro. Daraus ergibt sich ein ordentliches Ergebnis von minus 88 410 Euro. Die finanzielle Lage des Spitalfonds wird laut Stadtverwaltung weiterhin sehr angespannt bleiben. Einerseits bleibe abzuwarten, ob die Sanierungsarbeiten auch tatsächlich planmäßig verlaufen. Andererseits werde es erforderlich sein, in den Wohnungen des Altenwohnstifts umfangreichere Modernisierungsmaßnahmen im Bereich der Bäder und Küchen durchzuführen.

Eigenbetrieb EDB

Für das Wirtschaftsjahr 2020 wird beim Eigenbetrieb EDB im Erfolgsplan ein Jahresgewinn in Höhe von 20 300 Euro erwartet. Das für 2020 geplante Ergebnis liegt um 140 000 Euro unter dem Ergebnis des letzten Jahresabschlusses 2018 und um 73 000 Euro unter dem Planansatz für 2019. Ganz wesentlich sei hierbei das Ergebnis des Betriebszweiges Beteiligungen.

Im Bereich der Bäder sind für 2020 Investitionen in Höhe von 139 000 Euro vorgesehen. Als nennenswerte Einzelmaßnahmen nennt die Stadtverwaltung die Sanierung der Lüftungsanlage im Umkleidebereich des Hallenbades in Höhe von 67 000 Euro sowie im Freibad die Beschattung des Kinderbeckens mit 29 000 Euro. Bei den Finanzanlagen ist eine weitere Kapitaleinlage bei der Stadtwerke Buchen GmbH & Co. KG mit 749 000 Euro zur Erhöhung der Eigenkapitalquote vorgesehen. borg

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