Boxberg

Erzbistum Freiburg Diözese reagiert auf die Herausforderungen durch Corona

Einschränkungen bei gottesdienstlichen Feiern

Archivartikel

Odenwald-Tauber/Freiburg.Das Erzbistum Freiburg reagiert mit weitreichenden Entscheidungen auf die Herausforderungen durch Corona: Dienstreisen werden untersagt, Veranstaltungen abgesagt, Erstkommunionfeiern und Firmungen sollen nur in kleinem Kreis gefeiert oder bis auf Weiteres verschoben werden. Mitarbeitende sollen, wenn möglich, von Zuhause aus arbeiten.

Dazu gehören auch Einschränkungen bei den Gottesdiensten. Ministerpräsident Kretschmann hat bekanntgegeben, dass öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern in geschlossenen Räumen untersagt sind. Diese Anweisung hat auch Auswirkung auf die katholischen Gottesdienste. Bis auf Weiteres dürfen bei gottesdienstlichen Feiern nicht mehr als 100 Personen teilnehmen. Nach Rücksprache mit dem Ordinariat Freiburg ist darauf dringend zu achten und eben dies auch zu kontrollieren und zu gewährleisten.

Deshalb kann es sein, dass Menschen den Gottesdiensten nicht beiwohnen können, wenn die Zahl 100 bereits erreicht ist. Auch die Kirche ist angehalten, diese Anordnung der Landesregierung eins zu eins umzusetzen. Es wird auch bis Weiteres keine Mundkommunion mehr gereicht, der Friedensgruß per Handschlag unterbleibt und auch Weihwasser wurde bereits aus den Gefäßen entfernt. Über alle Maßnahmen und aktuellen Entwicklungen im Erzbistum im Zusammenhang mit Corona informiert die Website www.ebfr.de/corona.

Bis auf Weiteres sollen im Erzbistum keine großen Erstkommuniongottesdienste stattfinden. Alternativ kann auf Grundlage der aktuellen Empfehlungen der örtlichen Gesundheitsämter die Erstkommunion im kleinen Kreis gefeiert oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Gleiches gilt für Firmungen. „Wir werden uns bei allen Veranstaltungen einschränken müssen, auch bei den Gottesdiensten“, bestätigt Erzbischof Stephan Burger. „Gleichzeitig stellen unsere Seelsorger die pastoralen Grundaufgaben sicher.“

Die Osternacht im Münster wird nach bisheriger Planung stattfinden, jedoch mit einer Begrenzung der Teilnehmerzahl nach Maßgabe der Behörden. Sollte die Versammlungsgröße beschränkt bleiben, wird die Feier der Osternacht als öffentlicher Gottesdienst abgesagt. Das Erzbistum überträgt die Gottesdienste der Kar- und Osterwoche per Livestream im Internet unter www.ebfr.de. Die Termine stehen unter www.ebfr.de/livestream und werden laufend aktualisiert.

Die Pfarrgemeinderatswahl am 22. März wird stattfinden. Die Verantwortlichen für die Durchführung der Wahl raten jedoch dazu, von der Möglichkeit der Briefwahl und der Online-Wahl Gebrauch zu machen. Noch bis 20. März um 18 Uhr können Wahlberechtigte ihre Stimme online abgeben. Der Geschäftsführer des Diözesanrates, Martin Müller, ist mit der technischen Umsetzung der Online-Wahl sehr zufrieden: „Das elektronische Wahlverfahren funktioniert einwandfrei. Bereits am Sonntag haben mehr als 7000 ihre Stimme abgegeben.“ Das Erzbistum ist die erste Diözese, die ein elektronisches Wahlverfahren bei einer Pfarrgemeinderatswahl anbietet.

Die Wahlberechtigten hatten in ihrer Wahlbenachrichtigung Ende Januar einen persönlichen Code erhalten, mit dem sie sich für die Online-Wahl anmelden können. Damit melden sie sich an und sehen dann online den auszufüllenden Stimmzettel. Sobald der Stimmzettel geöffnet wurde, kann er keiner konkreten Person mehr zugeordnet werden. Auch die weiteren Schritte sind einfach: ankreuzen – absenden – fertig. Neben der Online-Wahl können die Wahlberechtigten ihre Stimme auch per Briefwahl oder persönlich im Wahllokal abgeben. pef