Bad Mergentheim

Evangelische Diakonie Sozial- und Lebensberatung gefragt

Umfassende Beratung und Hilfe

Archivartikel

Bad Mergentheim.Sozial- und Lebensberatung ist bei der evangelischen Diakonie ebenso gefragt wie Hilfe bei Suchtproblemen und Schwangerschaftskonflikten. Dafür steht in Bad Mergentheim ein Team von Fachkräften zur Verfügung.

Es gehe darum, „Menschen in Schwierigkeiten das Leben ein bisschen leichter zu machen“, stellte die Diplom-Sozialpädagogin (FH) Barbara Veeh beim Förderverein fest. Sie leitet beim „Diakonischen Werk im Main-Tauber-Kreis“ die Beratungsstelle in der Kurstadt.

Man müsse in der Beratung gut zuhören und dann den Klienten helfen, „hinzuschauen und selbst einen Schritt vorwärts zu machen“. Derzeit würden die Fälle immer komplexer und die Problematiken verlagerten sich oft von einem Ressort ins andere. Genau darin sehe sie aber auch die Stärke der diakonischen Beratungsstelle mit ihrem vielfältigen Angebot.

Allerdings seien die Mitarbeiter auch angesichts der beengten Räumlichkeiten stark gefordert – dass die Beratungsarbeit trotzdem so gut laufe, „macht das Team zufrieden und auch ein wenig stolz“.

An vier Vormittagen in der Woche stehe die Türe am Dietrich-Bonhoeffer-Haus weit offen – und viele Menschen kämen. 576 Klienten seien im letzten Jahr beraten worden.

Bei der „Sozial- und Lebensberatung“ mit 92 Ratsuchenden gehe es auch um fehlenden Wohnraum, falsch berechnete Sozialleistungen und zunehmenden Leistungsdruck. Gut besucht seien die Gesprächsgruppen für psychisch Kranke. Im Bereich Schwangerenberatung gebe es verstärkt Anfragen von Frauen mit Migrationshintergrund – geboten würden Informationen über soziale Fragen, aber auch Beratung in Konfliktfällen.

Bei der Suchtberatung für den südlichen Main-Tauber-Kreis würden neben den Betroffenen auch viele Angehörige beraten, oft sei hier eine langfristige Begleitung erforderlich. Die Mitarbeiterinnen kümmerten sich auch um Therapievermittlung in stationäre Einrichtungen, die nötige Nachsorgebetreuung und die Selbsthilfegruppen. In der „Kontaktstelle für Hörgeschädigte“ seien 14 Personen beraten worden.

Groß sei weiterhin (120 Klienten) der Bedarf an Schuldnerberatung. Für 31 Klienten habe eine Kurberatung und -vermittlung durchgeführt. Federführend sei das Diakonische Werk auch beim Bad Mergentheimer Tafelladen in der Krummen Gasse. Seit zwölf Jahren bestehe der täglich geöffnete Kleiderladen „Anziehend“ in der Münzgasse. Schließlich sei die Diakonie auch mit dabei beim Familiencafé KEK und der Aktion „Familienpaten“. Eine „Familienhebamme“ kümmere sich um Frauen und Kinder. Beteiligt sei man auch am „Café Kontakt“, das donnerstags im evangelischen Gemeindezentrum stattfindet.

Die Beratungsstelle in der Härterichstraße 18 (am Bahnübergang) ist geöffnet montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9 bis 12 Uhr und unter Telefon 07931/4816980 (neue Nummer!) oder per E-Mail mergentheim@diakonie-tbb.de zu erreichen. peka

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