Boxberg

Ferienprogramm Kinder hatten viel Spaß auf dem Bauernhof der Familie Leuser

Selbst gemachte Butter schmeckte prima

Boxberg.Im Rahmen des Ferienprogramms Boxberg waren in den Sommerferien Kinder aus den Gemeinden Boxberg, Dörzbach, Krautheim und Assamstadt zu Gast auf dem Bauernhof der Familie Leuser in Assamstadt.

„Von der Kuh zur Butter“ hieß das Ferienprogramm, das den Kindern in Kleingruppen auf spielerische Art und Weise vermittelt, wie Butter hergestellt wird. Es verschafft einen Einblick in die Arbeit, die dahintersteckt, und fördert gleichzeitig die Wertschätzung von Lebensmitteln.

Nach einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde startete man mit dem Programm im Kuhstall. Es wurden einige wichtige Regeln geklärt und schon machten sich die Kinder an die Arbeit, die Kühe mit Heu zu versorgen. Die Kinder stellten Fragen, interessierten sich für das Leben der Tiere und lernten ganz nebenbei viel Wissenswertes. Natürlich kam auch das Streicheln und Kennenlernen der Kühe nicht zu kurz. So war das ein oder andere Kind total überrascht, wie rau und kratzig die Zunge einer Kuh sich anfühlt. Auch dass Kühe oben keine Schneidezähne haben, war für viele Kinder eine neue Erkenntnis.

Nachdem die Tiere versorgt waren, ging es weiter in den Melkstand. Zweimal täglich werden die Kühe gemolken. So spielte man den Ablauf des Melkvorgangs nach und jedes Kind konnte mit den Händen die Saugkraft des Melkzeugs spüren, das sonst an den Zitzen der Kuheuter wirkt. Eine lustige Erfahrung, da die Saugkraft ganz schön stark ist und an den Händen kitzelt. Einige Kinder machten sich jedoch auch Sorgen um die Kühe und hatten Bedenken, das ihnen das Melkzeug Schmerzen bereitet, was aber nicht der Fall ist.

Bevor es letztendlich an das Butter machen ging, durfte der Besuch bei den Kälbchen nicht fehlen. Warum, wissen die Kinder ganz genau: „Eine Kuh gibt nur Milch, wenn sie ein Kälbchen zur Welt gebracht hat.“

Nachdem die Gewinnung der Milch geklärt war, ging es zum nächsten Schritt über. Da man nur einen Teil der Milch für die Butter benötigt, wurde vorgesorgt und Rahm besorgt. Jedes Kind bekam einen Schüttelbecher gefüllt mit Rahm. Die Aufgabe war, so lange zu schütteln, bis sich der Zustand des Rahms verändert und man beim Schütteln kein Geräusch mehr wahrnehmen kann. Dabei war ordentlich Ausdauer gefragt.

Aus dem flüssigen Rahm wurde feste Schlagsahne. Der Ehrgeiz war geweckt und die Motivation kam zurück. Jetzt musste man den Becher nochmal sehr kräftig schütteln. Sobald das Schüttelgeräusch wieder laut wurde und der Becher ganz leicht zu schütteln ging, war es geschafft. Entstanden ist Butter und übrig blieb Buttermilch.

Zum Abschluss brachten die Kinder die Butter mit Hilfe von Buttermodeln in Form und kosteten sie auf frischem Brot.

Jedes Kind konnte stolz eine Butterdose mit selbst gemachter Butter mit nach Hause nehmen.

Neben dem Programm „Von der Kuh zur Butter“ fanden Nachmittage mit dem Thema „Spiel, Spaß und ein bisschen Arbeit rund um den Bauernhof“ sowie „Ich wünscht ich wäre ein Huhn“ statt.