Boxberg

Jahresrückblick In der Gemeinde Assamstadt wurden 2019 drei große Baumaßnahmen erfolgreich abgeschlossen / Generationswechsel an der Spitze des TSV

Gemeinderat jetzt deutlich weiblicher

Archivartikel

Die Bürger der Gemeinde Assamstadt blicken auf das vergangene Jahr zurück, in dem einige bedeutende Maßnahmen angestoßen oder erfolgreich abgeschlossen wurden.

Assamstadt. Für eine kleine Kommune mit rund 2300 Einwohnern ist es gar nicht so leicht, mehrere größere Maßnahmen gleichzeitig zu stemmen, ohne dabei all jenes aus den Augen zu verlieren, was zum gewohnten Alltagsablauf gehört. Hierzu bedarf es eines entsprechenden bürgerschaftlichen Engagements in Kombination mit der Tatsache, dass bei Verwaltung, Gemeinderat, Vereinen und Bewohnern ein Rädchen ins andere greift. Beides ist in Assamstadt der Fall – deswegen können auch größere Vorhaben gestemmt und zu einem guten Ende geführt werden.

Die Neuorganisation der Forstverwaltung hat auch die Assam-städter seit Jahresbeginn beschäftigt. Was mag sich da wohl ändern? Letztlich wenig, einige Hektar Wald wechselten den Zuständigkeitsbereich, ansonsten bleibt alles wie gehabt.

Veränderungen im Gemeinderat

Die Kommunalwahlen im Mai haben im Gemeinderat zu nicht unerheblichen Veränderungen geführt. Fünf Personen sind erstmals ins Gemeindeparlament eingezogen, zudem hat sich der Frauenanteil vervierfacht. Er liegt jetzt bei stolzen 33 Prozent, ein Wert, auf den wohl kaum eine andere Stadt oder Gemeinde im Main-Tauber-Kreis kommt.

In baulicher Hinsicht wurden gleich drei große Projekte abgeschlossen und offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Hier sei zunächst die Erweiterung des örtlichen Kindergartens zu nennen, der um eine Krippengruppe vergrößert wurde und in diesem Zusammenhang einen Anbau erhalten hat. Rund 1,2 Millionen Euro wurden dafür investiert. In würdigem Rahmen wurde auch das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Assamstadt im Mai eingeweiht. Die Maßnahme zeigt den hohen Stellenwert, den die Rettungsorganisation in der Kommune genießt. Die Rahmenbedingungen haben sich dadurch deutlich verbessert, die ersten beiden Frauen wurden in die Wehr aufgenommen.

Die größte Summe wurde in den neuen Einkaufsmarkt investiert, der im Spätsommer im Beisein zahlreicher Gäste seine Pforten öffnete und seitdem von der Bevölkerung stark frequentiert wird. Selbst Verbraucherminister Peter Hauk zeigte sich bei einer Visite stark beeindruckt über den Umstand, was Bürger in Eigenregie auf die Beine stellen können. Er sieht darin ein Projekt, das für andere Orte mit einer ähnlichen Einwohnerzahl Vorbildcharakter haben könnte. Selbst die Tatsache, dass die Maßnahme über 700 000 Euro teurer wurde als ursprünglich geplant, hat die Macher nicht von ihrem Weg abbringen lassen. Und auch die katholische Pfarrkirche St. Kilian profitierte von Investitionen. Denn für eine dringend notwendige Betonsanierung an dem Gotteshaus wurden etwa 300 000 Euro ausgegeben.

Ein weiteres Millionenprojekt wurde 2019 auf den Weg gebracht. Für Bürgermeister Joachim Döffinger war der Spatenstich für die Projekte „Betreutes Wohnen“ und „Tagespflege“ ein wichtiges Zeichen, dass Assamstadt eine Gemeinde sei, in der alle Generationen willkommen seien und sich wohlfühlen sollen.

Auf großes Interesse stieß Ende Februar ein Vortrag von Innenminister Thomas Strobl zum Thema „Migration und Integration – Chancen und Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg“.

Der traditionelle Rosenmontagszug mit rund 1500 Aktiven in über 40 Nummern lockte wieder mehr als 20 000 Narren nach Assamstadt und avancierte zur größten Faschingsveranstaltung im Main-Tauber-Kreis.

25 Jahre Gemeindezentrum

Grund zum Feiern gab es im Gemeindezentrum St. Kilian, das in einer ehemaligen Kirche untergebracht ist und somit weit und breit ein Alleinstellungsmerkmal hat. Es wurde 25 Jahre alt.

Für die Dauer von rund drei Monaten erhöhte sich das innerörtliche Verkehrsaufkommen ganz beträchtlich. Grund dafür war die Sperrung der L 513 zwischen Assamstadt und und Krautheim, deren Straßendecke grundlegend saniert wurde.

Und an der Spitze des TSV Assamstadt gab es gewissermaßen einen Generationswechsel. Der Verein wählte zwar erneut einen Vorsitzenden namens Hügel, doch auf Jochen folgte Christian, der sich 2019 gleich über den erneuten Aufstieg der Fußballer in die Landesliga Odenwald freuen durfte.

Die Verantwortlichen haben das abgelaufene Jahr erfolgreich gestaltet. Es bleibt allerdings kaum Zeit, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen, denn 2020 dürfte voraussichtlich ähnlich arbeitsintensiv werden.