Boxberg

TSV Wikingerschachturnier der Jugendabteilung kam bei der Bevölkerung super an

Fliegende Kubs sorgten für Riesengaudi

Das Wikingerschachturnier der Jugendabteilung des TSV Schweigern kam wieder super in der Bevölkerung an.

Schweigern. Ein großes Gewusel war beim zweiten Wikingerschachturnier auf dem Sportgelände des TSV Schweigern geboten. Auf vier aufgemalten Spielfeldern standen sich zwölf Mannschaften in spannenden Matches gegenüber. Ob die Schweigerner Dancedirls, die Feuerwehr oder das Team „Klo Mannem“ aus Epplingen (auf Hochdeutsch: Klein Mannheim): Alle waren angetreten, um einen unterhaltsamen Nachmittag mit viel Spaß zu verbringen.

Dann flogen die Kubs. Das sind die sogenannten Knechte. „Im Schach schmeißt man die Bauern, im Wikingerschach wirft man die Knechte der gegnerischen Mannschaft mit den Wurfstöcken um“, erklärt ein begeisterter Teilnehmer. „Und das Beste kommt zum Schluss einer Wikingerschachpartie: Den König darf man nämlich nur rückwärts durch die Beine werfen“, erzählt der eifrige Spieler schmunzelnd weiter.

In der Tat kam prächtige Stimmung während der hart umkämpften Matches auf. Das eine Team spielte ruhig und konzentriert. Andere machten sich einen Spaß daraus, die Gegner durch Kommentare zu verunsichern.

Manchmal traf ein Spieler mehrere Kubs hintereinander, dann schien der Wurm drin zu sein und die Knechte wollten sich nicht umwerfen lassen.

Das Team „Chaoskuba“, ein Großvater mit seinen beiden Enkeln, verlor das erste Spiel. „Wir haben leider gegen die Jugendfeuerwehr verloren. Es ging heiß her und wir haben uns tapfer gewehrt“, erzählt der Opa. Beim zweiten Match hatten „Chaoskuba“ mehr Glück. Gegen die Schweigerner Angler, die versuchten, die kleinen Jungs abzulenken, gewannen sie souverän.

Besonders konzentriert bei der Sache waren die Jungs vom Team „Klo Mannem“. Sie gewannen die ersten Spiele souverän, auch gegen die späteren Sieger. „Wir spielen Wikingerschach schon seit Jahren Zuhause. Dieses Jahr treten wir zum ersten Mal als Familie an. Im Vordergrund steht natürlich der Spaß“, erzählt der Epplinger Vater zweier mitspielender Söhne.

Eine ausgefallene Idee mancher Spieler war es, die Kubs ein wenig mit den Wurfstöcken in den Rasen des Sportplatzes zu hämmern. Somit könnten die Knechte nicht so schnell umfallen, dachten sie.

Gute Stimmung und pure Eleganz zeigten die Schweigerner Dancegirls im skandinavischen Wurfspiel. Sie setzten sich gekonnt gegen die Feuerwehrmänner durch. Eine Strategie für das Spiel hatten sie nicht, sondern sie wollten „Just for fun“ wetteifern.

Das Team „Best of Blutwurztrinker“, eine Clique aus Frauen und Männern aus Schweigern, schlug sich nicht schlecht. Sie hatten mächtig Spaß und erreichten am Ende Platz vier.

Nach über vier Stunden voller Spannung beim Wikingerschach wurde der Sieger gekürt. In einem dramatischen Finale setzte sich das Team „Die dümmsten vier“ gegen „Klo Mannem“ durch. Platz drei ging an „Jogy’s Jungs“. Als Preis erhielten die ersten vier Plätze jeweils ein Wikingerschachset.