Bad Mergentheim

Leserbrief Zum Bericht „Security für die Innenstadt“ (FN 7. Oktober)

Unbegründete Unsicherheitsgefühle

Na endlich! möchte man ausrufen, Security für die Innenstadt. Man sieht es auf dem zu dem Artikel gehörenden Bild in den FN vom 7. Oktober, Seite 8: Allenfalls vier Personen sind darauf in der am Abend hellerleuchteten Burgstraße zu erkennen. Kaum jemand traut sich noch nachts in Bad Mergentheim auf die Straße, wohl weil die Gefahren hier durch Exhibitionisten und sonstige Straftäter zu groß sind. Aber jetzt wird zumindest probeweise ein (privater?) Sicherheitsdienst für Recht und Ordnung sorgen – wie bereits im Kurpark.

Dieser konnte allerdings offensichtlich die Verwüstung des Klanggartens nicht verhindern. Nach meinen Kenntnissen wurde der Mergentheimer Ordnungs-Bedienstete von Leuten aus Mergentheim angegriffen und nicht von Geflüchteten oder sonstigen Ausländern, wie es in einem Leserbrief in dieser Zeitung vor etlichen Wochen suggeriert werden sollte. Nachdem ja wohl leider am Bahnhof – anders als in der Volksrepunlik China – eine Überwachungskamera wegen den Bürgern und deren Persönlichkeitsrechten nicht installiert werden darf, setzt man nun auf einen Sicherheitsdienst, um dem Verbrechen wie illegaler Müllentsorgung Einhalt zu gebieten.

Warum eigentlich nur in der Innenstadt? Was ist mit den Randbezirken, dem Waldspielplatz am Drillberg, dem Spessartblick, dem Ketterberg, was ist mit den Stadtteilen? Sollen diese hintanstehen und in Unrecht und Unordnung versinken? Sollte das geplante ganzheitliche Sicherheitskonzept nicht auch die Randbezirke und die Stadtteile wie Markelsheim oder Edelfingen und so weiter berücksichtigen und dort eine „Bestreifung“ durch Sicherheitsleute in Erwägung gezogen werden. Ich habe bisher immer geglaubt, dass für die Sicherheit in einer Stadt die Polizei zuständig sei.

Das populistisch-hysterische Sicherheitsgetue von Teilen des Stadtrates und der Stadtverwaltung erzeugt unbegründete Unsicherheitsgefühle und Angst.

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