Bad Mergentheim

Leserbrief Zum Wochenend-Wetter (FN/TZ vom 10. Februar)

Wetterlagen wechseln häufig

Im Beitrag von Andreas Neumaier kann man den Kern der zurückliegenden Klimaerwärmung entdecken. „Klarer Nachthimmel und Schneedecke sorgen schnell für große Kälte, mit grüner Wiese und Sonne sind dagegen noch Plusgrade möglich.“

Es sind die wechselnden Häufigkeiten von Ost- und West-Wetterlagen, die den Klimawandel für Deutschland ausmachen. Im Zuge der Steigerung der Sonnenaktivität im vergangenen Jahrhundert wurden die Windsysteme der Atmosphäre aktiviert.

Dadurch kam es über Mitteleuropa zu einer größeren Häufigkeit von Westwetterlagen. Im Winter blieben deshalb ausgedehnte Schneephasen aus. Hinzu kam eine Zunahme der Sonnenscheindauer.

Sonnenschein auf schneefreien, grünen Wiesen führte logischerweise zu höheren Temperaturen. Der Dezember und der Januar waren deshalb die Monate, welche die größte Erwärmung verzeichneten. Beim Januar waren es über drei Grad.

Der Februar blieb trotz der Klimaerwärmung immer noch der Kern des Winters, wie man es aktuell erleben kann.

Mit der begonnenen Klimaabkühlung ist mit einer neuerlichen Häufung von Ostwetterlagen im Winterhalbjahr zu rechnen. Spaziergänge in winterlicher Landschaft sind deshalb kein Auslaufmodell, sondern kommen wieder häufiger vor, wie Januar 2017 und Februar 2018.

Die Landwirtschaft muss sich in Zukunft auf die neuerliche Kälte einstellen.

Wissenschaftlich gesehen hat damit der Klimaschutz den utopischen Anspruch, mit der wechselnden Sonnenkraft konkurrieren zu wollen. Es geht eben nicht, auch wenn man es mit noch so großen Emotionen gerne möchte.