Bad Mergentheim

Grundschule Wachbach Hannah Ulshöfer im Beisein von Schülern, Kollegium, Eltern und Behördenvertretern als neue Leiterin der Bildungseinrichtung eingeführt

Ziel: Die positiven Strukturen beibehalten

Archivartikel

Im Rahmen einer Feierstunde wurde Hannah Ulshöfer jetzt als neue Leiterin der Grundschule Wachbach in ihr Amt eingeführt.

Wachbach. Wie Schulamtsdirektorin Bettina Hey nach einführenden Worten von Daniela Horsch betonte, gelte der Grundsatz „wenn sich eine Tür schließt, sich dafür eine andere öffnet“. So freue es sie, dass es gelungen sei, die vakante Schulleiterstelle an der Ottmar-Schönhuth-Schule wieder zu besetzen, indem mit Wirkung zum 1. August Hannah Ulshöfer offiziell zur Leiterin der Schule bestellt wurde. Dies sei eine verantwortungsvolle Führungsaufgabe an einer intakten Schule mit einer bunten Schülerschar, einem leistungsfähigen Kollegium und leistungsbereiten Kooperationspartnern. Um all dies erfolgreich gestalten zu können, seien hohe Einsatzbereitschaft und großes pädagogisches Geschick vonnöten.

Beruflicher Werdegang

Wie Hay mit Blick auf den beruflichen Werdegang von Ulshöfer betonte, sei sie seit vielen Jahren fest in der Region verwurzelt. Geboren und aufgewachsen in Bad Mergentheim, studierte sie in Heidelberg die Fächer Deutsch, HTW und Physik. Ausbildungsstelle sei die Gemeinschaftsschule in Weikersheim gewesen. Seit September 2015 unterrichtete Ulshöfer an der Gemeinschaftsschule Heckengäu. Während dieser Zeit betreute sie ein Outdoor-Camp in Nordirland.

Auf das Arbeitsfeld der Pädagogik eingehend, betonte Hay, dass es das Entscheidende sei, jeden Einzelnen genau zu betrachten und seine Stärken und Schwächen auszuloten. Stärken stärken und Schwächen abmildern laute deshalb das Credo der modernen Pädagogik. Dies erfordere pädagogische Kompetenz, Umsicht und Achtsamkeit, aber auch Zuversicht, Vertrauen und Wertschätzung.

Was folgte, war eine von der vierten Klasse gekonnt vorgetragene und von den Zuhörern begeistert gefeierte „Rap-Version“ der Theodor-Fontaine-Ballade „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“.

Als Vertreter der Stadt zeigte sich OB Udo Glatthaar erfreut darüber, dass die Stelle der Schulleitung schnell und ohne längere zeitliche Vakanz wieder besetzt worden sei. Wie er ausführte, treffe die neue Schulleiterin auf ein räumlich großes Schulgebäude mit vier Grundschulklassen und einem engagierten Kollegium. Das Christliche Kinderhaus Wachbach sei unmittelbar angebaut und arbeite eng mit der Schule zusammen. Laut Glatthaar könne das Schulgebäude noch einige Kinder mehr vertragen. Mit dem Angebot zu einer konstruktiven Zusammenarbeit und dem Wunsch, dass der neuen Schulleiterin ein gutes Miteinander aller gelingen möge, schloss Glatthaar.

Nach einem Musikvortrag der zweiten Klasse brachte die Geschäftsführende Schulleiterin Karin Endres die Freude aller Bad Mergentheimer Schulleitungen über die Neubesetzung durch Hannah Ulshöfer zum Ausdruck. Mit ihrer Ernennung sei ihr bestätigt worden, dass sie eine Schule leiten und gestalten könne mit Fach-, Sach-, Personal-, Sozial- und Führungskompetenz. Wie Endres betonte, sei es unumgänglich, sich immer wieder selbst den Spiegel vorzuhalten, um sich zu überprüfen. In diesem Kontext sei es wichtig, den Spiegel auch seinem Gegenüber vorzuhalten – wohlwissend, dass hierdurch Diskussionen ausgelöst und Sachverhalte geklärt werden müssten. Manchmal sei es zudem notwendig, den Gegenüber wieder auf das richtige Gleis zu setzen.

Mit einem Rätsel, in dem das kleine, große, stille, laute, aktive, passive, partizipierende, gestaltende Ich zu erraten war, schloss Karin Endres ihre Rede. Als Gastgeschenk überreichte sie der neuen Schulleiterin ein Buch ihres Lieblingsschriftstellers Michael Ende.

Kritische Töne geäußert

Neben der Überbringung der Glückwünsche schlug die Kreisvorsitzende des Personalrates, Jana Kolberg, auch kritische Töne an. So bemängelte sie die schlechte Ausstattung der Grundschulen, die dringend einer Verbesserung bedürfe.

Im Blick auf die steigenden Belastungen der Lehrer riet Kolberg den Kollegen, sich auch mal treiben und hängen zu lassen und die Ferienzeiten zur Erholung zu nutzen. Gleichzeitig bot sie die Unterstützung des Personalrates an, der allen Kollegen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehe.

In ihrer von vielerlei persönlichen Empfindungen und Eindrücken geprägten Rede ging Hannah Ulshöfer auf ihre bereits seit Grundschulzeiten bestehenden Verbindungen nach Wachbach ein. Besonders der Besuch des Freibades in den Sommerferien sei für sie immer eine schöne Erinnerung gewesen. Was die schulische Seite anbelangt, begann die erste direkte Verbindung zu ihrer Vorgängerin Walliser-Stoppel bereits als Erst- und Zweitklässlerin in der Grundschule Edelfingen. Für zwei Jahre sei sie, so Ulshöfer, ihre Klassenlehrerin und zudem ihre Handarbeitslehrerin gewesen. Die Begeisterung für dieses Fach sei so groß gewesen, dass sie es in ihrem Grund- und Hauptschullehramt studiert habe.

Mitprägend für ihre Entscheidung, sich für die Schulleitung in Wachbach zu bewerben, sei auch gewesen, dass ihre Mutter von 1970 bis 1980 unter der Leitung von Peter Mollner als Lehrerin in Wachbach tätig gewesen sei.

Das Miteinander an der Grundschule Wachbach erlebe sie als ein rücksichtsvolles, aber durchaus auch direktes. Die unkomplizierte Zusammenarbeit aller sei besonders erwähnenswert. Ein Dankeschön gelte Schulsekretärin Angelika Metz, ohne deren tolle Unterstützung ihr Start an dieser Schule nicht so positiv verlaufen wäre.

Das Schulleben in Wachbach sei von Zusammenhalt und Wertschätzung geprägt. Sie sehe es nun als ihre Aufgabe an, so Ulshöfer, diese tolle positiven Strukturen beizubehalten und weiterzuleben. So sei auch nachvollziehbar, dass das Motto der Schule „Wir wollen eine Schule sein, in der sich alle wohlfühlen“ ein gelebtes Motto sei und nicht nur abgearbeitet werde, sondern man es vorweisen könne.

Mit dem Versprechen, dass ihre Türe für alle offen stehe und sie sich auf eine tolle und gewinnbringende Arbeit mit allen freue, schloss die neue Schulleiterin ihre Ausführungen.

Ein weiterer musikalischer Beitrag des Schülerchors Wachbach sowie der anschließende Stehempfang rundeten die überaus gelungene Festveranstaltung gebührend ab.

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