Bad Mergentheim

Regionalbüro der Grünen MdB ruft zum Handy-Sammeln auf

Wertvolle Ressourcen schonen

Archivartikel

Bad Mergentheim.MdB Charlotte Schneidewind-Hartnagel startet auch in ihrem Regionalbüro in BadMergentheim eine Sammelaktion für alte Handys. Dazu erklärt sie: „Handys sind ein Symbol für unsere Wegwerfgesellschaft. Etwa 22 Millionen neue Geräte gehen jedes Jahr über die Ladentheken und werden meist nur zwei bis drei Jahre genutzt. Mit der Produktion sind ein enormer Ressourcenverbrauch und hohe CO2-Emissionen verbunden. Es ist von enormer Bedeutung, Handys möglichst lange zu verwenden bzw. die eingesetzten Materialien den Weg in die Kreislaufwirtschaft einzubringen. Mehr als die Hälfte der alten Elektrogeräte werden falsch bzw. gar nicht entsorgt oder illegal exportiert. Allein 124 Millionen Altgeräte liegen ungenutzt in deutschen Haushalten, obwohl mit ihnen bis zu sieben Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden könnten. Wichtige Rohstoffe, wie Kupfer, Gold, Silber, Palladium, Lithium oder Kobalt gehen verloren. Von hohen Sammelquoten für alte Elektrogeräte sind wir in Deutschland meilenweit entfernt. Das europäische Sammelziel von 65 Prozent verfehlen wir deutlich – um rund 20 Prozentpunkte.“

Bis 28. Februar

Die Abgeordnete weiter: „Um etwas dagegen zu unternehmen, beteilige ich mich an der Handy-Sammelaktion der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Bis zum 28. Februar können alte Handys und Smartphones in meinen Regionalbüros abgegeben werden. Die Daten werden vom DUH-Kooperationspartner Mobile-Box fachgerecht gelöscht, die Handys für eine weitere Nutzung aufbereitet oder hochwertig recycelt.

Mit der Sammelaktion will ich auch darauf aufmerksam machen, dass die Bundesregierung mehr tun muss, um kostbare Ressourcen zu schonen. Viele der Geräte im Umlauf sind nicht reparierbar und enden nach kurzer Nutzungszeit als Elektroschrott. Um diesen von vorneherein zu vermeiden, brauchen wir ein Recht auf Reparatur und klare Design-Vorgaben, damit Geräte so gestaltet werden, dass sie langlebig, reparierbar und recyclingfähig sind. Außerdem muss die Bundesregierung ein funktionierendes und lückenloses Rücknahmesystem schaffen.“

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