Boxberg

Musikverein Bei der Generalversammlung wurde auf ein reges Vereinsleben geblickt / Verdiente Mitglieder ausgezeichnet

Nachwuchswerbung ist die größte Herausforderung

Kupprichhausen.Auch wenn man auf eine gute musikalische Besetzung bei der Musikkapelle Kupprichhausen bauen kann, ist das Problem Nachwuchsgewinnung einer der brennenden Punkte für die Zukunft, wie Dirigent Frank Wagenblast in seinem Dirigentenbericht bei der Generalversammlung ausführte. Dass man dieses Problem aktiv angeht, zeigten drei Nachwuchsmusikerinnen, die unter Leitung von Jana Hehn die Generalversammlung musikalisch umrahmten.

Erfreut über die gute Resonanz zeigte sich Vorsitzende Karin Körner in ihrer Begrüßung. Für die Pfarrgemeinde dankte Karsten Hellinger für das Engagement bei kirchlichen Festen und Feiern. In ihrem Geschäftsbericht berichtet die Vorsitzende über den aktuellen Stand mit derzeit 33 Aktiven und 92 fördernde Mitglieder. Aber man musste den Weggang von zwei Aktiven verschmerzen.

Ein Problem ist die Gewinnung von Musikernachwuchs. Derzeit sind drei Nachwuchsmusikerinnen in der Ausbildung, weiterer Nachwuchs fehle. Hier sei das Engagement aller Vereinsmitglieder gefragt. Als besonderer Höhepunkt ist vom 3. bis 5. Juli ein Ausflug ins österreichische Kaunertal geplant, wo man beim großen Musikfest in Feichten aktiv mitwirken werde.

Karin Körner informierte über die Geburtstags- und Ehejubiläen, zu denen der Musikverein gratulierte. Dank sagte sie allen, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz mitgeholfen haben, den Proberaum zu renovieren, der jetzt in neuem Glanz erstrahlt. Dank sagte sie auch der Stadt Boxberg, die die Materialfinanzierung übernommen hat, sowie dem ganzen Vorstandsteam und Dirigent Frank Wagenblast für die stets gute Zusammenarbeit.

Rückblick

Schriftführer Wilfried Haun verlas den von der stellvertretenden Schriftführerin Adelheid Schuster erstellten Jahresüberblick über die Aktivitäten. Musikalische Schwerpunkte waren neben den kirchlichen Auftritten, Jubiläen und Ständchen das Probenwochenende, das Jahreskonzert, das Osterkonzert in Beckstein, der Maimarkt Boxberg, der musikalische Frühschoppen, das Grünkernfest, das Oktoberfest des TSV, Martinsumzug und das Weihnachtsständchen. Aktiv eingebunden war man beim Grünkernfest und dem Dorffasching.

Ausführlich und umfassend informierte Kassier Ernst Gruber in seinem Kassenbericht über die finanzielle Entwicklung. Dass die umfangreichen Kassengeschäfte zuverlässig, sauber und übersichtlich durchgeführt wurden und es keinerlei Anlass für Beanstandungen gab, stellten die beiden Kassenprüfer Thomas Kilian und Alois Hönninger fest. Thomas Kilian dankte dem Vorstand für den Einsatz, die Entlastung erfolgte einstimmig.

Dirigent Frank Wagenblast setzte sich in seinem mit viel Herzblut vorgetragenen Dirigentenbericht eingehend mit der Arbeit und der Zukunft der Kapelle auseinander. Einen besonderen Dank sagte er allen, die bei der Renovierung des Proberaums für Musikverein und Chorgemeinschaft mitgeholfen haben.

Wagenblast stellte die intensiven Proben für das Jahreskonzert heraus, die von den Aktiven viel Fleiß und Arbeit forderten. Mit dem Ergebnis habe man sehr zufrieden sein können. Nicht weniger gefordert ist die Kapelle im Vorfeld des Jahreskonzertes 2020, das unter dem Motto „Das Beste der letzten zehn Jahre“ stehen wird. Besonders freue er sich auf das Weihnachtskonzert mit der Chorgemeinschaft zum Abschluss der Jubiläumsjahres „125 Jahre Chorgemeinschaft Liederkranz Kupprichhausen“.

Gute Probendisziplin

Mit Sorge beleuchtete er das Problem Musikernachwuchs. Hier gelte es, die Aktivitäten und Werbemaßnahmen zu verstärken. Zufrieden zeigte sich Wagenblast mit der Probedisziplin, obwohl bei Probenbesuch und Probearbeit zu Hause noch Luft nach oben gegeben ist. Dank sagte er allen Musikern, die mit ihrem Einsatz dazu beitragen, dass ansprechende Blasmusik geboten wird. Als kleines Dorf mit 280 Einwohnern könne man stolz auf eine Musikkapelle mit nahezu 30 Aktiven sein. Konstruktiv und vertrauensvoll sei die Zusammenarbeit mit den beiden Vorsitzenden Karin Körner und Hilmar Hehn sowie dem gesamten Vorstandsteam.

Wie arbeitsreich das Jahr war, zeigte die Probenstatistik. Insgesamt 45 Proben fanden statt. Katja Lauf- Wagenblast mit 43, Martin Hock mit 41, Alfred Wegert und Ben Hehn mit je mit 41, Hilmar Hehn und Jana Hehn mit jeweils 39 Probenbesuchen waren die Probenfleißigsten. Ein Präsent gab es auch für Jens Hefner (Technik), Thomas Kilian (Vizedirigent), Jana Hehn (Ausbilderin), Lukas Baumann (Notenwart), Tanja Baumann (Statistik) und Hilmar Hehn (Getränkewart).

Mit der bronzenen Vereinsehrennadel für zehn Jahre als Aktive wurden Lara Körner und Antonia Noe und mit der goldenen Vereinsehrennadel für 30 Jahre als Aktive Katja Lauf-Wagenblast geehrt. Ebenfalls die Vereinsehrennadel in Gold erhielten Martina Hellinger und Inge Bauer, die seit 40 Jahren als fördernde Mitglieder dem Verein die Treue halten. Karin Körner und Hilmar Hehn dankten den Geehrten für ihr Engagement und überreichten ein Präsent.

Eine ganz besondere Ehrung wurde Hilmar Hehn zuteil. Für 25 Jahre Tätigkeit im Vorstand überreichte ihm der Präsident des Blasmusikverbandes Tauber-Odenwald-Bauland, Herbert Münkel, die vom Deutschen Blasmusikverband verliehene Silberne Ehrennadel mit Urkunde. Er dankte Hilmar Hehn für seinen beispielhaften Einsatz beim Musikverein sowohl als aktiver Musiker wie auch engagierter Vorstand. Er dankte dem Verein für sein Engagement für die Blasmusik und das kulturelle Leben in der Gemeinde. Es sei beeindruckend, welch großartige musikalische Leistungen auch in einem kleinen Dorf möglich sind.

Zügig gingen die Teilwahlen des Vorstands über die Bühne, die vom Vorsitzenden Hilmar Hehn durchgeführt wurden. Einstimmig wurde Karin Körner als weitere Vorsitzende, Adelheid Schuster als Schriftführerin, Ernst Gruber als Kassier, Jens Heffner und Theresa Hellinger als Beisitzer sowie Alois Hönninger als Kassenprüfer in ihren Funktionen bestätigt.

Nachdem der Zustimmung zur Satzungsänderungen, informierte Karin Körner über Termine. Mit dem Dank an alle Helferinnen und Helfern für die Unterstützung des Vereins bei seinen Aktivitäten schloss sie die Generalversammlung. prewe