Boxberg

„Tag des offenen Denkmals“ Führungen am 8. September bieten Wissenswertes zum Bau

Uiffinger Weinbrenner-Kirche prägt seit 200 Jahren das Ortsbild

Uiffingen.Die Einheit von evangelischer Kirche und ehemaligem Rathaus in der Ortsmitte ist unverkennbar. Seit 200 Jahren bildet die so genannte Weinbrenner-Kirche den Mittelpunkt des Boxberger Stadtteils.

Wer nicht weiß, was sich hinter der Fassade mit den neo-klassizistischen Säulen verbirgt, würde wohl kaum ein Gotteshaus vermuten. Bis es aber zum Bau kam, waren die Uiffinger Bürger gezwungen, in einer Simultankirche katholische und evangelisch-lutherische Gottesdienste zu feiern.

Beachtliche Größe

Errichtet wurde das Gebäude 1819, nachdem die vorherige Kirche sehr marode war. Mit 25 Metern Länge und einer Breite von 17 Metern sollten 300 Gläubige in der Kirche sowie weitere 150 auf der Empore Platz haben.

Für die kleine Gemeinde eine beachtliche Größe, doch die Uiffinger Pfarrei war damals auch für die Filialen Epplingen und Angeltürn zuständig.

Der Kostenvoranschlag belief sich auf 5560 Gulden.Der Karlsruher Oberbaudirektor Friedrich Weinbrenner war Baumeister des Großherzogs von Baden. Welche Verbindungen es in die kleine Gemeinde Uiffingen gab, wo die Kirche nach seinen Vorstellungen errichtet wurde, ist nicht bekannt.

Festprogramm

Das Jubiläum „200 Jahre Weinbrenner-Kirche“ wird am Sonntag, 8. September, im Rahmen des „Tags des offenen Denkmals“ gefeiert. Beginn ist um 13 Uhr mit einem Gottesdienst.

Um 14.15 Uhr und um 16.15 Uhr ist Treffpunkt zur Kirchenführung mit Dr. Ulrich Schumann von der Weinbrennergesellschaft Karlsruhe. Er bietet viel Wissenswertes zum Bau des Gotteshauses.

Orgelkonzert

Ein kleines Orgelkonzert findet um 15 Uhr mit Bezirkskantor Park und Informationen zur denkmalgeschützten Orgel statt. Ab 14 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen im Dorfgemeinschaftshaus, eine Foto- und Dokumentenausstellung mit Verkauf von Jubiläumstassen und Bibelbrot. Für die Kinder ist ein Maltisch vorbereitet.