Boxberg

Närrischer Unterhaltungsabend Narrhalla bot in der fast fünfstündigen Sitzung ein schwungvolles und abwechslungsreiches Programm

Märchenhaft den Saal zum Beben gebracht

Archivartikel

Hoch her ging es beim großen närrischen Unterhaltungsabend der Boxberger Narrhalla in der zur närrischen Kulturscheune umfunktionierten Umpfertalhalle.

Boxberg. Alle Register hatten die Narrhallaoberen gezogen, um dem Publikum in einer nahezu fünfstündigen närrischen Show ein abwechslungsreiches, mitreißendes und schwungvoll närrisches Programm zu bieten. Dass man dabei den Nagel auf den Kopf getroffen hatte, zeigten die prächtige Stimmung und die langanhaltenden Ovationen, die den Abend mit zahlreichen närrischen Highlights begleiteten.

Schon die Aufwärmphase beim Empfang der närrischen Honoratioren und Abordnungen in der Schulaula zeigte, dass man bei der Narrhalla schon „mittendrin“ in der närrischen Kampagne 2020 war. Mit einem kräftigen dreifachen „Elwetritsche spring nei“ begrüßte Präsident Gerd Schlesinger die Gäste und Abordnungen. In humoriger Weise hieß er die Abordnungen und Gäste willkommen.

Prächtige Stimmung herrschte auch in der Umpfertalhalle, als die große närrische Unterhaltungsshow begann. Hierzu hatte man sich in der Narrhalla etwas ganz besonderes Einfallen lassen. Nicht der Einzugsmarsch ertönte, sondern die Narrhalla präsentierte sich zum Auftakt auf einer Großleinwand in einer gelungenen Videoschau. „Das Märchen der Narrhalla Boxberg“, so ihr Titel, ließ in heiterer Form das Treiben bis hin zur Kampagne 2020 in Bild und Ton Revue passieren. Ein gelungener Start für das närrische Festspektakel, für dessen musikalischen Rahmen die Big Band des MV Umpfertal unter der Leitung von Jürgen Metzger sorgte.

Alles fest im Griff und stets den passenden Text hatte auch Sitzungspräsidentin Erika Schlesinger parat, die in gekonnter, humoriger und schlagfertiger Art die Narrenschar begrüßte und durch das Programm führte. Ein imposantes buntes Bild bot die Narrhallabühne, als Prinzessin Steffi I. und Prinz Danny I., umrahmt von den drei Narrhalla-Garden, den Elwetritschefängern sowie dem Junioren- und Narrhalla-Elferrat, die Narrenschar begrüßte. Nicht verschont von einem Grußwort wurde Bürgermeister Christian Kremer, der sich über das närrische Engagement in der Boxberger Fasnacht sehr freute.

Schlag auf Schlag

Danach ging es Schlag auf Schlag im närrischen Programm weiter. Dass man sich bei der Narrhalla um den Gardenachwuchs keine Sorgen machen braucht, zeigten die jüngste Narrhallagarde, die Roten Minifunken, die für ihren Gardetanz mächtigen Beifall einheimsen konnten.

Einen besonderen Höhepunkt bot danach die Showtanztruppe des TSC Walldürn mit ihrem Showtanz „Fabelhafte Welt“. Bunt, temperamentvoll und mitreißend war ihre Tanzshow, die beim Narrenvolk einen echten Beifallssturm hervorrief.

Nicht zu überhören war die Boxberger Guggenmusiker „Umpferpforzer“, die mächtig auf die Pauke hauten. Nicht ohne Grund, es war ihr Jubiläumsauftritt, denn seit 25 Jahren gibt es bereits die Guggenmusik Umpferpforzer und sind ein fester Bestandteil beim Unterhaltungsabend der Narrhalla.

Rasant, dynamisch und fantasievoll war der Showtanz der Schwachener Dance Girls, die es als Kobolde verstanden, das Narrenvolk zu begeistern. Für helle Begeisterung und einen wahren Beifallssturm sorgte die Silberfunken der Narrhalla mit ihrem gekonnt vorgetragenen Gardetanz.

