Boxberg

Evangelische Erwachsenenbildung Gardis Jacobus-Schoof nach 32 Jahren von ihrem Dienst entpflichtet

Mit ihrer feinen durchdachten Art einfühlsam gewirkt

Boxberg.Nach 32 Jahren Dienst bei der evangelischen Erwachsenenbildung wurde Gardis Jacobus-Schoof in einem von Dekan Rüdiger Krauth geleiteten, sehr lebendigen Gottesdienst entpflichtet.

Der rote Faden bei dieser Feier war das Gleichnis von Sauerteig aus dem Lukas-Evangelium, das Gardis Jacobus-Schoof sich zu diesem Anlass ausgesucht hatte. Der Eingang zum Dom und die Kirche waren mit üppigen Feldblumensträußen geschmückt, die herausragenden Getreideähren nahmen Bezug zum Gottesdienstthema auf. Zur Einhaltung der Vorgaben wegen Corona lagen als Abstandhalter auf den freien Plätzen rote Clownsnasen, bunte gefilzte Blumen und Zitate zum Bibeltext, die in Form von Broten geschnitten waren.

Der musikalische Rahmen des Gottesdienstes war breitgefächert. Dynamisches Orgelspiel von Bezirkskantor Hyun Soo Park, klassischer Sologesang von Susanne Oehm Henniger und modernes geistiges Liedgut mit Gospel- und Soulrhythmen von Christiane Weber und Stefan Rauch, die ihren Gesang mit Gitarre und Geige untermalten, machten das Fest zum „Ohrenschmaus“.

Da sich Jacobus-Schoof seit vielen Jahren mit Clownerie beschäftigt, erfreute sie mit Pfarrerin Elke Gerschütz aus Aub die Gäste mit dem (mehr oder weniger) geduldigen Kneten von Sauerteig. Gerschütz gab ein paar erläuternde Worte zur Clownerie in Kirche und Gemeinde. Beim Auftritt der Clowns werde deutlich, wie unerheblich Schwächen und Tollpatschigkeiten sind. Schließlich seien alle Menschen trotz Fehler und Schwächen – oder gerade deshalb – von Gott geliebt.

In seiner Ansprache ging Dekan Krauth besonders auf das Staunen ein. Darüber, dass das Reich Gottes oft unscheinbar in Erscheinung trete. Bezogen auf Gardis Jacobus-Schoof, meinte er, sie habe mit ihrer feinen durchdachten Art einfühlsam gewirkt und darauf vertraut, dass gute Arbeit ihre Frucht zeigen werde. Es gebe auch Grund zu staunen über die Kraft, das Reich Gottes Kraft ausstrahle. So wie der Teig im Gleichnis vom Sauerteig Zeit brauche, sei auch Jacobus-Schoof eine geduldige, fleißige Schafferin, die das Vertrauen hat, dass Gott etwas daraus mache. Schließlich betonte Krauth, dass das Reich Gottes zum Genießen einlade. Zum Abschluss forderte er auf: „Macht Euch auf den Weg, das Reich Gottes zu entdecken!.“

Auch in den Grußworten wurde deutlich, mit wieviel Herzblut Jacobus-Schoof bei der Arbeit ist. Doris Eckel-Weingärtner, Joachim Faber und Annegret Trübenbach-Klie, die für die Landesstelle der Evangelischen Erwachsenenbildung in Baden sprachen, überreichten kreativ-spielerische Geschenke. Trübenbach-Klie sprach die Authentizität von Gardis Jacobus-Schoof an: „Sie bekräftigt mit ihrem Strahlen ihr Wirken“ und „sie beteiligt sich“.

Regina Köhler, die als langjährige Begleiterin für die ökumenische Arbeitsgemeinschaft in der Region Odenwald-Tauber sprach, erinnerte an die Frauengottesdienste im Bezirk, an die ökumenische Ideenbörse und an Clownsworkshops. Bürgermeister Christian Kremer würdigte die gewinnbringende Arbeit, die das Ehepaar Schoof gemeinsam vor 40 Jahren in Boxberg begonnen hat und die Gardis Jacobus-Schoof gut mit ihrem ehrenamtlichen Engagement vernetzt hat. Hier erwähnte er das Generationennetzwerk. Renate Geiger, die die Grüße des Diakonischen Werks überbrachte, sagte, dass sie für eine gute Sache sogar Pferde stehlen würde – -„aber nur mit Gardis.“

Abschließend sagte Gardis Jacobus-Schoof, „Bildung ist Begegnung, analog und digital“ und stellte dies in Bezug zur Kraftquelle in Glaube, Hoffnung und Liebe nach 1. Korinther 13,13. Sie bedankte sich bei allen, die sie in ihrer langen Dienstzeit begleitet haben und zum Gelingen des Gottesdiensts beigetragen haben. Mit einem roten Luftballon in der Hand, auf dem Danke zu lesen war, verließ sie den Dom, um die Gäste zu verabschieden. zug