Bad Mergentheim

Kleines Jubiläum gefeiert Weltladen Bad Mergentheim seit nunmehr zehn Jahren in den Räumen der Zaisenmühlstraße zu finden

Viele Helfer tragen zum Gelingen bei

Archivartikel

Seit zehn Jahren ist der Bad Mergentheimer Weltladen nun in der Zaisenmühlstraße zuhause. Aus diesem Anlass hatte der Weltladen-Verein eine Feierstunde organisiert.

Bad Mergentheim. Rita Hofmann freute sich, dass neben dem Vorsitzenden Alois Baumann auch zahlreiche Freunde, Kunden, Unterstützer und Gönner sowie Dekan Ulrich Skobowsky gekommen waren. der die Grüße der katholischen Kirchengemeinde überbrachte. Ebenso waren zahlreiche Wegbereiter des fairen Handels in Bad Mergentheim zugegen.

Hofmann erinnerte an das Jahr 1987, als der Missionsausschuss der katholischen Kirchengemeinde gegründet wurde. Dieser habe das kleine und zarte Pflänzchen „Fairer Handel“ gehegt, damit es sich überhaupt erst zu einer stattlichen Pflanze entwickeln konnte.

Hier erwähnte Hofmann Rudolf Mayer, der zur Feierstunde nicht anwesend sein konnte und die Münstergemeinde St. Johannes, für die große Unterstützung, die bewirkte, dass der Weltladen 2009 vom Gänsmarkt in die Zaisenmühlstraße umziehen konnte.

Immer konkrete Projekte

Die musikalische Begleitung übernahm ein Klarinettentrio der Jugendmusikschule mit den beiden Schülerinnen Theresa Nuber und Pia Hemmerich und ihrer Musiklehrerin Annette Hirt. Seit Beginn an, so Hofmann, fließe der Erlös des fairen Handels in ganz konkrete Projekte. In den beiden letzten Jahren habe der Verein den Unterricht einer ganzen Schulklasse in Äthiopien finanziert, mit Pfarrer Walterspacher aus Lauda als verantwortlichem Ansprechpartner.

Ferner unterstützt man Pater Josef Schmidpeter bei dessen Arbeit im Armen-Krankenhaus von Ariquipa in Peru. Taufrisch, so Hofmann, sei die vor einigen Tagen eingegangene gute Nachricht, dass auch der von Pfarrer Kuhn, Berthold Ludwig und Wolfgang Spinner jüngst zusammengestellte Hilfstransport, der im Kongo vielen Menschen die Berufsausbildung ermöglicht, unbeschadet dort angekommen sei. Gerade im Kongo zeige sich, wie wichtig der faire Handel für die dortigen Menschen ist. Der Weltladen, erläuterte Hofmann, sei im Gegensatz zu beispielsweise einem Tafelladen für jeden frei zugänglich. Er vertreibe ausschließlich frisch hergestellte und neuwertige Ware wie Kaffee, Tee, Zucker, Honig, Gewürze, Reis und Schokolade sowie Schmuck, Textilien, Lederwaren, Keramiken, Filzprodukte, Kerzen, Seife und Geschenkartikel, vorwiegend aus Afrika, Asien und Südamerika. Man könne mit dem Weltladen die Welt zwar nicht umkrempeln, aber dazu beitragen, dass sie an einigen Stellen besser werde, so Hofmann abschließend.

„Sehr positive Entwicklung“

Der Vorsitzende des Weltladevereins Bad Mergentheim, Alois Baumann, ging sehr ausführlich auf die Entstehung der Einrichtung ein, die nach anfänglichen kleineren Hindernissen in den letzten Jahren doch eine sehr positive Entwicklung genommen habe.

Start sei im Jahr 1987 gewesen, als der Ausschuss „Mission – Entwicklung – Frieden“ gegründet worden sei, der nun mit Leben zu erfüllen war.

Verkauft wurde aus einer Garage oder bei kirchlichen Veranstaltungen direkt aus den Kartons, das Angebot war überschaubar, als Regale dienten provisorische Verkaufsstände und Tische.

Erst der Einzug in feste Räume mit geregelten Öffnungszeiten am Gänsmarkt brachte nicht nur Fortschritte in der Organisation, sondern vor allem auch im wichtigen Bereich Umsatz.

Nach dem Umzug in die derzeitigen Räume wurde im Jahre 2012 der Weltladen-Verein gegründet, unter dessen Regie der Laden nun eigenständig agieren kann und geführt wird. Viele hätten in den zurückliegenden Jahren das Projekt „Weltladen“ in Bad Mergentheim unterstützt, ob als Kunde, Freund oder Unterstützer.

Vor allem das zu stattlicher Größe angewachsene Weltladen-Team der engagierten ehrenamtlichen Helfer opferten viele Stunden ihrer Freizeit, um Menschen in den ärmeren Regionen der Welt zu helfen. habe

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