Boxberg

Renovierungsarbeiten Barrierefreier Umbau des ehemaligen evangelischen Gemeindehauses wird vom Heimat- und Kulturverein vorangetrieben / Benefizveranstaltungen

Wichtiger Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft

Der Heimat- und Kulturverein hat das Gemeindehaus vor dem Abriss bewahrt. Nun setzen sich die Mitglieder mit viel Herzblut für die Renovierung ein.

Schwabhausen. Es ist ein wichtiger Treffpunkt im Ort: das Gemeindehaus. Und für die Bürger ist das Gebäude neben dem Kindergarten nicht wegzudenken. Schließlich finden zahlreiche Veranstaltungen dort statt – vom Neujahrsempfang der Ortsverwaltung bis zum Theaterabend.

Doch die Räume sind in die Jahre gekommen und bedürfen einer dringenden Renovierung. Die soll unter der Federführung des Heimat- und Kulturvereins in den nächsten Monaten umgesetzt werden.

Anbau vorgesehen

Dieses Ziel haben sich die Mitglieder gesetzt, nachdem sie vor einem Jahr, im August 2018, den Besitz übernommen haben. Als die evangelische Kirchengemeinde das Gebäude nicht mehr weiterführen wollte, hatte sich der Heimat- und Kulturverein bereit erklärt, die Räume zu nutzen. Denn auch die Stadt hatte keine Verwendung.

Der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins, Dietmar Hofmann, hat sich auch als Ortsvorsteher um die Planung gekümmert. „Vorgesehen ist ein rund 70 Quadratmeter großer Anbau mit einem eigenen barrierefreien Eingang und der Garderobe“, berichtet er. In diesem Neubau sollen künftig auch die sanitären Einrichtungen untergebracht werden – ebenfalls behindertengerecht – sowie ein zusätzlicher Lagerraum.

Das Herzstück der Arbeiten ist im Gemeindesaal. Neben dem Austausch der rund 50 Jahre alten Fenster soll auch der bisherige Eingangsbereich neu gestaltet werden. Dringend erneuert werden muss die Eingangstür. Und durch eine Terrasse im rückwärtigen Bereich soll der Veranstaltungsraum quasi vergrößert werden. „Dazu muss vom alten Saal noch ein Durchbruch für die Tür ins Außengelände erfolgen.“ Ein neuer Anstrich für den Raum sowie eine Akustikdecke sind laut Vorstandsmitglied Christa Frank ebenfalls vorgesehen.

Um das Projekt stemmen zu können, hofft der Verein auf entsprechende Förderung. „Es geht um ein Antragsvolumen von 190 000 Euro an Zuschuss, von denen der Heimat- und Kulturverein 22 000 Euro übernehmen will. Von der Stadt Boxberg wurden bereits 30 000 Euro sowie ein zinsloses Darlehen zugesagt. Durch Spenden der Theaterfreunde kommen zudem 10 000 Euro in den Topf. Und der Verein hofft auf weitere finanzielle Hilfe aus der Bevölkerung.

Geplant sind auch Benefizveranstaltungen, etwa am 27. September der Besuch der „Mouschtpiloten“, die in Hohenloher Mundart das Publikum begeistern wollen. Vorgesehen, so Christa Frank, sei zudem ein Weißwurstfrühstück am 3. Oktober mit musikalischer Umrahmung durch die Schwabhäuser Bläser, sowie am 1. November ein Nachmittagscafé mit Karl Pflüger an der Ziehharmonika. Der Erlös dieser Veranstaltungen fließe in die Renovierung des Gebäudes.

Vor Abriss bewahrt

Froh ist Christa Frank, dass die Arbeiten in Angriff genommen werden. „Die evangelische Landeskirche hatte das Gebäude für nicht mehr rentabel angesehen und wollte es abreißen lassen“, erinnert sie sich. Doch das wollten die Schwabhäuser nicht. Zumal auch nach der Übergabe an den Verein noch viele kirchliche Veranstaltungen dort stattfinden, von der Bibelstunde bis zum Seniorennachmittag. Und auch der Kindergarten nutze die Räume weiterhin zum Turnen, so Frank. Wenn es nach den beiden Vorstandsmitgliedern geht, soll der Umbau so schnell wie möglich erfolgen, „damit im Winter alles fertig“ ist. Dann kann das renovierte Gebäude wieder zum wichtigen Treffpunkt im Ort werden.