Boxberg

Leserbrief Zu „Klares Stopp-Signal gegen rechtes Gedankengut setzen“ (FN, 21. Februar)

„AfD war in keinster Weise involviert“

Viel Lärm um nichts. In Bobstadt haben also Blackmetal-Bands Krach gemacht. Und weil es einen beeindruckend starken Anteil nationalsozialistisch begeisterter Blackmetal-Bands (NSBM) von fünf Prozent am Gesamtaufkommen einer Musikrichtung gibt, die ihrerseits eher Randerscheinung des gesamten Musikmarkts darstellt, muss dieser Marginalie mit politischem Gegenkrach begegnet werden.

Der gab sich aufklärerisch in Wölchingen ein Stelldichein, wo kleinlaut eingeräumt werden musste, dass in Bobstadt eigentlich gar keine NSBM-Band auftrat.

Dennoch wollte das Blockflötenbündnis aus Linke, SPD, Jusos, Grüne, Kirche und einem Wichtigtuerverein gegen Rechts nicht darauf verzichten, eine Verbindung zwischen diesen nicht auftretenden NSBM-Bands und der auf dem Konzert nicht vertretenen AfD herzustellen: Thomas Kraft, der Kreisvorsitzende der SPD, musste dafür mangels eigener Erkenntnis den Spiegel zitieren: Die AfD sei „parlamentarischer Arm des Rechtsextremismus“.

Klingt überzeugend aus jener Ecke, die aus meiner Sicht parlamentarischer Arm des Linksextremismus ist. So ziemlich alle vertretenen „Aufklärer“ in Wölchingen dürften Freunde jener Antifa sein, die das Kreisbüro der AfD-Landtagsabgeordneten Dr. Baum vor Weihnachten beschädigten und sich zu dem Anschlag auf Indymedia bekannt haben.

Und weiter: „Diese Partei sei menschenverachtend und demokratieschädlich.“ Und das nach der per Aufruf der Kanzlerin gekippten Landtagswahl in Thüringen. Von Vertretern derselben Linksextremen, die in Thüringen offen gezeigt haben, wie sehr sie Demokratie verachten, sobald das Ergebnis nicht in die Agenda passt. Dabei war der gewählte Ministerpräsident ein FDP-Mann. Nein, um das Konzert ging es längst nicht mehr, denn die AfD war in Bobstadt in keiner Weise involviert.

Der Kreisverband der AfD stellt daher fest: in Wölchingen formierte sich im Kleinen dasselbe gegen Freiheit und Demokratie gerichtete sozialistische Bündnis, das in Thüringen im Großen den Bruch mit unseren Werten herbeigeführt hat. Rühmlich für die kommunale CDU, in Wölchingen nicht mitgemacht zu haben. Dafür stand die Kirche wie so oft mal wieder auf der falschen Seite.