Bad Mergentheim

Hector-Kinderakademie in Bad Mergentheim Bundesweit einzigartiges Programm im Ländle wird fortgesetzt / Neue Kurse, große Verbundenheit

Über 3000 Teilnehmer in neun Jahren

Archivartikel

Die Hector-Kinderakademien sind ein fester Eckpfeiler des außerunterrichtlichen Förderangebots in Baden-Württemberg. In Bad Mergentheim zählte man über 3000 Teilnehmer seit 2010.

Bad Mergentheim. Die Kinderakademien fördern besonders begabte und hochbegabte Kinder in Kursen außerhalb des Unterrichts. Sie sind speziell auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten und gehen deutlich über den regulären Unterrichtsstoff der Grundschule hinaus. Der Themenschwerpunkt liegt auf den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Im Februar haben Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und Dr. Hans-Werner Hector, Gründer der Hector-Stiftung, eine Vereinbarung unterzeichnet, dass die Zusammenarbeit zwischen Land und Stiftung um weitere fünf Jahre verlängert wird. Allein im vergangenen Schuljahr konnten an den 66 Akademien mit fast 4000 Kursangeboten rund 23 500 Kinder aus über 2000 Grundschulen über den Unterricht hinaus gefördert werden.

Bad Mergentheim verbuchte seit 2010 über 3000 Teilnehmer in den vor Ort angebotenen Kursen. Geschäftsführend tätig für die Kinderakademie in der Kurstadt ist Christina Hay, die hoch zufrieden berichtet, dass das Förderprogramm nach wie vor auf großes Interesse stößt und Kinder aus Bad Mergentheim, Igersheim, Weikersheim, Nieder-stetten, Creglingen, aber auch Tauberbischofsheim, Lauda-Königshofen, Grünsfeld, Boxberg, Assamstadt und Ahorn davon profitieren.

„Referenten der ersten Stunde“

„Die Kinderakademie ist eine Bereicherung für die Region“, so Lehrerin Hay, die es sehr freut, dass immer noch „Referenten der ersten Stunde“ in Bad Mergentheim mit an Bord sind. „Die Freude an der Arbeit mit den jungen ’Forschern’, die sich die Welt in vielen Bereichen in den unterschiedlichsten Kursen neu erschließen, ist ebenso beeindruckend wie das Engagement der vielen Referenten. Die Kinderakademie wird von den ausgewählten Kindern der Schulen im Umkreis von Bad Mergentheim sehr gut angenommen. Auch die Weiterentwicklung mit immer wieder neuen Kursen und Ideen führt zum Erfolg und dazu, dass die Akademie ein fester Bestandteil im Main-Tauber-Kreis geworden ist“, sagt Christina Hay im Gespräch mit unserer Zeitung.

Wurden die Kinder bislang von ihren Lehrkräften angesprochen und erhielten von diesen die Anmeldung und das Programm, so wird sich beim Prozedere in Zukunft etwas ändern, verrät Hay, darüber werde aber noch informiert. Das neue Semester beginnt unterdessen Ende Oktober – das zweite Semester im Schuljahr Ende Februar/Anfang März 2020.

Aktuell sind in Bad Mergentheim 28 Kurse im Angebot, erzählt Christina Hay stolz, davon fünf so genannte „Hector Core Courses“, die an allen Akademie-Standorten im Land angeboten werden, von Experten aus Wissenschaft und Praxis entwickelt wurden und wissenschaftlich begleitet werden.

200 Kinder finden im neuen Semester einen Platz und dürfen erstmals „Chinesisch – eine alte Sprache in der neuen Welt“, „Fischertechnik“, „Kulissenbau für eine Theateraufführung“ und das Thema „Elektrischer Strom“ erkunden. Wieder mit dabei sind „Bilderwelten – digital und praktisch“, „Geheime Schriften“, „Wie Computer denken“, „Junge neugierige Naturforscher“ und beispielsweise „Papier schöpfen“.

Echte Dauerbrenner im Portfolio der Kinderakademie sind „Experimentieren mit Lebensmitteln“, „Italienisch“, „Bildgestaltung“ mit Bernd Schepermann, „Steinmosaiken“ mit Manfred Kiesel, „Schach“ mit Berthold Riegel, „Theater“ mit Maria Warkentin, „Wasserkraft“ mit Rudolf Mayer, „Ein Stadtplan für Kinder“ mit Susanne Karner sowie „Power-Point“ mit Vertretern von Würth IT und noch einige mehr. Christina Hay ist froh über „tolle Referenten“ und einen „festen Stamm“ an Kursleitern sowie auf die starke Unterstützung des Schulsekretariats bauen zu können.

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