Boxberg

Anschaffung neuer EDV-Geräte Gremium stimmt IT-Servicevertrag mit der Firma MR Datentechnik aus Würzburg zu

Gemeindeverwaltung erhält neue PC

Trotz der Ausbreitung des Coronavirus wahrte der Großrinderfelder Gemeinderat Normalität. In der Sitzung entschied das Gremium über die Anschaffung neuer PC für die Verwaltung.

Großrinderfeld. Das Thema Coronavirus wurde bei der Sitzung des Großrinderfelder Gemeinderats am Dienstag in Gerchsheim zwar nur am Rande behandelt, war aber doch, wie derzeit in fast in allen Bereichen des öffentlichen Lebens, präsent: Das Gremium entschied, nicht wie vorgesehen im Gastraum zu tagen, sondern verlegte die Sitzung in die Turnhalle. Zwischen den Plätzen der Gemeinderatsmitglieder gab es wegen der Ansteckungsgefahr einen Abstand von zwei Metern. Auch die Abstimmungen fanden aus diesem Grund nicht mit Karten statt, sie wurden mit Handzeichen durchgeführt.

Die Stimmung im Gemeinderat war aber trotz der besonderen Umstände positiv, und die vorgesehen Punkte wurden wie vorgesehen behandelt. Das Gremium beschloss unter anderem einstimmig, 14 neue PC für die Gemeindeverwaltung im Großrinderfelder Rathaus anzuschaffen.

Kämmerer Werner Horn informierte über diese Investition: Zuletzt seien 2012 neue Arbeitsplatz-PC angeschafft und im EDV-Netzwerk installiert worden. „Da die Anlage mittlerweile im achten Jahr betrieben wird, ist sie nicht mehr zeitgemäß.“ Auch weil es immer mehr neue Programme gebe, seien moderne Rechner erforderlich.

Für die Anschaffung wurde ein Angebot der Firma Mr-Datentechnik aus Würzburg eingeholt, die die Gemeinde seit vielen Jahren betreut. „Das Unternehmen hat deshalb einen nicht zu ersetzenden Wissensvorsprung. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und haben deshalb bewusst nur dieses Angebot eingeholt“, erklärte Horn.

Neu dazu kommen werden 14 Arbeitsplatz PC, 21 Bildschirme (24 Zoll), drei Laptops, ein „Access Point für WLan im Rathaus und „diverse“ Softwarekomponenten (Windows 10 und Office 2019). Für die angeschafften Geräte bestehe drei Jahre Garantie, so Horn.

Änderungen sind denkbar

Im Haushaltsplan sind für diese Investition 25 000 Euro vorgesehen. Die Angebotssumme der Firma MR Datentechnik liegt mit 25 037 Euro damit knapp darüber. „Bei der Abrechnung der Maßnahme werden sich aber noch Änderungen ergeben“, stellte Horn klar. Zum Beispiel würden wohl weniger als 21 Bildschirme benötigt. Auch die Installationskosten seien in der Angebotssumme noch nicht enthalten“, stellte Horn klar.

Gemeinderat Peter Weingärtner regte an, Bildschirme mit 27 Zoll zu bestellen und nicht wie angedacht mit 24 Zoll. „Mit den kleineren Modellen lässt sich nicht so gut arbeiten“, meinte er.

Die alten PC sollen auch weiterhin genutzt werden: „Sie werden zuerst komplett zurückgesetzt und dann für künftige Wahlauszählungen fit gemacht“, informierte Horn auf Nachfrage von Gemeinderat Walter Lutz.

Wartungsvertrag beschlossen

Neben der Neuanschaffung der neuen Ausrüstung entschied der Gemeinderat auch über den Wartungsvertrag mit der Firma MR Datentechnik. Für Kosten von 564 Euro monatlich übernimmt das Unternehmen in 48 Arbeitsstunden den IT-Service für die Stadtverwaltung. „Die Gemeinde hat in diesem Bereich keinen ausgebildeten EDVler im Haus angestellt. Es ist außerdem schwierig in diesem Bereich Mitarbeiter zu finden, deshalb macht es Sinn die Betreuung vertraglich festzulegen“, sagte Horn zu dem Vorhaben.

Das bringe den Vorteil mit sich, dass die Gemeinde durch den Vertrag in der Kundenhierarchie aufsteigt und von der Firma garantierte Service-Zeiten bekommt. Die Verwaltung habe etwa den Anspruch, dass die Bearbeitungszeit maximal vier Stunden beträgt. Bei betriebsverhindernden Störungen sind es sogar maximal nur zwei Stunden.

Ralf Schieß befürwortete den Vertrag: „Das ist ein gutes Angebot. Es liegt im unteren Bereich.“ In den vergangenen Jahren lagen die Kosten zwar unter den jetzt 564, 06 Euro wie Horn auf Nachfrage von Gemeinderat Hubert Kraus mitteilte, dafür habe man nun aber den Vorteil der festen Service-Zeiten.

„Sollte die Gemeinde mehr als die 48 Service-Stunden benötigen, wird die Gemeinde versuchen, die Arbeiten selbst zu übernehmen“, so Horn. Es gebe aber auch die Möglichkeit, zusätzliche Stunden in Anspruch zu nehmen.