Bad Mergentheim

Leserbrief Zur OB-Wahl und zur Internetversorgung

Von der Steinzeit bis ins 50 MB-Mittelalter

Sehr geehrter Herr Werner Mies, Sie sprechen genau das an, was Kunden des Bauamtes Bad Mergentheim und der Telekom täglich erleben. Ich bin total enttäuscht von Herrn Oberbürgermeister Udo Glatthaar, weiteren Rathaus-Mitarbeitern und der Telekom.

Bei einem Vortrag im Kursaal habe ich diesen Umstand, dass Firmen im Gewerbegebiet schnelles Glasfaser-Internet brauchen, öffentlich beim anwesenden OB und Herrn Innenminister Strobl angemahnt. Tenor war, man kümmert sich drum.

Seit über 15 Jahren hatten wir hier im Dainbacher Weg einen Internetanschluss bestellt mit DSL 16 Mbit, geliefert bekamen wir DSL mit drei MB/s Download und 0,3 MB/s Upload und zahlten Jahre lang voll. Vor über einem Jahr, als das Neubaugebiet beim Braunstall/Dainbacher Weg begonnen wurde, habe ich beim Leiter des Tiefbauamts angerufen, ob denn die Interneterschließung über den Dainbacher Weg erfolgt und dass wir gerne einen Glasfaseranschluss im Zuge des Ausbaus möchten. Es hieß, das Neubaugebiet wird über das Ried und die Straße Braunstall erschlossen – keinesfalls über den Dainbacher Weg.

Vor ein paar Monaten rückte der Bagger im Dainbacher Weg an und riss den Gehweg auf. Meine Frage beim Bauleiter ergab, dass hier Glasfaser für das Neubaugebiet und die neben uns liegende Firma Wolf verlegt wird. Mein Anruf und meine Frage bei der Stadt ergaben mehrfach Folgendes: „Das geht mich nichts an.“ Ich sollte mich an die Webseite „mehrbreitbandfürmich“ der Telekom wenden. Die mir freundlicherweise genannte Rufnummer der Telekom war vorübergehend deaktiviert. Sechs E-Mails schrieb ich an die angegebene Telekom-Adresse und erhielt keine einzige Rückmeldung Meine unzähligen Anrufe im Callcenter brachten mich auch nicht weiter.

Mittlerweile bin ich bei Unitymedia mit 400 MB/s Download und 20 MB/s Upload voll zufrieden.

Dankeschön Herr Oberbürgermeister Udo Glatthaar für ihr kompetentes Bauamt und an die Telekom, für jetzt schnelles Mittelalter-Internet mit bis zu 50 MB/s Download im Dainbacher Weg. Sie wissen schon, dass man meines Wissens nach bei einem 50 MB/s-Ausbau keine Zuschüsse für Glasfaserleitungen in dem Gebiet erhält.

Ich wähle die Schrozberger Bürgermeisterin, die unbürokratisch alle Anlieger in einem kleinen Teilort gefragt hat, ob Sie Glasfaser möchten und dieses Dorf dann meiner Information nach zu 100 Prozent angeschlossen hat.