Boxberg

Areal „Dell-Epplinger Weg“ Erschließung kann im Frühjahr erfolgen

Erweiterung um 45 neue Bauplätze

Archivartikel

Boxberg.Frohe Kunde für die Häuslebauer: 45 neue Bauplätze sollen in Schweigern entstehen. Im nächsten Frühjahr kann die Erschließung erfolgen, beschloss der Gemeinderat.

Die Kapazität an Baugelände in Schweigern ist eigentlich erschöpft. Die Kommune hat keinen Bauplatz mehr, den sie an Interessenten abgeben kann. Deshalb soll mit der Erweiterung des Gebiets „Dell-Epplinger Weg“ für die nächste Zeit Abhilfe geschaffen werden. 45 Plätze sollen angrenzend an das Neubaugebiet entstehen.

Der Gemeinderat bekundete seinen Willen nach weiterem Baugelände mit dem einstimmigen Satzungsbeschluss für das Areal. Zuvor wurden die Anregungen und Bedenken der Träger öffentlicher Belange ausführlich vorgestellt.

Große Nachfrage

„Wir hätten vor fünf Jahren nicht gedacht, dass das Baugebiet so schnell belegt ist“, machte Bürgermeister Christian Kremer deutlich. Mit dem neuerlichen Angebot hoffe man, die Nachfrage befriedigen zu können. Denn bereits jetzt gebe es rund 20 Voranfragen.

Geplant ist die Erweiterung als Ring in einer verkehrsberuhigten Optik der Straße. Die Größe der Plätze liegt zwischen 500 und 800 Quadratmetern, ein Spielplatz ist ebenfalls geplant. Und es bestehe die Möglichkeit zu einer neuerlichen Vergrößerung des Baugebiets, so Kremer.

Wegen der Größe der geplanten Erweiterung hatten Landratsamt, Regierungspräsidium und Regionalverband einige Bauchschmerzen. „Sie hätten uns das untersagt, wenn wir nicht einen Ausgleich vorgelegt hätten“, erklärte der Rathauschef. Dieser Ausgleich besteht in der Teilaufhebung des Bebauungsplans „Rechtes und Linkes Schöntal, Brücklein“ auf Gemarkung Schweigern. Das Areal, das bereits in den 1960er Jahren ausgewiesen worden war, sei aufgrund der Hanglage nie bebaut worden. „Das Gelände ist ziemlich steil und wegen der Hecken schon fast ein Biotop“, erklärte Kremer. Und Ortsvorsteher Ferdinand Eck erwähnte die früheren Weinberge dort. Auch im Bereich „Dell-Epplinger Weg“ wird ein Stück neu überplant. Damit würden nur 2000 Quadratmeter Bauland komplett neu ausgewiesen, unterstrich der Rathauschef.

Nicht weiter verfolgt werde das Konzept eines Blockheizkraftwerks, nach dem Gemeinderat Moor nachfragte. „Da sind wir nicht mehr dran“, machte Kremer deutlich, dass dieses Projekt wirtschaftlich nicht darstellbar wäre. Die Stadt hätte das komplette Leitungsnetz und das Kraftwerk errichten müssen. Für den Bürgermeister waren die Kosten dafür zu hoch.