Boxberg

Wasserversorgung Gemeinderat stimmte Maßnahme für die Gewährung einer reibungslosen Wasserversorgung zu

Neue Elektrotechnik für Hochbehälter

Der Boxberger Gemeinderat beschloss die Ertüchtigung der beiden Hochbehälter in Unterschüpf und Windsichbuch/Heßbachhöhe.

Boxberg. Die Elektrotechnik der beiden Wasserhochbehälter in Unterschüpf und Windischbuch/Heßbachhöhe entspricht nicht mehr dem heutigen Standard und soll nach 23 Jahren erneuert werden. Bürgermeister Christian Kremer sieht „dringenden Handlungsbedarf“, denn es geht um die Gewährleistung einer reibungslosen Wasserversorgung.

Nach eingehendem Sachvortrag durch Ingenieur Johannes Wolf vom gleichnamigen Elektrotechnikbüro in Öhringen, stimmte der Gemeinderat am Montag in öffentlicher Sitzung zu, die Erneuerung der Elektrotechnik in den beiden Hochbehältern in den kommenden zwei Jahren durchzuführen. Die Kosten wurden mit 383 000 Euro veranschlagt.

Die Erneuerung der elektrotechnischen Einrichtungen der Hochbehälter in Unterschüpf und Heßbachhöhe/Windischbuch ist nach Ansicht von Bürgermeister Kremer dringend geboten, um eine zuverlässige Wasserversorgung zu gewährleisten. Die Technik entspreche nicht mehr heutigem Standard, denn beide Anlagen gingen 1997 in Betrieb.

Keine Ersatzteile mehr

Im Zuge des damaligen Neubaus der beiden Hochbehälter wurde auch die elektrotechnische Einrichtung im alten Hochbehälter Windischbuch, der noch am Hochbehälter Heßbachhöhe hängt, und dem Pumpwerk Unterschüpf, das den Hochbehälter Unterschüpf mit Eigenwasser versorgt, erneuert. Der Hersteller der elektronischen Einrichtung hat nun die Unterstützung für die Hard- und Software eingestellt.

Für die eingebauten Steuerungen werden daher keine Ersatzteile mehr zur Verfügung gestellt. Diese können seitdem nur noch auf dem Gebrauchtmarkt erworben werden, was eine Beschaffung erheblich erschwert. Reparaturen an den veralteten Steuerungen werden damit immer aufwendiger und teurer. Ein sukzessiver Austausch der elektronischen Einrichtung ist damit unvermeidbar.

Daher wurde für die notwendigen Arbeiten bereits im aktuellen Haushalt ein erster Kostenansatz von 170 000 Euro eingestellt. Um zu ermitteln, in welchem Umfang Erneuerungsmaßnahmen notwendig sind und welche Kosten hierfür auf die Stadt Boxberg zukommen, hat die Verwaltung Kontakt mit ihrem langjährigen Partner, der Bodenseewasserversorgung aufgenommen. Von dort wurde der Stadt der Elektroingenieur Wolf aus Öhringen empfohlen, der bereits mehrfach für die Bodenseewasserversorgung tätig war. Gemeinsam mit der Bodenseewasserversorgung und Ingenieur Johannes Wolf wurden die reparaturbedürftigen Anlagen besichtigt und eine erste Bestandsaufnahme vorgenommen.

Vergabe in einem Schritt

In seinem Sachvortrag stellte Wolf den Stadträten die vorgesehenen Arbeiten vor und empfahl die veraltete Technik durch eine neue Anlage zu ersetzten. Die neue Anlage entspreche dem heutigen Stand der Technik und sie sei direkt mit dem Leitsystem im Bauhof der Stadt verbunden. Wolf empfahl auch die Maßnahme in einem Schritt zu vergeben, um Reibungsverluste bei der Vergabe an verschiedene Firmen zu vermeiden.

Nach seinen Berechnungen wird die Maßnahme rund 383 000 Euro kosten und komplett über den Wasserhaushalt abgewickelt werden, was sich voraussichtlich auf den Wasserpreis in Boxberg niederschlagen dürfte.