Bad Mergentheim

Lillstadter Almabtrieb 62-Seelendorf stellte wieder ein tolles Fest auf die Beine / Viele Helfer packten mit an / Festzug als Höhepunkt

Weitaus mehr Besucher als Einwohner

Archivartikel

Vor fünf Jahren ins Leben gerufen, hat sich der Lillstadter Almabtrieb inzwischen zu einem großen Spektakel entwickelt, dass wieder viele Besucher in das 62-Seelendorf lockte.

Lillstadt. Zur großen Freude des Lillstadter Heimatvereins „Die Groschmäber“, ließ es sich der Bad Mergentheimer Oberbürgermeister Udo Glatthaar nicht nehmen, bei dem Fest mit dabei zu sein.

In seiner Festansprache erwähnte er treffend, dass die Zahl der Besucher die der Einwohner um ein Vielfaches übersteige.

Organisiert und abgehalten wird das Fest von dem kleinen Lillstadter Heimatverein und vielen zahlreichen Helfern aus den umliegenden Ortschaften. Sobald die Strohkuh im Tal aufgestellt ist, herrscht in ganz Lillstadt das Almabtriebsfieber.

Dann wird der altgediente Schlachtkessel angeschürt, damit die Sauköpfe fürs mittägliche Schlachtfest rechtzeitig gar sind. Mit deftigem Essen und Kaffee und Kuchen geht es dann nahtlos in die Almparty über, in diesem Jahr mit den Assamstadter Musikanten.

Dank der Uhrumstellung wurde an diesem Tag 25 Stunden lang gefeiert. Am Sonntag begann der Festbetrieb mit dem traditionellen Bieranstich der Herbsthäuser Brauerei und Ortsvorsteherin Birgit Teufel: Nach nur einem Schlag floss das Freibier. Mit den Worten: „Wer Bier trinkt, unterstützt die Landwirtschaft“, animierte Birgit Teufel die Gäste zum Anstoßen. Nach dem Mittagessen ging es zum Festzug. Viele Gäste machten sich auf und reihten sich in die bereits wartenden Zuschauer entlang der Festzugsstrecke ein. Liebevoll geschmückte Kühe, Gänse, historische Traktoren, ein prachtvoll geschmückter Erntewagen und Handwagen zogen an den Gästen vorbei. Angeführt wurde der Festzug von der Trachtenkapelle Stuppach, die den festlichen Rahmen unterstrich. Im Anschluss strömten die Besucher in das Festzelt. Der Ansturm übertraf alles, was sich der Heimatverein im Vorfeld hatte ausmalen können.

Die Stuppacher Musikanten sorgten für zünftige Festzeltstimmung. Durch die fleißigen Bedienungen, die unermüdlichen Hilfskräften und der ruhigen Organisation, die keine Hektik zuließ, gab es keine längeren Wartezeiten, was der Feststimmung diente. Selbst die jüngsten „Groschmäber“ des Dorfes fanden Freude daran, tatkräftig mit anzupacken.

Das große Ziel der Lillstadter „Groschmäber“ ist es, in Lillstadt einen Bürgertreff für die Allgemeinheit zu verwirklichen. pm

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