Bad Mergentheim

Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Stuppach Über Feuerwehrbedarfsplan diskutiert / Zahlreiche Beförderungen

Wie lange noch nasse Böden, Abgase und Umziehen neben dem Fahrzeug?

Stuppach.Abteilungskommandant Erwin Landwehr begrüßte die Mitglieder der Abteilung Stuppach, der Jugendfeuerwehr Stuppach und ebenso die Altersabteilung im gut gefüllten Versammlungsraum und freute sich über die vielen Anwesenden.

Besonders hieß Landwehr den Leiter der Feuerwehr, Andreas Geyer, sowie die Ortsvorsteherin Birgit Teufel willkommen.

Als zweiter Tagesordnungspunkt stand der Bericht des Abteilungskommandanten an. Hier berichtete Landwehr, das im Berichtsjahr 2017 drei Einsätze bewältigt wurden. Im Jahr zuvor waren es ebenfalls drei gewesen.

Die Einsätze wurden alle auch tagsüber vorbildlich abgeleistet, lobte Erwin Landwehr.

Zahlreiche Brandsicherheitsdienste bei örtlichen Vereinen und Veranstaltungen sowie Verkehrsabsicherungen wurden ebenfalls abgearbeitet.

Die Fortbildung in der Feuerwehr sei auch immer sehr wichtig, so Landwehr. So wurden diverse Fortbildungen innerhalb der Wehr besucht. Ebenfalls freut sich die Abteilung über zwei neue Atemschutzgeräteträger. Diverse Kameraden der Abteilung nahmen erfolgreich am Leistungsabzeichen in Bronze teil. Zwei Kameraden wurden zum Truppführer ausgebildet. Damit kann die Abteilung einen hohen Ausbildungsstand vorweisen, würdigte Landwehr diejenigen, die hierfür ihre Freizeit zur Verfügung stellen.

Der Martinsumzug in Stuppach wurde 2017 gemeinsam von der Feuerwehr, Jugendfeuerwehr und dem Kindergarten Sankt Gabriel organisiert und durchgeführt und freut sich immer größerer Beliebtheit in Stuppach. Der Gewinn dieser Veranstaltung soll auch wieder für Kinder im Ort verwendet werden so Landwehr. Hier ging ein herzlicher Dank an alle Helfer für die gute Sache.

Traditionell wurde der Maibaum wieder für die Gemeinde gestaltet und aufgestellt. Ein schönes gemütliches Fest zierte den Rahmen.

Landwehr hob das große Engagement für die Ortschaft Stuppach hervor welche nicht zu den Kernaufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr gehören. „Unsere Abteilung ist für die Sicherheit und das Dorfleben nicht wegzudenken“, so Landwehr.

24 reguläre Übungsabende fanden 2017 statt. Zuzüglich auch der jährliche Erste-Hilfe-Kurs welcher immer gut besucht und mit Eifer angenommen wird.

Eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz, besonders mit Ausbilder Gerd Drescher wird hier gepflegt. Eine größere Übung zusammen mit den Abteilungen Althausen und Kernstadt stärkte die Zusammenarbeit der Abteilungen untereinander.

Auch den Atemschutzgeräteträgern dankte Erwin Landwehr für die Durchgänge in der Übungsstrecke/Übungen und die Zeit für die Eignungsuntersuchungen. Man dürfe nicht vergessen, dass alle Feuerwehrmitglieder diese viele Zeit aus ihrer persönlichen Freizeit für die Sicherheit anderer opfern.

Die Jugendfeuerwehr konnte ihre Mitgliederzahl stabil halten, dank des Einsatzes von Jugendwart Sebastian Gerner und Sophia Lotter.

Der Abteilungskommandant bedankte sich auch beim Ausschuss sowie beim Leiter der Feuerwehr und seinem Stellvertreter für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und Unterstützung.

Die Abteilung Stuppach konnte sich im Berichtsjahr wieder über zwei neue Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr freuen. Besonders erfreulich ist der starke Anteil an Frauen. „Dies zeigt wieder wie wichtig es ist, auch das Gerätehaus der Feuerwehr an diese Situation anzupassen. Hier ist leider trotz vieler Aufrufe noch nichts passiert“, so Landwehr. Hierzu hofft Landwehr auf den Feuerwehrbedarfsplan welcher 2016 für die Stadt Bad Mergentheim mit Teilorten erstellt wurde. Dieser Plan zeige die großen Lücken im Feuerwehrwesen. Besonders auch in Stuppach. Die nasse Garage sei den freiwilligen Helfern nicht zumutbar. Hier soll laut Bedarfsplan mit großer Dringlichkeit eine tragbare Situation geschaffen werden.

Die Frage kam auf, wie lange den freiwilligen Helfern noch nasse Böden, Dieselabgase, keine Geschlechter-Trennung in der Umkleide (Garage) sowie das Umziehen neben dem Einsatzfahrzeug zugemutet werden soll?

Andere Feuerwehren klagen über große Nachwuchssorgen – in Stuppach sei der Nachwuchs vorhanden, aber man gebe diesem nicht die Chance sich zu entwickeln beziehungsweise man stelle ihm keine vernünftigen Rahmenbedingen zur Verfügung. Wie lange sich die Freiwilligen diesen Zustand noch gefallen lassen, kann Landwehr nicht sagen. Hier hofft die ganze Abteilung mit ihren fast 80 Mitgliedern auf die entsprechenden Gremien.

Im Anschluss an den Bericht des Abteilungskommandanten folgte der ausführliche Bericht des Jugendwarts Sebastian Gerner zusammen mit Sophia Lotter.

Schriftführerin Marina Herrmann berichtete über reichliche Unternehmungen bei der Kameradschaftspflege. Hier wurde die Fahrt nach Worphausen bei Bremen hervorgehoben. Hier nahm eine Abordnung aus Stuppach an den Leistungswettbewerben teil und belegte einen hervorragenden sechsten Platz.

Kassier Jochen Göbel legte eine fehlerfreie Kassenführung vor, welche vom Prüfer Alexander Retzbach und Andreas Ruck bestätigt wurde.

Ortsvorsteherin Birgit Teufel dankte den Feuerwehrangehörigen für ihren Einsatz. Im Anschluss wurden der Abteilungskommandant, sein Stellvertreter, der Kassier und der Ausschuss einstimmig entlastet.

Auch Stadtkommandant Andreas Geyer bedankte sich in seinem Grußwort bei den Mitgliedern für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr. Der angedachte Mannschaftstransportwagen für die Abteilung soll im Mai oder Juni der Abteilung zur Verfügung stehen. Bei den anschließenden Beförderungen dankte Geyer den Mitgliedern der Feuerwehr für ihre Bereitschaft Verantwortung und Einsatz für die Sicherheit der Bürger zu übernehmen. ffw