Boxberg

Weinlese startet Beim Winzerhof Oehm wurde mit dem Silvaner für die Versektung begonnen

„Diese Sorte wird eigentlich als Letztes geerntet“

Archivartikel

Oberschüpf.Beim Winzerhof Oehm in Oberschüpf hat am gestrigen Montag die Traubenlese für den „Silvaner Sekt“ in Bocksbeutel begonnen. Angefangen hat Winzer Andreas Oehm mit seinen Helfern am „Oberen Altenberg“ – ausgerechnet mit der Sorte, die sonst als letztes gelesen wird, so Andreas Oehm. Daher nennt er es „ein Jahrhundert-Ereignis“, dass Anfang September mit der sonst späten Sorte „Silvaner“ angefangen wird.

90 Ar hat Andreas Oehm zu seinen sonst 14 Hektar Weinbergen nochmals angebaut. Die Rebenstöcke hängen prall voll mit Trauben, egal ob weiß oder rot. Die Winzer sind dieses Jahr hochzufrieden mit der Ernte.

Am heutigen Dienstag wird man dann mit dem Kerner für Sekt bei Oehm beginnen. Die Rotweinsorten Regent und Acolon werden gegen Wochenende gelesen. 18 Helfer standen in Reih und Glied am „Oberen Altenberg“, um die Trauben in ihre gelben Behälter zu lesen, damit sie in die bereitstehenden großen Wannen am unteren Zeilenende geleert werden konnten.

„Die Trauben des Schüpfer Grundes hatten durch die Berieselung keinen Trockenstress“, so Oehm. So taten ihnen die reichlichen Sonnentage sehr gut. Er konnte 80 Grad Öchsle messen.

8000 Meter Schlauch wurden in dem jetzt sechs Jahre alten Weinberg nochmals verlegt. So erreicht das Wasser nun tröpfchenweise den Rebenstock.

Bei den anderen Weinbergen am Untereren Altenberg und dem Keilberg in Oberschüpf nutzt Andreas Oehm die sonst herkömmliche weithin sichtbare Berieselung, wie sie auch in anderen Weinbergen im Schüpfer Grund zu sehen ist. Aufgrund der Nachttemperaturen fängt man sehr früh an zu lesen, damit die Trauben möglichst kühl gepresst und optimal den Keller erreichen können. wahe