Buchen

Joseph-Martin-Kraus-Musikschule Umzusetzende Maßnahmen machen Unterricht erst wieder ab Montag, 18. Mai, möglich

30 Seiten Regeln für die Sicherheit

Archivartikel

Buchen.Die ministerielle Erlaubnis, die seit 17. März geschlossenen 213 öffentlichen Musikschulen im Land und damit auch die Joseph-Martin-Kraus-Musikschule (JMS) in Buchen ab dem 6. Mai wieder zu öffnen, liegt nun auch der Stadtverwaltung vor. Mit ihr wurde aber auch ein fast 30 Seiten starkes Regelwerk erlassen, das umfangreiche Vorgaben für einen ordnungsgemäßen Betrieb umfasst. „Diese Vorgaben wollen wir natürlich umsetzen, um die Infektionsgefahr so gering wie möglich zu halten“, erklärt Michael Wüst, Leiter der örtlichen Musikschule. Das wiederum braucht einen Vorlauf.

Und deshalb wird regulärer Präsenzunterricht für Streich-, Zupf- und Tasteninstrumente sowie Schlagzeug erst ab Montag, 18. Mai, stattfinden können. Der Unterricht an Blasinstrumenten und Gesang ist wegen der erhöhten Infektionsgefahr durch Tröpfcheninfektion und Aerosole ohnehin noch nicht erlaubt.

Eltern und Schüler werden in diesen Tagen über alle Details zum Unterrichtsstart durch die Musikschule schriftlich informiert. Und auch die Lehrkräfte wissen Bescheid. Viele, oft Honorarkräfte, waren in der Zeit der Schließung nicht untätig. Auch hier war die Corona-Krise unfreiwilliger Beschleuniger für das digitale Zeitalter: Dort, wo das technisch umsetzbar war, wurde online unterrichtet. Wüst schätzt, dass auf diese Weise rund drei Viertel der Schüler erreicht werden konnten: „Das war und ist sehr wichtig, um gerade die Kinder und Jugendlichen, die ohnehin „wackeln“, auch über diese Zeit bei der Stange halten zu können.“

Jetzt muss er organisieren: Neue, möglichst große Räumlichkeiten müssen gesucht und neue Stundenpläne mit Lehrkräften und Schülern sind zu erstellen. Wie genau und mit welchen Vorgaben – Stichworte Abstand, Hygienemaßnahmen und regelmäßiges Lüften – das muss in einer Dienstanweisung festgehalten werden. Gleichzeitig sind die Möglichkeiten zu schaffen, die dafür sorgen, dass die Vorgaben auch ganz praktisch umsetzbar sind. Mundschutz, Trennwände, Desinfektionsspender und -mittel: Alles wurde und wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Buchen, die Träger der JMS ist, besorgt. Trotz aller Widrigkeiten freut sich Michael Wüst mit seinen Lehrkräften darauf, bald wieder fast normalen Unterricht geben zu können.

Hier stimmt er mit Kultusministerin Susanne Eisenmann überein, die in einer Pressemitteilung hat verlauten lassen: „Gesundheitsschutz ist wichtig (…). Doch genauso wichtig ist es, den Kindern und Jugendlichen endlich wieder Kontinuität bei ihrer musikalischen Bildung zu ermöglichen.“

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