Beim Unterhaltungsabend nicht fehlen darf die Männertanzgruppe der Narrhalla. Mit ihrem Showtanz zeigten sich die Herren musikalisch, dynamisch, stark und sexy und brachten dabei den Saal beinahe aus dem Häuschen. Eine Zugabe war da unausweichlich.

Eine humorvolle musikalische Reise durch Boxberg unternahm Reiseführer Stefan Rauch in seiner musikalischen Bütt. Sein scharfes Auge und das Beobachtete in die richtigen Töne verpackt, ließ Erinnerung wachwerden und so manchen heimlich schmunzeln.

Das „Phantom der Oper“, ein Musicalklassiker in neuem rhythmischem Gewand und großer Dynamik präsentierten die Schlossgeister des TSV Unterschüpf mit ihrem Showtanz. Nach so viel Augen- und Ohrenschmaus war für eine musikalische Verschnaufpause die passende Gelegenheit, denn auch im zweiten Teil dieses närrischen Unterhaltungsabends jagte ein Höhepunkt den anderen.

Einen ganz besonderen Kracher hatten die sechs Elwetritschemädels der Narrhalla parat. Mit ihrem Marionettentheater forderten sie das närrische Publikum aufs Äußerste, wofür sie mit einem riesigen Beifall belohnt wurden.

Tänzerische Spitzenklasse boten auch die beiden Narrhalla Tanzmariechen Ayla Korkut und Fe Kohler mit ihren Solotänzen. Eine Zugabe war da unumgänglich.

„Hurra, Hurra, die Feuerwehr ist da“: Mit ihrem Showtanz, den die Garde des Elferrats der Stadt Osterburken auf die Bühnenbretter zauberte, brachte sie den ganzen Saal ins Schwitzen und erntete dafür rauschenden Applaus.

Auf eine Reise ins wilde Afrika begab sich die Männertanzgruppe aus Vilchband. Wilderei, Elfenbein und den Schutz des weißen Goldes war das Motto ihres Showtanzes, den sie mit viel Einsatz und Dynamik präsentierten. Langanhaltender Beifall und die Forderung nach einer Zugabe konnte man nicht überhören.

Spritzige und mit Grazie

Spritzig und mit viel Grazie verstanden es danach die Gardemädels der Oberlauder Rootze, die Narrenschar mit ihrem flotten Gardetanz zu begeistern. Nach einer kurzen Zwischeneinlage, bei der die Lazy Bones den Saal zum Mitrocken animierten, waren es die Power Girls aus Dainbach, die ein musikalisches Fitnessprogramm auf die Bühne zauberten und dabei dem gefürchteten Hüftgold den Kampf ansagten.

Klima und Umwelt sind Themen, die wohl alle bewegen. So auch die Männertanzgruppe der Grünsfelder Hasekühle, die in rasanter musikalischer und tänzerischer Art bei ihrem Showtanz Lösungsmöglichkeiten präsentierten. Eine Show der Superlative, die ohne Zugabe nicht von der Bühne kam.

Knapp wurde der Bühnenplatz, als die Dancing Moskitos der Königshöfer Schnocke die Narrenbühne eroberten und sie mit ihrem Showtanz „Til Eulenspiegel“ auch zu vorgerückter Stunde noch zum Beben brachten. Doch ohne Zugabe gab es für die vielen „Tils“ kein Entkommen von der Narrenbühne.

Ein guter Schluss ziert alles, so brachte es Sitzungspräsidentin Erika Schlesinger auch zu mitternächtlicher Stunde auf den Punkt. Es war die Rot-Gold Prinzengarde der Narrhalla, die mit ihrem Gardetanz den Schlusspunkt im Programmreigen dieses närrischen Unterhaltungsabends 2020 der Narrhalla Boxberg setzte. Natürlich nicht ohne Zugabe, die das Narrenvolk mit langanhaltendem, Beifall forderte.

Zum Finale versammelte Sitzungspräsidentin Erika Schlesinger alle Akteure auf der Narrhallabühne. Mit einem dreifachen „Elwetritsche spring nei“ sprach sie allen Aktiven auf, vor und hinter der Bühne ihren Dank aus. Und von der Big Band war zu hören „Oh, wie war (ist) das schön…“